Flugzeug-Knigge Von A wie Armlehne bis U wie Unterhaltung

Wer darf seinen Arm aufstützen, was tun gegen Schnarcher und wie steht es um das Klatschen nach der Landung? Alles über Benimm an Bord.

Von Katja Schnitzler

Im Flugzeug ist es eng, viel zu eng. Die Menschen sitzen dicht an dicht, je nach Körperbreite fast aufeinander. Würde sich ein Unbekannter im Aufzug so nah herandrängen, fiele das unter Belästigung. Laut Studien fühlen sich Menschen wohl, wenn zwischen Fremden mehr als 60 Zentimeter Abstand ist - ansonsten bewegt man sich recht aufdringlich in der Intimzone des anderen.

Doch in der Economy Class sind nicht einmal die Sitze so breit, sondern etwa 15 Zentimeter schmaler. So rückt der Nachbar zwangsläufig eine Spur zu nah. Und die Armlehne muss man sich auch noch mit ihm teilen. In dieser Situation ist es angebracht, aufkeimende Aggressionen zu unterdrücken und sich auf seine gute Erziehung zu besinnen. Falls Ihre Eltern versäumt haben sollten, Ihnen zwischen Kindergarten und Grundschule das korrekte Benehmen an Bord beizubringen, können Sie diese Wissenslücke nun schließen. (Die Texte sind ein Auszug aus dem SZ.de-Buch "Die wundersame Welt des Fliegens", erschienen in der Süddeutsche Zeitung Edition.)