Unfall in Japan Limousine von Regierungschef Abe verursacht Crash

Bremspanne mit Folgen: Japans Regierungschef Shinzo Abe war unterwegs zu einer Kundgebung, als sein Fahrer das Blinken des vorausfahrenden Fahrzeugs zu spät bemerkte. Gleich mehrere Autos krachten in die Politiker-Limousine.

Die Eskalation auf der koreanischen Halbinsel beschäftigt Politiker rund um den Globus, eine Lösung hin zur Entspannung drängt. Insofern scheint es durchaus nachvollziehbar, dass Japans Regierungschef Shinzo Abe das Thema Nordkorea zur Eile anhielt, als er zu einer Kundgebung fuhr. Dabei hatte es seine Entourage jedoch so eilig, dass am Ende zwei Leichtverletzte und jede Menge verbeultes Blech standen.

Nach Polizeiangaben prallte Abes Limousine am Samstag in Tokio auf einen vorausfahrenden Polizeiwagen, als dieser an einer Mautstelle plötzlich bremste. Zwei weitere Polizeiwagen und ein Fahrzeug mit Reportern waren ebenfalls in den Crash verwickelt. Bei dem Auffahrunfall wurden zwei Leibwächter, die in dem ersten Polizeiwagen saßen, leicht verletzt. Abe selbst kam mit dem Schrecken davon.

Der Politiker war unterwegs zu einem Park im Zentrum der Hauptstadt. Dort gab es örtlichen Medienberichten zufolge eine Kundgebung, bei der Nordkorea aufgefordert wurde, während des Kalten Krieges entführte japanische Staatsbürger freizulassen.

Japan war in jüngerer Vergangenheit neben den USA einer der schärfsten Kritiker der nordkoreanischen Drohgebärden. Das Regime hatte die Weltpolitik unter anderem mit einem Atomwaffentest im Februar in Alarmbereitschaft versetzt. Seitdem provoziert Machthaber Kim Jong Un wöchentlich: Mal ruft er gegen Nachbar Südkorea den "Kriegszustand" aus, mal droht er den USA mit einem präventiven Atomschlag.

Zuletzt hatte Nordkorea angekündigt, einem im Land inhaftierten US-Bürger vor dem Obersten Gericht den Prozess zu machen. Pae Jun Ho war vor etwa einem halben Jahr festgenommen worden, ihm wird vorgeworfen, an einem Sturz der kommunistischen Führung gearbeitet zu haben.