Die Prüfer sind fertig, der Ärger geht weiter: Am Donnerstag übergeben die Schweizer Experten das Gutachten des Stuttgart-21-Stresstests. Sie haben geprüft, ob der geplante Tiefbahnhof wirklich leistungsfähiger ist als der jetzige Kopfbahnhof. Die Gegner drohen mit einem Boykott der Präsentation. Warum? Und wie geht es jetzt weiter? Antworten auf wichtige Fragen.
Der Stresstest ist abgeschlossen - was wurde geprüft?
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Schlichter Heiner Geißler bei einem Vorgespräch zur Stresstest-Präsentation: Geißler fordert Transparenz, aber die Gegner wollen mehr. (© dpa)
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Die Bahn baut Stuttgart 21 unter der Prämisse, zukünftig einen leistungsfähigeren Hauptbahnhof zu haben. Morgens, in der Hauptverkehrszeit zwischen sieben und acht Uhr, soll er 49 Züge abfertigen können - und mehr. Das wären mindestens 30 Prozent Steigerung gegenüber dem jetzigen Kopfbahnhof, in dem aktuell 37 Züge abgefertigt werden.
Die Gegner halten diese Verbesserung für illusorisch. In der Schlichtung gab es deshalb einen Kompromiss: Die Bahn sollte die Leistungsfähigkeit von S21 mit einer Computersimulation nachweisen. Also erschuf sie mit Hilfe von komplexer Software einen virtuellen Bahnknoten mit Tausenden Weichen, Signalen und Gleisen sowie einen Fahrplan, der für das Jahr 2020 realistisch ist. Bei der Gestaltung hatte die Landesregierung ein Mitspracherecht. Dann wurden 100 Betriebstage simuliert.
Schließlich übergab die Bahn ihre Daten an das renommierte Verkehrsberatungsunternehmen SMA. Die Schweizer Experten durchleuchteten den Stresstest daraufhin auf seine Richtigkeit und Nachvollziehbarkeit. An diesem Donnerstag übergeben sie ihre Bewertung an das Land und die Bahn.
Warum ist der Stresstest so bedeutsam?
Die Schlichtungsverhandlungen im Herbst 2010 waren mehr als nur der Versuch, die Gegner und Befürworter eines geplanten Bahnhofs an einen Tisch zu bekommen. Nicht zuletzt die Deutungshoheit von Schlichter Heiner Geißler ließ daraus ein Demokratiemodell werden, mit Strahlkraft weit über Baden-Württemberg hinaus. Die rekordverdächtigen Einschaltquoten des TV-Senders Phoenix, der die Schlichtung live übertrug, zeugten von einem außerordentlichen Interesse der Bürger.
Am 30. November 2010 verkündete Geißler seinen Schlichterspruch - doch damit war das Modell noch nicht beendet. Die Schlichtung lebte durch den Stresstest weiter. Beide Seiten hatten sich auf ihn als Knackpunkt geeinigt. Von den übrigen Details des Schlichterspruchs - die Umsetzung der Bäume im Schlossgarten, offene Parkflächen im frei werdenden Stadtgebiet - war schnell keine Rede mehr.
Die Hoffnungen der Gegner ruhten fortan auf dem Stresstest. Die Grünen sprachen noch am Abend ihres historischen Wahlsieges über die Chance, ein negatives Ergebnis könne Winfried Kretschmann eine Peinlichkeit ersparen: als grüner Ministerpräsident den Bau von S21 zu begleiten, obwohl ihm die Ablehnung des Projekts das Amt eingebracht hatte.
Auch die Bundespartei wartet gespannt auf das Ergebnis. Manch einer ihrer führenden Köpfe möchte derzeit lieber kein Interview geben, bevor klar ist, zu welcher Einschätzung die Gutachter gekommen sind. Zu groß scheint die Gefahr, dass den Grünen nach dem Atomausstieg ein weiteres Thema abhandenkommen könnte. Als Partei mit Regierungsambition können sie sich keine Fundamental-Opposition leisten. Das war bei Angela Merkels Energiewende so, und das wäre bei einem positiven Gutachten und einem Plazet von Heiner Geißler wohl nicht anders.
Aber auch für Union und FDP ist der Stresstest von Bedeutung: Sie könnten ein positives Urteil als Beweis dafür verwenden, dass die schwarz-gelbe Vorgängerregierung in Baden-Württemberg recht damit hatte, an S21 festzuhalten - obwohl die eigenen Beamten des damals zuständigen Innenministeriums Zweifel formuliert hatten.
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Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
Von Boris Palmer kam der Vorschlag, durch die renommierte Schweizer SMA den Streßtest von Stuttgart 21 überprüfen zu lassen. Jetzt fiel das Votum positiv aus und Palmer erweist sich als schlechter - undemokratischer - Verlierer. Störungen seien nicht überprüft worden. Die Münchner S-Bahn weiß, daß der Winter wieder und wieder einbrechen wird, aber jedesmal herrscht nach dem 1. Schnee Chaos. Weil man nicht planen kann, wann und wo eine Störung eintritt!
Grund für den Rückzieher Palmers scheint mir eher seine Zugehörigkeit zur Dagegen-Partei und sein Familien-Image zu sein: schon sein Vater war als "Rebell vom Remstal" gegen alles und jedes. Da kann sein Sohn, obwohl Tübinger OB, nicht plötzlich
bürgerlich oder gar "vernünftig" werden.
Endlich sechts mol oiner wias isch.
Der Stuttgarter Bahnhof hat gut funktioniert und war obendrein einer der pünktlichsten in Deutschland.Obwohl an den Gleisanlagen fast ständig gearbeitet wurde.Warten wir ab ob das mit halbierter Kapazität und einzelnen separaten unterirdischen Spuren auch so gut laufen wird. Ständig beleuchten und ständig belüften,heizen,kühlen(Wir erinnern uns an die bei 30 grad celsius überforderten Klimaanlagen) das ist ökologisch unklug.Wir stehen ja auch unter Terrordrohungen,da erscheint es nicht eben sinnvoll derartig anfällige Konstruktionen als potentielles Ziel zu bauen.Natürlich funktioniert ein Durchgangsbahnhof immer besser im Bezug auf Weichenstellung und Aufenthaltszeiten.Ist halt eigentlich in Stuttgart nicht drin.Der Gewaltakt des "Tieferlegens" des Bahnhofs steht in keinem Verhältnis zum zu erwartenden Nutzen.Profitieren werden nur einige der "Drahtzieher" dieses volksverachtenden Projekts.Die mitlaufenden Befürworter sollten sich einmal fragen wer vom jeweiligen Ausgang dieser Affäre in welcher Form profitieren kann.Sie sollten sich auch fragen:"Wäre ich bereit für eine Sache aus der ich keinen materiellen Nutzen habe auf die Strasse zu gehen und evtl.ein paar Prügeleinheiten zu beziehen von den angeblichen Ordnungskräften?"Der Deutsche war oft genug Handlanger skrupelloser Geldgeier,in erster Linie wegen der Hurra -Deutschland-Mentalität von Figuren wie el Poste und anderen Vollpfosten.
Hier eine Zusammenfassung der Kostenentwicklung zu S21.
http://www.fr-online.de/wirtschaft/spezials/stuttgart-21/manager-warnte-vor-mehrkosten/-/4767758/8691102/-/view/asFirstTeaser/-/
Sie ignorieren etwas völlig anderes:
"Besonders den links und grünorienierten deren Bildungsniveau nicht auf dem höchsten Stand ist"
Gerade in Uni-Städten ist die Wahlquote der Grünen am höchsten. Warum wohl?
"Wenn Sie die Wissenschaft anzweifeln dann können sie auch nicht mitreden"
Unfug! Was sind wissenschaftliche Erkenntnisse? Wie oft wurden diese im Laufe der Zeit revidiert? Was ist eine sichere Aussage? Ihr Gesülze bestimmt nicht.
"Ignoriert den Pöbel!"
Nun, das ist weitaus mehr "hetzerisch" als die Argumente der S21 Gegner.
Und bei der Bahn angestellt? Dann sehen Sie besser zu, daß die Bummelzüge mit Ihrer wissenschaftlichen Intelligenz besseren Service bieten als eine überteuerte Haltestelle, TuMas
Danke im Voraus,aber diese Rechnung ist mir schon klar,nur ist auch mir bekannt das es immer noch die Unbekannte ist. Jeder Bahnhof muss auch gewartet werden,die Stromleitungen,die Gleise und die Signaleinrichtungen. Also stehen nicht immer 8 Gleise zur Verfuegung,der nur Eingleisige S- Bahnanschluss ist fuer mich das Haupthinderniss,es muessten da mindestens Zwei Gleise da sein. Ich weiss auch das bei der derzeitigen Planung,der Bahnhof Abschuessig sein soll. Die U- Bahnhoefe haben immer zum Bahnhof Bergauf und heraus Bergab weil sie so schneller ein und ausfahren koennen. Auch ist mir bekannt das die Kopfbahnhoefe nicht mehr Zeitgemaess sind,sie haben ihre eigene Problematik,aber diese Dinge sind allgemein bekannt.
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