"Kainsmal" auf Krafts Stirn, "faules Ei", "linke Regierungsbande": Union und FDP finden für die Wahl von Hannelore Kraft krasse Worte. Die neue NRW-Ministerpräsidentin schafft, was Angela Merkel nicht gelungen ist: Schwarz-Gelb zu einen.
Man müsse, sagt CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt, schon "mit aller Macht" deutlich machen, worum es gehe. Als der Satz gegen Ende der Pressekonferenz fällt, ist eigentlich schon klar geworden, dass hier mit aller Macht etwas demonstriert werden soll.
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Die Generalsekretäre Christian Lindner (FDP), Hermann Gröhe (CDU) und Alexander Dobrindt (CSU) im Konrad-Adenauer-Haus; blendender Laune posiert das Trio vor einem roten Plakat mit der Aufschrift: "So linkt Rot-Grün." (© rtr)
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Dobrindt und FDP-Generalsekretär Christian Lindner sind zu ihrem Kollegen Hermann Gröhe ins Berliner Konrad-Adenauer-Haus gekommen; blendender Laune posiert das Trio vor einem roten Plakat mit der Aufschrift: "So linkt Rot-Grün."
Darunter sind Zitate der neuen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zu lesen, die einen Wortbruch der SPD-Politikerin belegen sollen. Kraft soll offenkundig schaffen, was Angela Merkel bisher nicht gelungen ist: die schwarz-gelbe Koalition zu einen.
Er habe sich nicht träumen lassen, einmal eine Pressekonferenz in der CDU-Zentrale zu geben, räumt Lindner ein, und dankt eifrig für die Gelegenheit, hier Einigkeit demonstrieren zu können. Einig sind sich die drei Generalsekretäre in der totalen Gegnerschaft zur Minderheitsregierung in Düsseldorf.
"Rot-Grün beginnt mit einem Wortbruch", sagt Gröhe und verweist auf eine Äußerung Krafts im März, wonach man NRW nicht mit Tolerierung regieren könne. Gar ein "Kainsmal" auf Krafts Stirn macht Dobrindt aus, beschimpft sie als "faules Ei" und spricht von einer "linken Regierungsbande". Lindner hält sich mit Pöbeleien zurück, beklagt aber, nun werde in Düsseldorf Politik für diejenigen gemacht, die "sich Vorteile vom Staat erhoffen".
Wenige Stunden zuvor ist eine Stern-Umfrage bekannt geworden, wonach Union und FDP im Bund zusammen nur noch auf 35 Prozent hoffen können. Die schlechten Werte seien eine "Herausforderung zu zeigen, was in Nordrhein-Westfalen blüht", erläutert Gröhe.
Einig ist sich das Trio überdies, dass der Verlust der schwarz-gelben Mehrheit im Bundesrat kein Grund zur Zurückhaltung sein kann. Das Düsseldorfer Feindbild lässt auch die vielen Koalitions- Konflikte in einem milderen Licht erscheinen. Christian Lindner kann sich da plötzlich nur noch an "kleine Punkte" erinnern.dbr
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(SZ vom 15.07.2010)
Wahlkampffinanzierung in den USA
haben endlich einen gemeinsamen Baum gefunden, an dem sie Borstenpflege betreiben können. Es hat sich viel anges(t)aut bei den wunderbaren Freunden.
"Und der Herr machte ein Zeichen an Kain, dass ihn niemand erschlüge, wer ihn fände." (1.Moses 4,15)
kriegen in ihrem eigenen Kramladen nichts geregelt und da fällt ihnen nichts besseres ein, als sich "wenigstens" gegen Dritte zusammenzuraufen und wie Geier über Krafts mutiger und demokratisch anstandslos legitimierter Minderheitsregierung in NRW zu kreisen, um mit der längst verblichenen "linken" Karte und mit Misserfolge vorauswünschender Häme darüber hinwegzutäuschen, dass sie selbst in ihren Koalitionen ihre Hausaufgaben bis heute nicht gemacht haben und noch nie über tragfähige gemeinsame Konzepte verfügten.
Aber diese billige und dümmliche Comedy zu Lasten und auf Kosten anderer werden ihnen die Bürger und Wähler mehrheitlich nicht mehr abkaufen, jedenfalls nicht ein zweites Mal.
Möchte behaupten dass keiner der Drei von einem jeweils anderen einen Gebrauchtwagen kaufen würde, ich übrigens auch nicht.
Irgendwie scheinen die Herren sich um die Nachfolge von FJS zu streiten. Zum politischen Aschermittwoch mag das ja noch gehen, aber es scheint nun in Bayern zur poilitischen Alltagskultur zu werden. Na denn, Gute Nacht!
@annowitt: Da hab ich mich gestern im selben Zusammenhang schon drüber aufgeregt. Der Herr D. von der CDU darf die Ministerpräsidentin eines Bundeslandes in der SZ beleidigen, aber wenn ein Kommentator das dann mit ihm macht wird es zensiert. Sehr seltsames Verhalten, man könnte meinen die SZ schämt sich für diese Bayern.
sticht ja durch besondere Primitivität und Verrohung in der Sprache immer wieder der CSU - Generalsekretär heraus. Diesmal also eine gewisser "DobRINDT". Es hat in dieser Partei wohl Tradition, daß deren Generalsekretäre immer wieder mit Dreck werfen, um offensichtlich fehlendes politisches Niveau damit zu kompensieren.
Paging