Angst vor Bombenanschlägen USA verbieten Handys mit leerem Akku auf bestimmten Flügen

Reicht der Akku noch? Solange diese Passagiere am brasilianischen Curitiba Airport nicht in die USA reisen, ist diese Frage höchstens ein privates Problem.

(Foto: AP)

Ist der Akku noch voll? Diese Frage könnte für USA-Reisende aus verschiedenen Ländern in Europa, dem Nahen Osten oder Afrika wichtig werden. Nicht funktionierende oder entladene Smartphones oder Tablets dürfen bald nicht mehr an Bord von Flugzeugen in die USA.

Die USA verbieten aus Sorge vor Anschlägen künftig bei bestimmten Direktflügen aus Europa die Mitnahme von elektronischen Geräten mit leerem Akku. Die Sicherheitsbeamten hätten Anweisung, alle elektronischen Geräte wie etwa Smartphones und Tablets zu kontrollieren und könnten dabei fordern, dass diese eingeschaltet werden, erklärte die Flugsicherheitsbehörde TSA. "Entladene Geräte werden nicht an Bord zugelassen", hieß es.

Zudem müssten Passagiere, die Geräte mit leeren Akkus mitführen, mit zusätzlichen Kontrollen rechnen. Der Fernsehsender NBC berichtete, die Behörden fürchteten, dass Laptops, Tablets, Handys oder andere elektronische Geräte als Bomben eingesetzt werden könnten.

Betroffen von der Regelung sollen neben Flughäfen in Europa auch Airports im Nahen Osten und Afrika sein, von denen aus Flüge in die USA starten, teilte die Flugsicherheitsbehörde in einer kurzen Mitteilung ohne Nennung weiterer Details mit. Damit blieb unklar, um welche Länder es geht und ob auch deutsche Flughäfen betroffen sind.

US-Heimatschutzminister Jeh Johnson hatte bereits am Mittwoch verschärfte Sicherheitsmaßnahmen an ausländischen Flughäfen mit Direktverbindungen in die USA angekündigt. Grund sei die Sorge vor Anschlägen mit neuartigen und schwer aufzuspürenden Sprengstoffen. US-Präsident Barack Obama hatte zuvor gewarnt, kampferprobte Rückkehrer aus dem syrischen Bürgerkrieg stellten eine Bedrohung für die USA dar.