Kölner Silvesternacht Zweifel am Innenminister

Für Ralf Jäger steht fest: Erst am 4. Januar war die Dimension der Gewalt rund um den Hauptnahnhof sichtbar. Doch nun widerspricht ihm einer seiner wichtigsten Mitarbeiter.

Von Kristiana Ludwig, Düsseldorf

Nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen in Köln und weiteren Städten in der Silvesternacht steht der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) weiter in der Kritik, die Öffentlichkeit zu spät informiert zu haben. Jäger hatte einen Bericht vorgelegt, dem zufolge die Polizei ihn zwar am 1. Januar um 14.36 Uhr mit einer sogenannten Meldung wichtiger Ereignisse über "elf Übergriffe zum Nachteil von jungen Frauen durch eine 40 bis 50 köpfige Personengruppe" informiert hatte, die dort als "Nordafrikaner im Alter zwischen 17 ...