Von Skandalen getrieben macht die katholische Kirche endlich ihre Hausaufgaben: Die Bischöfe reagieren mit neuen Leitlinien auf Missbrauchsfälle und sexuelle Gewalt. Die Krise der Kirche wird das aber nicht beenden.
Diesen Montag werden die katholischen Diözesanbischöfe sich in Würzburg versammeln und etwas Gutes tun. Sie werden ihre Leitlinien zum Umgang mit sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche verbessern, sie werden darüber beraten, was getan werden kann, damit diese Gewalt erst gar nicht geschieht.
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Vielleicht werden sie sogar in der heiklen Frage weiterkommen, wie die Opfer dieser Gewalt entschädigt werden können. Das ist aller Ehren wert: Die katholische Kirche macht, getrieben vom Skandal, ihre Hausaufgaben. Und trotzdem: Die gute Tat wird die Krise nicht beenden, in die die katholische Kirche geraten ist.
Die Kirchenkrise wird weitergehen, weil sie so tief reicht, dass sie mit neuen Leitlinien gegen sexuelle Gewalt nicht zu beenden ist. Bischöfe wie Gerhard Ludwig Müller aus Regensburg beklagen, dass es den Kritikern innerhalb und außerhalb der Kirche nicht nur darum geht, sexuellen Missbrauch aufzudecken - er hat insofern recht, als dass unter dem Skandal um von Priestern und Ordensleuten verübte sexuelle Gewalt die tiefere Agonie der katholischen Kirche liegt und benannt werden muss.
Diese Kirche steht nicht allein wegen der Missbrauchsfälle derart in der öffentlichen Kritik. Es werden nicht allein deswegen dieses Jahr 200.000, vielleicht sogar mehr als 300.000 Menschen aus der Kirche austreten. Die Leute treten nicht aus, weil Kirchenmitarbeiter Verbrechen begangen haben. Sie gehen, weil ihnen die gesamte Institution unglaubwürdig geworden ist und der Skandal den letzten Anstoß zum Austritt gegeben hat.
Die Kirche hätte auch jetzt den Menschen viel zu sagen - sie suchen ja nach jemandem, der über Sinn und Glauben und die existentiellen Dinge des Lebens redet. Stattdessen verdunstet die Glaubwürdigkeit der größten Institution des Landes wie im Aralsee zwischen Kasachstan und Usbekistan das Wasser. Selbst ein guter Teil der Kirchenmitglieder glaubt nicht mehr an die Lehre von der Auferstehung der Toten, dass Jesus also leibhaftig vom Tod erstand - und weiß nicht mehr, ob es nun sieben oder zehn Gebote gibt.
Geht es um Homosexualität, Verhütung, das Gelingen und Scheitern von Beziehungen, ist die katholische Kirche sprachlos; geht es um die Grenzbereiche zwischen Tod und Leben, droht sie sprachlos zu werden. Ihre Priester genießen durchaus Ansehen, es gibt aber immer weniger von ihnen, und wer heute noch ins Priesterseminar geht, versteht sich oft als heiliger Außenseiter; es gibt nur wenige Persönlichkeiten, die anstecken, mitreißen, öffentliche Debatten mitbestimmen.
Das eine predigen, das andere leben?
Die Missbrauchskrise hat eine Kirche in der geistigen und geistlichen Defensive getroffen. Die Vorgänge um den zurückgetretenen Bischof Walter Mixa haben gezeigt, wie abgründig gerade der geistliche Mangel werden kann: Da predigt einer das eine und lebt das andere - wer soll denen noch glauben?
Gerade in dieser Situation müsste die Kirche Mut beweisen, müsste die kritischen Geister in ihren Reihen hören und fördern, die Dissidenten aus Loyalität heraus. Die Bischöfe müssten mutig und kreativ werden, das Undenkbare denken, wie das Papst Johannes XXIII. tat, als er, geradezu überrascht von sich selbst, das Zweite Vatikanische Konzil einberief.
Auch der Kirche in Deutschland würde nun eine Zukunftskonferenz guttun, auf der die Glaubens- und Vertrauenskrise offen diskutiert werden kann. In gut geführten Unternehmen gibt es die "obligation to dissent", die Pflicht zum Widerspruch um der Sache willen.
Die Bischöfe haben, eine gute Woche vor ihrer Würzburger Versammlung, Michael Broch zum Rücktritt von seinem Amt als geistlicher Direktor der katholischen Journalistenausbildung gedrängt, weil der ein papstkritisches Interview gegeben hat. Es ist das Gegenteil der "obligation to dissent": die Reihen schließen, Kritiker zu Feinden erklären und ausschließen. Die Krise der katholischen Kirche geht weiter.
Zoff im Bundesgerichtshof: Eine Personalie führt zu heftigen Verwerfungen – die Akte Karlsruhe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(SZ vom 23.08.2010/liv)
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Parteispender 2010
Putin, der "Alpha-Rüde"
Politiker und ihre Pannen
wird sich nie ändern!Gefangen in der eigenen (Selbst) Herrlichkeit und Macht.
Sie versucht immer noch krampfhaft sich als moralische Instanz zu präsentieren.
Keinerlei Fähigkeit zur Selbstkritik und unfähig mit Kritik umzugehen.
Früher als die Kirche als einziger Hort der Bildung funktionierte konnte sie Inhalte kontrollieren.Heute geht das nicht mehr.
Der Mensch ist zu eigenständigen Denken fähig.Mit dem kommt die Kirche bis heute nicht klar.
Veraltete Vorstellungen.Man akzeptiert stillsschweigend den Tod von Säuglingen um auf das Verbot von Verhütungsmittlen und Abtreibungen zu bestehen.
Wie lange dauert es noch bis auch die letzten "Schäfchen" aufwachen und erkennen ?!
wer glaubt, daß ein vor mehr als 2000 Jahren ans Kreuz geschlagener Mensch, dessen historische Existenz zweifelhaft ist, ihm ein ewiges Leben garantiert und seine Sünden vergibt, wird eigentlich alles glauben können. Da ist der Glaube an den Osterhasen doch reine Naturwissenschaft. Daß dieser Aberglaube so große Verbreitung hat, läßt für die Zukunft dieser Spezies nicht allzuviel Gutes erwarten.
Wahrer Glaube bedingt keine Kirchenmitgliedschaft...
"...denn welche der Geist Gottes treibt,
die sind Gottes Kinder"
Römer 8,14
"Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er,
der Herr des Himmels und der Erde,
wohnt nicht in Tempeln,
die mit Händen gemacht sind."
Apostelschichte 17,24
Heute leben wir als "einsame und einfache Christen", nach den Worten von Jesus:
" Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen,
da bin ich mitten unter ihnen."
Matthäus 18,20
Text aus dem Kommentar:
"Selbst ein guter Teil der Kirchenmitglieder glaubt nicht mehr an die Lehre von der Auferstehung der Toten, dass Jesus also leibhaftig vom Tod erstand ."
Gerade dieses Suchen, was denn nach dem Tod sein wird, hat uns im schlimmsten Leid zum christlichen Glauben gebracht. Und wir sind ausgetreten von unserer Kirche, da wir weder Hilfe noch Trost erfahren haben und leben heute ohne Kirche, ohne Glaubensgemeinschaft.
Kraft gaben uns die Worte der Bibel, dass Jesus, der Erstgeborene von den Toten ist.
" Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde.
Er ist der Anfang,
der Erstgeborene von den Toten,
damit er in allem der Erste sei."
Hilfe waren uns auf der Suche auch Menschen, die klinisch tot waren und reanimiert wurden.
Siehe Videos auf YouTube:
"Leben nach dem Leben"
"Besuch im Jenseits"
"Ein Fuß im Jenseits"
"Der Weg ins Licht".
Warum können die Kirchenoberen die Menschen nicht damit trösten, dass es eine sichtbare und eine unsichtbare Welt gibt, so wie dies Paulus im 2.Kor.4,18 schreibt:
"..uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare,
sondern auf das Unsichtbare.
Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich;
was aber unsichtbar ist, das ist ewig."
Die Kirchenoberen fürchten, dass Menschen ohne Kirche zum Glauben finden könnten. Sie fürchten um ihre Pfründe und um ihre hohen Gehälter.
Dietrich Bonhoeffer schrieb:
"Daran entscheidet sich heute Gewaltiges,
ob wir Christen Kraft genug haben,
der Welt zu bezeugen,
dass wir keine Träumer und Wolkenwandler sind.
Dass wir nicht die Dinge kommen und gehen lassen, wie sie nun einmal sind.
Dass unser Glaube wirklich nicht das Opium ist,
das uns zufrieden sein läßt,
inmitten einer ungerechten Welt.
Sondern daß wir gerade, weil wir trachten, nach dem was droben ist,
nur um so hartnäckiger und zielbewußter protestieren auf dieser Erde.
Muß es denn sein, daß das Christentum,
das einstmals so ungeheuer revolutionär begonnen,
nun für alle Zeiten konservativ ist ?
Dass jede neue Bewegung ohne die Kirche sich Bahn brechen muß,
dass die Kirche immer erst zwanzig Jahre hinterher einsieht,
was eigentlich geschehen ist."
Heute leben wir einen Glauben, ohne Kirche, denn wir wissen:
"Der HERR ist denen nahe,
die zerbrochenen Herzens sind,
und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben."
Psalm 34, 19
Wahrer Glaube bedingt keine Kirchenmitgliedschaft...
"...denn welche der Geist Gottes treibt,
die s
Aspekte der Kritik an der Kirche haben noch einen weiteren Ursprung:- in der seit längerem anhebenden Debatte um den maßlosen Fleischkonsum in der heutigen Welt.
Dem damit verbundenen, unsäglichen, noch nie zuvor gekannten, von uns Menschen verursachten Leid unserer nächsten Verwandten auf dieser Erde.
Die ins Monströse angewachsenen Schlachtfabriken und Tierverschleppungen zeugen von einer Gier, die selbst in der Tierwelt nicht vorkommt.
Heute wird Fleisch um seiner selbst willen, schon ab dem Babyalter verschlungen.
Hierfür muß jährlich - im Vergleich zur Anzahl der auf der Erde lebenden Menschen - eine zig-fache Menge Tiere - meist bestialisch - umgebracht werden.
Und die Kirche hat dafür den makabren Weg gebahnt.
Die Kirche ist es ja, die seit Jahrhunderten den Fleischkonsum umfangreich billigt, und beruft sich dabei auf - ? ja auf wen eigentlich? Auf Jesus wohl kaum, denn Jesus und seine Jünger, auch die Urchristen, haben sich fleischlos ernährt. Sie waren Tierfreunde, und haben sich gegen die Opferung von Tieren gewandt.
Sehr schade auch, daß die meisten Kinder und Jugendlichen in dem Irrglauben erzogen werden, wir bräuchten unbedingt Fleisch zum essen, sonst würden wir krank und müssten Nahrungsergänzungsmittel (von denen wir noch kränker werden) nehmen.
Was den sexuellen Mißbrauch Minderjähriger anbelangt, so muß gesagt werden, daß es hierzu eine Vorbedingung gibt: den Mißbrauch von wehrlosen, unterlegenen, schwächeren Kreaturen zum Fleischverzehr.
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