Mit den "Normae de gravioribus delictis" hat Papst Benedikt XVI. die Gesetze zum Umgang mit Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche verschärft. Darin wird unter anderem die kirchenrechtliche Verjährungsfrist auf 20 Jahre angehoben.
Papst Benedikt XVI. hat an diesem Donnerstag einen Erlass zum Umgang mit Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche veröffentlicht. Darin wird die Verjährungsfrist für Missbrauchsdelikte im Kirchenrecht von bislang zehn auf 20 Jahre angehoben. Außerdem wird erstmals festgestellt, dass der Besitz oder die Verbreitung kinderpornographischen Materials nach dem Kirchenrecht ein "schwerwiegendes Verbrechen gegen die Sitten" darstellt. Auch Übergriffe auf geistig Behinderte sollen schärfer geahndet werden. In besonders schweren Fällen können künftig Schnellverfahren eingesetzt werden, z.B. um einen Priester zügig aus dem Klerikerstand zu entlassen. Auch Laien können nun in die Kirchengerichte einberufen werden.
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Bislang waren die die Bestimmungen zur Vorgehensweise der katholischen Kirche mit Missbrauchsfällen nur in Grundzügen der Öffentlichkeit bekannt. Nun hat die Glaubenskongretation des Vatikans seine Gesetze dazu verschärft und vollständig veröffentlicht. (© dpa)
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Es wird in dem Erlass von Bischöfen aber nicht gefordert, Missbrauchsfälle der Polizei zu melden. In dem Dokument wird außerdem der Versuch, eine Frau zur Priesterin zu weihen, als "schweres Verbrechen" bezeichnet - genauso wie sexueller Missbrauch. Kritiker monieren, dass beides im selben Erlass erwähnt wird, weil dies eine Gleichsetzung beider Sachverhalte impliziere.
Die Veröffentlichung hat wegen des jüngsten Skandals um Hunderte Fälle pädophiler Priester besondere Brisanz bekommen. Auch ranghohe Mitglieder des Klerus sollen Fälle von sexuellem Missbrauch systematisch vertuscht haben. Der Erlass geht auf ein Dokument von Papst Johannes Paul II. aus dem Jahr 2001 zurück, das zwei Jahre später als Reaktion auf den Missbrauchsskandal der katholischen Kirche in den USA modifiziert wurde. Die "Instruktion" wurde von der Glaubenskongregation zusammengestellt, der Benedikt, damals noch Kardinal Joseph Ratzinger, vorstand. Die Römische Glaubenskongregation wurde durch die neuen Normen innerhalb der katholischen Kirche für viele Verfahren als oberster Kirchengerichtshof bestätigt.
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(sueddeutsche.de/apn/dgr/aho)
Führungsstreit bei der Linken
Im saarländischen Neunkirchen - Furpach wurde von Herrn Ackermann höchstselbst vor einigen Tagen ein Priester voll rehabilitiert, der vor ca. 25 Jahren eine mehrjährige homosexuelle "Beziehung" zu einem Schutzbefohlenen im Internat Johanneum in Homburg unterhielt. Dieser Pater war dort damals Erzieher, stand einer Gruppe vor. Die "Beziehung" fand innerhalb dieser Gruppe statt. Dieses Verhalten war damals strafbar und wurde vom Orden der Hiltruper Herz-Jesu-Missionare (MSC) gedeckt, Konsequenzen gab es nicht.
Ein anderer geistlicher Erzieher verging sich konstant und über Jahre an Schutzbefohlenen, dies wurde von einigen Eltern und auch Schülern damals mit der Internatsleitung besprochen. Dieser Erzieher wurde zwar für die Dauer von ca. einem Jahr versetzt (man gab vor, wegen Alkoholproblemen, zuvor gab es aber mindestens zwei Gespräche bezüglich sexuellem Missbrauch), kehrte danach allerdings wieder an dieselbe Stelle zurück. Er missbrauchte erneut über Jahre Schutzbefohlene.
Dieser Orden ist übrigens direkt dem Vatikan unterstellt und spielt heute Katz und Maus mit den zahlreichen Betroffenen von sexuellem Missbrauch vor 20 - 30 Jahren an diesem Internat in Homburg. Eine Aufklärung hat bis heute nicht im Geringsten stattgefunden, ausser von Betroffenen, die sich seit 8 Monaten (!!) in den Foren der dort erscheinenden Saarbrücker Zeitung zu den Vorfällen äussern. Man will nach wie vor von allem nichts gewusst haben, obwohl es nachweislich einige ernste Gespräche von Ordensoberen mit Schülern gegeben hat. Ihnen wurde notfalls auch schon einmal mit Schulverweis gedroht, um die Geheimnisse geheim zu halten. Die hohen Herren haben sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und spielen auf Zeit.
Aktuell wurde der Elternschaft und auch den räumlich zuständigen Bistümern von einem Mitglied dieses Ordens gedroht, zur Not würde man das Johanneum "abwickeln". Kritische Eltern wurden verhörähnlichen Gesprächen ausgesetzt, die nur eins zum Ziel hatten: Einschüchterung.
Der Vatikan bzw. der Papst hat sich vorgestern zu den kürzlich Verschütteten in dem chilenischen Bergwerk geäussert, zu einer kleinen Stellungnahme der zahlreichen Missbrauchsfälle in Deutschland brauchte er Monate.
Wir als Betroffene würden es begrüßen, wenn sich die Sueddeutsche Zeitung dieses Skandals im Saarland annehmen würde. Die dort ansässigen Medien sind, warum auch immer, seit einiger Zeit völlig gleichgeschaltet.
Ich stehe gern
Lessing:
Ganz geschwiegen, oder ganz mit der Sprache raus.
Die konsequente Inkonsequenz - die RKK.
Die erste Regel ist schweigen!
Das kanonische Recht ist für römische Katholiken. Die Mitgliedschaft ist freiwillig. Ende der Durchsage.
............. weil ich Zitat aus dem Artikel kopiert hatte, das allerdings bei schnolfi nachzulesen ist!
Danach schrieb ich dann:
Nicht nachvollziehbar, was da geschrieben steht, die Zusammenhänge sind es auch nicht!
Ich kann den Vatikan nicht mehr verstehen, den Papst natürlich auch nicht. Es wird bei der gesamten Kirche großer Schaden angerichtet, wobei ich nun doch mehr betonen will, dass es kaum noch Gemeinsamkeiten zwischen der KK und der ev. Kirche gibt - da liegen Welten dazwischen. Ich glaube auch nicht mehr an die Ökumene, da der Graben zwischen beiden Kirchen nur immer größer werden kann"
Paging