Silvana Koch-MehrinKarriere mit Knick

FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin galt als Nachwuchshoffnung ihrer Partei: Im EU-Parlament inszenierte sie sich gekonnt als Expertin für Frauen, Kinder und Familie. Mit ihrer in Teilen plagiierten Doktorarbeit begann der Abstieg der Spitzenliberalen.

Die Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin galt als Nachwuchshoffnung der FDP: Im EU-Parlament inszenierte sie sich gekonnt als Expertin für Frauen, Kinder und Familie. Doch dann geriet sie mit ihrer Doktorarbeit unter Plagiatsverdacht. Jetzt hat sie daraus die Konsequenzen gezogen.

Der designierte FDP-Vorsitzende Philipp Rösler mit der Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin: Die Doktorarbeit der 40-Jährigen war ins Visier der Plagiatssucher im Internet geraten. Auf dem Portal "VroniPlag" wollen die anonymen Macher mehrere Stellen gefunden haben, die nicht wissenschaftlich korrekt ausgewiesen sind. Wochenlang schwieg Koch-Mehrin zu den Vorwürfen. Am Abend des Tages, an dem die Uni Bayreuth ihren Abschlussbericht zu der fehlerhaften Dissertation von Karl-Theodor zu Guttenberg vorstellte, zog dann die FDP-Politikerin die Konsequenz: Sie erklärte ihren Rücktritt von allen politischen Führungsämtern in der Partei.

Wenige Wochen später entzog die Uni Heidelberg der Freidemokratin den Doktortitel.

Bild: dpa 13. Juli 2009, 11:222009-07-13 11:22:00 © sueddeutsche.de/hai