Rüstungsdeal Südkoreaner wollen mit US-Spionagedrohnen aufrüsten

Vier Drohnen des Typs Global Hawk RQ-4 will Südkorea bei den Amerikanern kaufen. (Im Bild: eine RQ-4-Drohne bei einer Präsentation im PiO Exhibition Center in Tokio im Jahr 2010)

(Foto: Getty Images)

Umstrittener Deal: Die USA wollen ihrem Verbündeten Südkorea vier Spionagedrohnen verkaufen, mit denen er den verfeindeten Norden besser ausspähen kann. Diese Pläne sind nicht neu - und werden in den USA kontrovers diskutiert.

Interesse soll Südkorea schon vor vier Jahren angemeldet haben, nun erwägen die USA den Verkauf von Spionage-Drohnen an ihren Verbündeten. Mit diesem Rüstungsdeal wollen sie Südkorea im Konflikt mit dem Nachbarn Nordkorea aufrüsten. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Die Regierung von Präsident Barack Obama setzte den US-Kongress am vergangenen Dienstag - wie vom Gesetz vorgeschrieben - von dem Vorhaben in Kenntnis.

Südkorea wolle vier Drohnen vom Typ RQ-4 "Global Hawk" des US-Herstellers Nothrop Grumman zum Preis von 1,2 Milliarden Dollar kaufen und damit seine Überwachungskapazitäten ausbauen.

Ein "hochprovokativer Akt"

Seoul hat seit längerer Zeit Interesse an dem System, in den USA wird das Vorhaben seit langem kontrovers diskutiert. "Global Hawk" kann mutmaßlich aus großer Höhe mobile und immobile Ziele auch bei schlechtem Wetter ausspähen.

Beobachter schließen nicht aus, dass ein Verkauf der unbemannten Kleinflugzeuge an Südkorea ein Wettrüsten in der Region nach sich ziehen könnte.

Nordkorea hatte Mitte Dezember mit dem Start einer Rakete scharfe Kritik der Staatengemeinschaft auf sich gezogen. Die USA, Südkorea, Japan und andere Länder vermuten den militärischen Test einer Waffe, die mit Atomsprengköpfen bestückt auch die USA erreichen könnte.

Die USA und die Vereinten Nationen hatten den Start einen "hochprovokativen Akt" genannt, der gegen UN-Resolutionen verstoße. Nordkorea zufolge wurde indes lediglich ein Wettersatellit ins Weltall gebracht.