Erstmals seit vier Jahren besucht ein deutscher Minister den Gazastreifen: Außenminister Westerwelle nennt bei seiner Visite Israels Abriegelung "inakzeptabel" - und verärgert zugleich die radikalislamische Hamas.
Heikle Mission im Nahen Osten: Guido Westerwelle hat als erstes deutsches Regierungsmitglied den Gazastreifen besucht, seitdem die radikalislamische Hamas die Macht in der Küstenregion übernommen hatte. Seit der Machtübernahme der Islamisten blockiert Israel die Versorgungswege in den Landstreifen - was der Bundesaußenminister nun mit deutlichen Worten kritisierte.
Westerwelle verlangt Ende der Gaza-Blockade
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Westerwelle forderte ein Ende der vier Jahren andauernden israelischen Blockade des Gazastreifens. Der FDP-Vorsitzende vor Journalisten: "Es ist inakzeptabel, 1,5 Millionen Menschen zu blockieren. Der Besuch ist ein klares Zeichen, dass wir die Menschen in Gaza nicht vergessen und nicht vergessen können." Import und Export lägen im Interesse aller und müssten daher wieder zugelassen werden, forderte Westerwelle. "Die Abriegelung stärkt die Radikalen und schwächt die Moderaten, das Gegenteil wäre richtig."
Der Minister forderte zugleich eine Freilassung des vor mehr als vier Jahren in den Gazastreifen entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit, dessen Eltern er am Sonntag getroffen hatte. "Lasst den jungen Mann nach Jahren der Gefangenschaft nach Hause reisen!", so Westerwelle. Es sei ein "Gebot der Menschlichkeit", dass er zu seiner Familie zurückehren könne.
Zu Beginn seines Besuchs besuchte der deutsche Außenminister eine Schule des Palästina-Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNWRA) in Gaza. Anschließend besichtigte Westerwelle im Gazastreifen eine Kläranlage, die mit deutschen Hilfsgeldern in Höhe von 20 Millionen Euro ausgebaut wird.
Die Führung der im Gazastreifen regierenden Hamas kritisierte Westerwelle, weil er bei seinem Besuch keine Repräsentanten der radikalen Organisation getroffen hat. Es sei "beleidigend", dass internationale Gesandte Treffen mit der Hamas-Führung in dem Palästinensergebiet verweigerten, sagte Hamas-Sprecher Kamal Schrafi. Hamas sei rechtmäßig vom palästinensischen Volk gewählt worden.
Hamas: Hegen Feindschaft nur gegen Israel
Wie Israel und die USA verweigert die Europäische Union Treffen mit Hamas, solange diese Israels Existenzrecht nicht anerkennt und der Gewalt nicht abschwört. Hamas hatte im Juni 2007 gewaltsam die Kontrolle im Gazastreifen übernommen. Im Jahr zuvor hatte die radikale Organisation die palästinensischen Parlamentswahlen gewonnen. "Die offiziellen Vertreter kommen nach Gaza und wollen niemanden treffen, das ist wirklich beleidigend", sagte Schrafi.
Hamas hege Feindschaft nur gegenüber Israel. "Wir begrüßen den Besuch jedes ausländischen Repräsentanten, vor allem des deutschen Außenministers im Gazastreifen." Es sei wichtig, dass ausländische Diplomaten und Besucher das Leid der Menschen in dem Küstenstreifen mit eigenen Augen sehen. Westerwelles Besuch sei immerhin ein Anzeichen dafür, dass die politische und wirtschaftliche Blockade des Gebiets bald enden werde, meinte Schrafi.
Lob für den Besuch im Gaza-Streifen bekam der Bundesaußenminister von Gregor Gysi, dem Fraktionsvorsitzenden der Linken im Bundestag. Er begrüße, dass Westerwelle als einer der ersten den Gazastreifen besucht und vor Ort das Ende der Gazablockade gefordert habe, sagte Gysi. "Dabei geht es nicht um die Hamas oder um irgendwelche Führungskräfte, sondern um die Bevölkerung, die im Gazastreifen lebt und die unter der Blockade schwer leidet."
(dpa/AFP/odg)
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@alkhaider, vielen dank das Sie die Auslassungen von calva u.ä. in ihre Einzelteile zerlegt und dank hervorragender Argumentation und Gegenbelegen bis auf die unterhose ausgezogen und völlig blamiert haben, wie so oft :-)
"Es würde mal interessieren wieviel Steuergeld insgesamt hier in Gaza verlocht wurde und was für Fortschritte damit gemacht wurden."
Nicht allzu viel, denn einserseits fliessen dorthin nichteinmal Bruchteile dessen was nach Israel geht (seit bald 6 Jahrzehnten), das was an Geld da ist kann kaum effektiv, schnell oder gar sinnvoll eingesetzt werden, weil die davon gekauften Güter zu 90% von ISR nicht nach Gaza gelassen werden und das wenige was dann dorch durchgeht und in jahrelanger mühevoller Arbeit aufgebaut wurde, wird regelmäßig vond er IDF plattgebombt.
Alleine beim letzten Überfall Israels entstanden Schäden von über 3 MILLIARDEN USD, im ohnehin vor allem wegen der israelischen Blockade bettelarmen Gazastreifen
"Außenminister Westerwelle nennt bei seiner Visite Israels Abriegelung "inakzeptabel"
Das sehen wohl mind. 95% der Weltbevölkerung incl. UN ebenfalls so, siehe auch UN Resolutionen, das Problem nur, Israel schert sich nicht darum, warum auch?, denn der Vetoschutz der treudummen USA ist ja stets garantiert und die milliardenschwere Finanz- und Militärhilfe fliesst ja bis heute und sogar mehr denn je.
"Westerwelle forderte ein Ende der vier Jahren andauernden israelischen Blockade des Gazastreifens"
So so, fordet er also, unser Guido, und womit will er denn bitte dieser Forderung Nachdruck verleihen?, etwa durch noch ein paar geschenkte U-Boote oder dürfen es diesmal auf Wunsch Israels eher die nagelneuen Fregatten sein?, gratis versteht sichs.
1. Gaza war NIEMALS unnabhängig. Es gab lediglich eine Umgruppierung der Truppen von innen nach aussen an die Grenzen und weiterhin tägliche Überfälle/Bombadierungen/Einmärsche/Bulldozertrupps/artilleriebeschuss der IOF nach Gaza.
2. Die Fatah unter Dahlan wurde von Amerika und iIsrael ausgebildet und ausgerüstet um gegen den Wahlsieger Hamas zu putschen. Der Pusch ging schief und die Putschisten verliessen Gaza.
3. Daran können wir uns schlecht erinnern, weil der iranische Prösident das nie gesagt hat. Würden Sie die SZ etwas aufmerksamer lesen, wüssten Sie das längst.
4. Die Fatah und PA sind korrupt. Deshalb wurden sie auch abgewählt. Und deshalb ist auch völlig aberwitzing, dass srael und die USA nun die Palästinenser zwingen wollen, diesen korrupten Quisling-Verein als legtime Führung anzuerkennen.
5. Es ist keine Frage ob Israel das gerne möchte oder nicht, die Blockade MUSS aufgehoben werden, weil sie gegen ALLE internationalen und hunaitären Rechtsvorschriften verstösst. Dass einem ein Rechtsverstoss nützlich ist, macht den Rechtsverstoss nicht legitim, ansonsten könnten wir alle Gefängnisse abschaffen und das Faustrecht wieder einführen. Der Iran akzeptiert jegliche Friedenslösung, die die Palästinenser treffen und ihn als faule Ausrede zu benutzen, um den Frieden zu verweigern zieht nicht.
6. Was die Welt NICHT braucht ist eine weitere sinnlose Konferenz. Das Angebot er arabischen Liga liegt seit Jahren auf dem Tisch. Entweder Israel nimmt es an oder es lässt es bleiben und setzt weiter auf Gewalt. Der Ball liegt bei Israel, das bisher JEDE Vereinbarung gebrochen und JEDES internationale Gesetz missachtet hat.
7. Die probleme der Palästinenser mit Israel lassen sich nur dadurch lösen, dass die Palästinenser als den JUDEN gleichwertig und gleichberechtigt betrachtet werde, was bisher NICHT dder Fall ist.. werden.
"[...]sobald etwas fertiggestellt wird, kommt die IOF und bombt es wieder platt"
Oder es kommt die Hamas und bombt es platt. So wie jüngst z.B. einen Freizeitpark.
Paging