Jemen Mehr als 40 Tote bei Anschlagsserie

Fünf Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat haben sich in die Luft gesprengt - in einer Hafenstadt, die bis vor Kurzem von al-Qaida gehalten wurde. Das Land kommt nicht zur Ruhe.

Bei mehreren Selbstmordanschlägen auf Soldaten im Süden des Jemen sind mehr als 40 Menschen getötet worden. In der Hafenstadt Mukalla, einer ehemaligen Hochburg des Terrornetzwerks al-Qaida, sprengten sich nach Behördenangaben fünf Angreifer in die Luft. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bezichtigte sich der Attentate und sprach von 50 Toten. Die jemenitischen Regierungstruppen hatten die ein Jahr lang von al-Qaida-Kämpfern kontrollierte Hafenstadt erst Ende April zurückerobert. Die Armee vertrieb die Islamisten mit Unterstützung einer von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition. Bei einem Luftangriff der Allianz kamen am Dienstag zehn Zivilisten ums Leben. Getroffen wurde offenbar ein Umschlagplatz für geschmuggelten Treibstoff in der südlichen Provinz Lahdsch. Al-Qaida-Kämpfer sind in der Küstenprovinz am Golf von Aden nach wie vor präsent und haben dort mehrere Ortschaften eingenommen. Die sunnitische Militärallianz hatte im März 2015 in den Konflikt im Jemen eingegriffen, um die schiitische Huthi-Miliz und ihre Verbündeten in der Armee zu bekämpfen.