US-Präsident Obama würdigt die Einigung der Euro-Partner bei der Griechenland-Rettung als wichtigen Schritt. Doch aus Athen kommt die Nachricht, dass das Haushaltsdefizit 2012 noch höher sein wird als gedacht - und in Deutschland mehren sich kritische Stimmen: Der Steuerzahlerbund warnt vor "inakzeptablen" Belastungen. CDU-Innenpolitiker Bosbach will dem Paket seine Zustimmung verweigern.
Die Einigung der Euro-Finanzminister beim Hilfspaket für Griechenland - sie wäre am Dienstag nicht zustande gekommen, wenn Angela Merkel in den monatelangen Verhandlungen nicht die Führungsrolle übernommen hätte. So sieht es zumindest Barack Obama: Der US-Präsident hat der Kanzlerin in einem Telefongespräch für ihr Engagement gedankt. Wie ein Sprecher des Weißen Hauses in Washington mitteilte, waren sich die Regierungschefs einig, dass die jüngsten Rettungsmaßnahmen ein wichtiger Schritt auf dem Weg hin zu einer Lösung der Krise in der Eurozone gewesen seien.
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Obama habe zugleich aber gemahnt, dass weitere Schritte folgen müssten, um ein Ausbreiten finanzieller Probleme einzelner Länder auf den gesamten Kontinent und darüber hinaus zu vermeiden. Die Euro-Finanzminister hatten am Dienstagmorgen neue Kredithilfen von 130 Milliarden Euro für Griechenland beschlossen. Die privaten Gläubiger sollen zudem auf Forderungen in Höhe von 107 Milliarden Euro verzichten.
Fraglich ist allerdings, ob sich genügend Banken, Hedge-Fonds und andere Finanzinstitute beteiligen. Die griechische Regierung hat mitgeteilt, dass an diesem Donnerstag im Parlament ein Gesetz verabschiedet werden soll, mit dem die privaten Gläubiger zu einem Forderungsverzicht gezwungen werden können, falls die Beteiligung am freiwilligen Schuldenschnitt zu niederig ausfallen sollte.
Ob das Hilfspaket der Euro-Gruppe und der Forderungsverzicht der Gläubiger die Pleite des hochverschuldeten Landes abwenden können, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Die Nachrichten aus Griechenland sind dabei nicht unbedingt ermutigend: Athen rechnet für 2012 mit einem noch höheren Haushaltsdefizit als bisher. Die Lücke werde wohl 6,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes betragen, hieß es am Dienstag auf der Internetseite des griechischen Parlaments. Ursprünglich hatte die Regierung für 2012 nur ein Defizit von 5,4 Prozent geplant, das Ziel habe aber aufgrund der verschärften Rezession korrigiert werden müssen.
Bosbach warnt vor dem Einstieg in die Haftungsunion
In Deutschland werden vor diesem Hintergrund verstärkt Stimmen laut, die das geplante Hilfspaket für das gebeutelte Griechenland kritisch sehen. So kündigte der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach an, dem zweitem Rettungspaket für Griechenland nicht zuzustimmen.
"Wir marschieren weiter mit großen Schritten in Richtung Haftungsunion und gehen dabei zu Lasten künftiger Generationen Risiken ein, die ich für unvertretbar halte", sagte der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses der Passauer Neuen Presse. Der Bundestag stimmt am Montag über die Entscheidung der Eurozonen-Finanzminister ab, weitere Hilfen in Milliardenhöhe für das hochverschuldete Griechenland freizugeben.
Bosbach hatte bereits im vergangenen Jahr mit seinem Nein zur Ausweitung des Euro-Rettungsschirms EFSF für Wirbel innerhalb der Union gesorgt. Kanzleramtschef Ronald Pofalla hatte seinen Parteifreund deshalb vor anderen Parlamentariern heftig attackiert.
Der Bund der Steuerzahler forderte den Bundestag auf, den neuen Milliarden-Hilfen für Griechenland nicht zuzustimmen. "Beim zweiten Griechenland-Paket sind die Steuerzahler einmal mehr die Verlierer", sagte Verbandspräsident Karl-Heinz Däke der Neuen Osnabrücker Zeitung.
Die Beteiligung der privaten Gläubiger muss seiner Ansicht nach viel höher ausfallen. "Denn schließlich haben die Banken bereits einen erheblichen Teil ihrer Risikopositionen über den öffentlichen Sektor entsorgt", sagte Däke weiter. Der in Aussicht gestellte Schuldenschnitt sei längst eingepreist.
Der Verbandschef kritisierte, es sei "inakzeptabel", dass die deutschen Steuerzahler inzwischen für bis zu 320 Milliarden Euro hafteten. "Wir brauchen mehr Reformen in den Schuldnerstaaten", sagte er. "Auch ein Euro-Austritt Griechenlands darf kein Tabu sein."
Auch der finanzpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Gerhard Schick, hält den Schuldenschnitt für Griechenland für nicht ausreichend. "Es wird eine weitere Runde geben und dann wird auch der Steuerzahler in die Tasche greifen müssen", sagte er der Neuen Osnabrücker Zeitung.
Positiv an dem in Brüssel beschlossenen 130-Milliarden-Hilfspaket sei, dass die Zinsen für Griechenland nun niedriger seien. "Aber wir müssen jetzt schleunigst dafür sorgen, dass sich die Hedgefonds beim Schuldenschnitt nicht aus der Affäre stehlen", sagte Schick. Zudem seien die Einsparungen sozial ungerecht: "Die Armen werden geschröpft, der Militärhaushalt bleibt viel zu hoch."
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(AFP/dapd/dpa/Reuters/gal)
Stockender Kita-Ausbau
... dass sie das "Geheimpapier" der TROIKA zugänglich gemacht hat. Diese Truppe hat in GRE intensiv wochenlang recherchiert und kommt zu einem Urteil, das alle teueren Versuche einer GRE-Rettung als - zumindest - "hochriskant" einzuft. Für wen? Nun, letztlich für den Steuerzahler und nicht ganz zuletzt natürlich für den deutschen Steuerzahler. Die Summen sind xfach diskutiert. Egal iwe man es wendet, es sind immer mehrere hundert Milliarden Euro.
Alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages sollten zumindest die kurzgefasste Einleitung dieses Berichtes vor dieser doch schon beinahe "schicksalhaften" Abstimmung lesen (www.scribd.com/doc/82247382/Greek-Sustainability-Proposal).
Ein schönes Beispiel dafür, wie Presse anscheinend funktioniert:
In Ihrer Printausgabe haben sie Standbilder aus dem we-thank-you youtube-video aus Griechenland verwendet und behaupten als Bildunterschrift in Ihrer Zeitung: "Das griechische Volk bedankt sich bei Europa für den Kredit und den Schuldenschnitt"
DAS ENTSPRICHT NICHT DER WAHRHEIT!
Wie man hier sieht, ist es nicht verwunderlich, welches Bild einige Menschen von dem momentanen Politikgeschehen haben.
Occupy Presse! - Sie haben eine Verantwortung an ihre Leser, nehmen diese aber rein offensichtlich nicht wahr! Mit der Nutzung von Bildern im falschen Kontext ist ihnen bewusste Verfälschung von Tatsachen vorzuwerfen, sollte sie unbewusst geschehen sein, sollte eine Richtigstellung in ihrer Printausgabe ja kein Problem darstellen.
Mit solchen Tatsachenverdrehungen machen sie sich selbst unglaubwürdig. Bei dem Gedanken daran, wie einflussreich Medien sind, wird mir unter dieser Hinsicht nurnoch schlecht!
Dieses Video drückt nicht aus, dass sich "das griechische Volk bei Europa für den Kredit und den Schuldenschnitt" bedankt, sondern dafür, dass auch weltweit viele Menschen aufstehen und auf Demos der Echte Demokratie Jetzt/ Occupy/ Global Change- Bewegung für die Menschen in Griechenland demonstrieren, Nachzuschauen unter : http://www.youtube.com/watch?v=Uvu-FxIWq_w
Ich verlange eine Richtigstellung in ihrer Printausgabe, um mir damit zeigen, dass sie sich ihrem Standpunkt als kritische, verantwortungsvolle und unabhängige Presse bewusst sind!!! :)
Wir brauchen die Volksabstimmung ueber die Griechenland-Rettung. Hier und in Griechenland. Seit Jahren wird darueber diskutiert was der richtige Weg ist (Selbstmord-Rettung oder Bankrott) aber noch hat niemand genuegend gewichtige Argumente fuer die Rettung gebracht um die Mehrheit der Bevoelkerung in beiden Laendern hinter sich zu bringen. Griechenland braucht kein Geld sondern ein Anti-Korruptions Gesetz.
Jeder haftet nur für das, was er zu verantworten hat.
Wofür haften unsere Politiker, die wider besseres Wissen oder Wollen Griechenland in eine Europäische Gemeinschaft aufgenommem haben, ohne die zwingend notwendigen Voraussetzungen vorher geschaffen zu haben?
Wenn ich an die Immobilien in London, die gebunkerten hunderte Milliarden Euros in der Schweiz, die steuerfreie größte Handelsflotte der Welt und die extreme Frühverrentung unserer armen geschundenen Griechen denke, komme ich mir in Deutschland wie ein I.d.i.o.t. vor. Und da gibt es hunderttausende armer Griechen, die die Suppe wirklich auslöffeln müssen? Und griechische Institutionen, die auf die Mitteleuropäer fluchen, die das "Rettungsgeld geben sollen", mit 67 in Rente sollen und die den Gürtel die nächsten Jahrzehnte enger schnallen müssen, um "Griechenland" zu "retten".
Sch... öne neue Welt.
Sch... politische Verantwortung von Politikern.
1. Wende Kernenergie, 180 Grad Wende gemacht und davongekommen
2. Gauck als BP: 180 Grad Wende und anscheinend auch davongekommen
3. und das ist jetzt das Wichtigste: Griechenland Miliarden: Dringend 180 Grad Wende erforderlich, man gibt keinem toten Gaul die Sporen, dmeit er schneller rennt. Da wurden schon genug Milliarden verpulvert und ide jetzige Charge reicht doch garantiert auch wieder nicht länger als 12 Monate.
Wo soll das Geld denn herkommen? Wer soll es verdienen und zu wessen Lasten wird dann an anderen Stellen gespart?
Insolvenzverschleppung ist nicht zu Unrecht in der Wirtschaft eine Straftat, dabei geht es dort nie um so hohe Summen wie in der Causa Graecia.
Die aktuelle Regierung verschleudert da Unsummen zum Nachteil künfiger generationen in Deutschland. Auch ohne diesen Unfug haben wir zu hohe Schulden, aber das scheint ja neimand mehr zu interessieren, schon gar nicht diesen Schäuble
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