atomkraftwerk krümmel vattenfall

Krümmel (Deutschland) 2007/2009

Im Atomkraftwerk Krümmel brannte am 28. Juni 2007 ein Transformator, das Feuer konnte erst nach zwei Tagen vollständig gelöscht werden. In der Folge war der Meiler 30 Kilometer südlich von Hamburg fast zwei Jahre lang nicht in Betrieb. Nach mehr als 200 technischen Änderungen erteilte das für die Atomaufsicht zuständige schleswig-holsteinische Sozialministerium dem Betreiber Vattenfall am 19. Juni 2009 die Genehmigung zum Wiederanfahren des Reaktors. Nach zwei weiteren Störfällen innerhalb von nur zwei Wochen gab es am 4. Juli 2009 wegen einer Störung in einem Maschinentransformator eine Reaktorschnellabschaltung.

Die Schnellabschaltung führte in Hamburg zu massiven Störungen und Einschränkungen. Rund 1500 von 1800 Ampelanlagen fielen vorübergehend aus. Die Wasserversorgung wurde durch ausfallende Pumpen und darauffolgende Wasserrohrbrüche im Westen der Stadt beeinträchtigt; Tausende Hamburger waren in der Nacht ohne Wasser. Auch die Aluminiumwerke und die Stahlwerke waren von Stromausfällen betroffen. Geldautomaten funktionierten nicht mehr.

Das Atomkraftwerk Krümmel ging erstmals im Jahr 1983 in Betrieb.

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17. Juli 2008, 16:32 2008-07-17 16:32:00  ©