Alle Mann mobilisieren: CDU-Kandidat Wulff klappert jeden Wahlmann, jede Wahlfrau ab. Im Kampf um die Präsidentschaft wird es eng. Und Ehefrau Bettina hat auch schon Ideen.
Christian Wulff will in den zwei Wochen vor der Wahl alles versuchen. Jeden Wahlmann, jede Wahlfrau der Liberal-Konservativen will der Präsidentschafts-Kandidat von Union und FDP besuchen, wirklich jeden. Der niedersächsische Ministerpräsident will nicht gegen Joachim Gauck scheitern, den Konservativen, den die Opposition aus SPD und Grüne aufgestellt hat.
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Macht sich auf den Weg durch Deutschland: Christian Wulff will vor der Wahl des Bundespräsidenten jeden Wahlmann und jede Wahlfrau besuchen. (© ag.ddp)
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Wulffs Argument: "Wenn sich die drei Parteien CDU, CSU und FDP von Anfang an auch für den ersten Wahlgang auf einen Kandidaten verständigen, ist das ein hohes Gut, eine Chance für Geschlossenheit, und das sollte jedem Beteiligten bewusst sein", so der CDU-Politiker in der Berliner Parteizentrale für einen Internet-Video-Chat.
Trotz der Dauer-Querelen in der schwarz-gelben Bundesregierung gibt er sich zuversichtlich. "Ich glaube, dass in der Mitte des Orkans immer ein gewisses stabilisierendes, ruhiges Zentrum ist, und dass man daraus auch jetzt die Ruhe entwickelt, sich einig zu werden, geschlossener zu werden, damit auch überzeugender zu werden."
Und dann bemüht Wulff, dessen Partei vor der Wahl des Nachfolgers von Horst Köhler am 30. Juni immer nervöser wird, den Fußball. Der Erfolg der deutschen Nationalelf bei der Weltmeisterschaft in Südafrika habe gezeigt, wie wichtig gutes "Teamwork" sei, sagt er. Dies gelte auch für die Politik. "Man muss sich nicht lieben, aber Stil, Respekt, Achtung und Wertschätzung müssten gewahrt bleiben." Beim 4:0-Sieg gegen Australien am Sonntagabend habe jeder deutsche Spieler "für und nicht gegen den anderen gekämpft".
Wulff betont im Chat, das Amt des Bundespräsidenten sei "außerordentlich reizvoll". Es sei "gut, wenn ein verhältnismäßig Junger Bundespräsident würde". Kanzler wolle er dagegen nicht werden. Die CDU-Spitze hält das schlechte Erscheinungsbild der Koalition für ein Alarmsignal. "Das muss ernst genommen werden", sagt CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe nach einer Sitzung der Parteigremien in Berlin. "Es bestand völlige Übereinstimmung, dass es so wie in den letzten Wochen nicht weitergehen kann."
Die CDU-Spitze rechnet trotz kritischer Stimmen aus der FDP mit Zustimmung der Koalition für Wulff bei der Präsidentenwahl. "Wir sind zuversichtlich", so Gröhe. Dies gelte auch für "den ersten Wahlgang". Ein Arbeitsstab in der CDU- Zentrale arbeitet dem Präsidentenkandidaten in Abstimmung mit CSU und FDP zu. Wulff will auch nach einer erfolgreichen Wahl als Bundespräsident weiter eine Seite im Internetnetzwerk Facebook behalten: "Der Bundespräsident gehört ins Netz." Ob er auch über den Kurznachrichtendienst "twittern" werde, wisse er aber noch nicht. Während Kontrahent Gauck alleine auf der größten für ihn initiierten Facebook-Seite annähernd 30.000 "Freunde" vereint, kommt der CDU-Ministerpräsident gerade einmal auf 1931.
Für Neuigkeiten sorgt auch Ehefrau Bettina Wulff: Sie will auch bei einem möglichen Umzug nach Berlin ins Schloss Bellevue das Landleben nicht aufgeben. "Wenn sich am 30. Juni entscheiden sollte, dass mein Mann Bundespräsident wird, dann müssen wir erst mal vorsichtig überlegen, wie wir die Familie in die Hauptstadt bringen", sagt die 36-Jährige in einem Interview mit stern.de. Sie hat zwei Kinder, der älteste Sohn geht in die erste Klasse. "Auf jeden Fall wird nichts übers Knie gebrochen. Großburgwedel ist und bleibt Heimatstadt", so die PR-Spezialistin. Ist doch mal eine konkrete Aussage.
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(sueddeutsche.de/jja/liv)
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Wulffs Wahlkampf kann man auch als einen typisch norddeutschen Versuch ansehen, die Wähler der Bundesversammlung einzuschüchtern. In welchem Maße in die Wahlfreiheit eingegriffen wird, kann man an der CSU sehen. Die CSU stellt dieses Mal keine Delegation aus Honoratioren auf, sondern eine Truppe echter Parteisoldaten mit Parteidisziplin, die den vorgegebenen Kandidaten aus Niedersachsen wählen sollen. Dies habe ich aus einem Blogg erfahren. Die Süddeutsche sollte hierüber vielleicht einmal genauer berichten, schließlich ist sie vor Ort. Man kann daraus deutlich erkennen, in welchem Maße die bayrische CSU von Niedersachsen aus instrumentalisiert werden kann. Den bayrischen Freistaat hat es immer nur auf den Grenzschildern gegeben, aber nie in der Realität. Vielleicht gelingt es der Süddeutschen sogar, Wahlmanipulationen der Bundesversammlung aufzudecken, die ich nicht für unwahrscheinlich halte.
Und an der Treue zu Großburgwedel kann man jetzt schon erkennen, Wulff wird nur ein Bundespräsident für Norddeutschland werden. Für Süddeutschland bleibt Wulff eine einzige Zumutung.
und zwar alle! vorher sollte nicht gewählt werden!
sueddeutsche.de/leben/prominente-tattoos-darf-eine-landesmutter-taetowiert-sein-1.387297?NEWSLETTER=taeglich
und zwar alle! vorher sollte man ihn nicht wählen!
sueddeutsche.de/leben/prominente-tattoos-darf-eine-landesmutter-taetowiert-sein-1.387297?NEWSLETTER=taeglich
Mister grau auf PR Tour.Kaum ein Sender der nicht Mister Langeweile versucht zu puschen.Man kann aus einem Esel eben kein Rennpferd machen!