Auf dem Gelände des Kernkraftwerks Fukushima ist Plutonium im Boden gefunden worden. Zuvor hatte Japans Regierung erstmals eine partielle Kernschmelze zugegeben. Verseuchtes Wasser ist durch ein Leck ausgetreten und droht ins Grundwasser zu fließen.
In Bodenproben vom Gelände des havarierten Atomkraftwerks Fukishima-1 sind nach Angaben der Betreiberfirma Tepco Spuren von Plutonium nachgewiesen worden. Das extrem giftige Schwermetall stamme aus Brennelementen, teilte Tepco am Montagabend mit, ohne genauere Angaben zu machen.
Japan: Kernschmelze in Fukushima bestätigt
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Block 3 der Anlage wird mit Brennelementen aus sogenanntem Mischoxid betrieben, die einen Anteil von etwa sechs Prozent Plutonium enthalten. Es entsteht in geringen Mengen aber auch beim Betrieb von Atomreaktoren mit konventionellen Brennstäben aus Uran. Die kontaminierten Proben stammen von fünf verschiedenen Stellen des Geländes und waren bereits vergangene Woche genommen worden. Französischen Medien berichteten, Tepco habe am Montag Frankreichs Stromversorger EDF wie auch den Reaktorbauer Areva um Hilfe gebeten.
Japans Regierung hatte zuvor erstmals offiziell davon gesprochen, dass zumindest bei Block 2 der Reaktorkern teilweise geschmolzen ist. Kabinettssprecher Yukio Edano sagte, die Atomaufsicht habe die Regierung informiert, dass verstrahltes Wasser im Turbinengebäude von Block 2 mit zumindest zeitweise geschmolzenen Brennelementen in Kontakt gekommen sei. Nach Einschätzung der Regierung sei der Prozess der Kernschmelze jedoch gestoppt worden. Tepco berichtete, dass auch außerhalb des Reaktorgebäudes in einem Graben an Block 2 stark belastetes Wasser gefunden wurde.
Experten hatten schon kurz nach Beginn der Katastrophe am 11. März vermutet, dass Brennstäbe beschädigt wurden, weil radioaktive Spaltprodukte freigesetzt worden waren, die normalerweise nicht im Kühlwasser von Reaktoren auftreten.
Laut dem Bundesumweltministerium in Berlin ist mit "hoher Wahrscheinlichkeit" davon auszugehen, dass die Kerne der Reaktoren 1, 2 und 3 beschädigt seien, ebenso die in einem Becken gelagerten Brennelemente von Reaktor 4. Es gebe Indizien für eine Kernschmelze. Dies sei aber nicht mit einem Durchschmelzen der Reaktordruckbehälter gleichzusetzen.
Japans Regierung ließ offen, ob die Druckgefäße der Reaktoren beschädigt sind oder die sie umschließenden Sicherheitsbehälter aus Stahl und Beton. Das Wasser könnte ausgetreten sein, ohne dass die wichtigste Barriere gegen den Austritt von Radioaktivität zerstört ist. Aus Block 1 wurde am Montag verseuchtes Wasser abgepumpt, in den Blöcken 2 und 3 will man damit an diesem Dienstag beginnen.
Nur wenn dies gelingt, können Techniker weiter versuchen, die Kühlsysteme der Meiler zu reparieren. Laut der Atomaufsicht ist die Priorität zunächst, zu verhindern, dass verseuchtes Wasser ins Meer oder ins Grundwasser gelangt.
Der Betreiber Tepco geriet wegen seiner Informationspolitik erneut in die Kritik. Er hatte am Wochenende irreführende Angaben über Strahlungswerte verbreitet und später korrigiert. Regierungssprecher Edano betonte, der Fehler sei "absolut inakzeptabel". Er warnte Bewohner der 20-Kilometer-Sperrzone, in ihre Häuser zurückzukehren. Die Regierung werde versuchen, ihnen temporär Zugang zu ermöglichen.
Damit gestand er indirekt ein, dass die Dörfer nicht mehr bewohnbar sind. Einige Bewohner hatten zuvor persönliche Gegenstände von dort geholt. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA kündigte eine internationale Konferenz an, um über die Konsequenzen aus der Katastrophe von Fukushima für die nukleare Sicherheit zu beraten
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(SZ vom 29.03.2011/blg)
Müll an der Isar
Eine allgemein unbestrittene Wahrheit ist die vordergründig billige Energie, welche AKWs unserer Wirtschaft liefert. Daher ist diese Form der Energiegewinnung weltweit bei der gesamten Wirtschaft, und daraus folgend auch bei Politikern, extrem beliebt.
Nebensächliche Wahrheiten sind die Kosten für ehemalige Forschungsmeiler, für Versicherung, welche die Betreiber nicht übernehmen können, oder die Kosten für Polizeieinsätze bei Bewachung und Demos. Verschwiegene Wahrheit ist, dass alleine die Kosten, welcher der Steuerzahler für die Sanierung des ungeeigneten Zwischenlagers Asse tragen muss, Atomstrom zur teuersten Energie machen. Dazu hunderte Milliarden für die Endlagerung des Restmülls, mitsamt Bewachungskosten für mehrere Millionen Jahre, d.h. mit Schutz vor Terroristen, Kriminellen und Psychopathen, vor eindringendem Wasser usw. Wird nicht ganz billig, der preiswerte Atomstrom.
Eine weitere Wahrheit, eine allgemein unbestrittene, ist die Halbwertszeit eines verwendeten Brennstoffes in Atommeilern, z.B. von Uran 235. Diese beträgt 703,8 Mio. Jahre. Die von Atomkraftgegnern vielfach angeführten Mindest-Aufbewahrungsfristen für Atommüll von 1 Million Jahren sind nur eine symbolische Hausnummer. Nach diesem Zeitraum ist noch eine große Menge des gesamten radioaktiven Restmülls vorhanden. Man muss also noch etliche Millionen Jahre zuwarten. Aber bereits im Zeitraum von 1 Million Jahren wird es mindestens eine Eiszeit, es wird Kontinentalverschiebungen und Vulkanausbrüche geben, wo dies heute nicht abzusehen ist. Gletscher werden in dieser Zeit mehrere hundert Meter tiefe Täler in die Landschaft schürfen.
Eine weitere, allerdings geleugnete Wahrheit, die daraus folgt: Es wird niemals ein wirklich sicheres Endlager geben.
Wahr ist, dass Technikern errechnet haben, das nach statistischer Wahrscheinlichkeit ein GAU nur alle 100.000 Jahre auftritt. Kernkraft also relativ sicher wäre. Dem halte ich entgegen, dass Versicherungsgesellschaften das anders sehen und daher AKWs als nicht versicherbar betrachten, jedenfalls nicht zu Preisen, die irgendwie bezahlbar wären. Für eine latente Gefährdung sprechen auch die Ereignisse: 28.03.1979 Harrisburg: beinahe GAU; 26.04.1986 Tschrnobyl: Super-GAU; 16.-17.12.1987 Biblis-A: beinahe GAU; 25.06.2006 Forsmark: beinahe GAU; 11.03.2011 Fukushima: GAU, evtl. SuperGAU. Dazu hunderte schwere Störfälle und zigtausend Störfälle. Alleine bei den angeblich sicheren deutschen AKWs z.Z. durchschnittlich ein Störfall im Monat.
Noch eine Wahrheit zur Sicherheit: Kann man eine Technik als sicher empfinden bei der nie - wirklich niemals -etwas Unvorhersehbares passieren darf, da sonst im schlimmsten, aber möglichen Fall, Millionen Menschen zugrunde gehen würden. Beim Fukushima-GAU löst das worst case-Szenario für den Nordosten Japans und den Großraum Tokio Grauen aus. Gefährdungs-Szenarien unserer Politiker und Medien, von Flugzeugabstürzen genau auf Meiler, sind Nebelkerzen zur Volksverwirrung. Die größte Gefahr für die Sicherheit der AKWs sind deren Bedienungsmannschaften und deren Betreiber-Firmen. Die Mehrheit der beinahe GAUs und GAUs wurden durch diese verursacht. Durch den Faktor Mensch, durch Irrtum, Panik oder Schludrigkeit, sowie mangelndes Sicherheitsbewusstsein der Betreiber, (auch bei uns eindrucksvoll demonstriert), ist selbst höchstmögliche Sicherheit fragwürdig. Es kann daher niemals sichere AKWs geben.
Nebenbei bemerkt, auch 100 Meter dicke Betonwände schützen nicht vor einem vollgetankten Jumbo, da brennendes Kerosin in die Gebäude eindringen kann und ein solches Großfeuer jeden Sauerstoff aus diesen aufsaugt.
Fachleute der Energieversorgungsunternehmen, Vertreter der Wirtschaftsverbände und wirtschaftsnahe Politiker mahnen zur Sachlichkeit und Vernunft. Mit Recht. Angst ist immer ein schlechter Ratgeber.
Faktisch ist Atomstrom, im Besonderen für Großabnehmer, eine preiswerte Energie. Um die Energiekosten niedrig und unsere Wirtschaft im internationalen Vergleich Konkurrenzfähig zu halten, muss Atomenergie auch beherrschbar sein, bzw. als Technik mit nicht signifikantem Risiko angesehen werden. Da ist schließlich, im Interesse der Wirtschaft, international so üblich. Soweit, so rational.
Zudem haben die die im System tätigen Techniker errechnet, das nach statistischer Wahrscheinlichkeit ein GAU ohnehin nur alle 100.000 Jahre auftritt. Kernkraft also relativ sicher ist. Dem halten Atom-Kritiker entgegen, dass Versicherungsgesellschaften das anders sehen und daher AKWs als nicht versicherbar betrachten, jedenfalls nicht zu annähernd bezahlbaren Preisen. Sie sprechen von einer latenten Gefährdung, mit Hinweis auf die Ereignisse: 28.03.1979 Harrisburg: beinahe GAU; 26.04.1986 Tschernobyl: Super-GAU; 16.-17.12.1987 Biblis-A: beinahe GAU; 25.06.2006 Forsmark: beinahe GAU; 11.03.2011 Fukushima: GAU, evtl. SuperGAU. Dazu wird auf hunderte schwere Störfälle und zigtausend Störfälle verwiesen, die sich weiterhin mit Regelmäßigkeit in den angeblich sicheren deutschen AKWs ereignen. Man könne keine Technik betreiben, bei der nie - wirklich niemals -etwas Unvorhersehbares passieren dürfe, da im schlimmsten - aber möglichen Fall, Millionen Menschen zugrunde gehen würden. Gefährdungs-Szenarien unserer Politiker und Medien, von Flugzeugabstürzen genau auf Meiler, wären Nebelkerzen zur Volksverwirrung. Die größte Gefahr für die Sicherheit der AKWs sind nach Meinung der AKW-kritischen Fachleute deren Bedienungsmannschaften und deren Betreiber-Firmen. Die Mehrheit der beinahe GAUs und GAUs würden durch diese verursacht. Durch den Faktor Mensch, durch Irrtum, Panik oder Schludrigkeit, wäre es selbst mit der relativen Sicherheit nicht weit her. Es könne daher niemals sichere AKWs geben.
Ich halte dies tatsächlich für eine ängstliche und hysterische Einstellung, auch wenn sie von sog. anerkannten Fachleuten geäußert wird. Diese verunsichern die Bevölkerung und gefährden den preiswerten Strom für unsere Wirtschaft.
Keine Bange, das kommt alles ans Tageslicht - in 2, 3 Jahren können wir Dokus auf Phönix drüber gucken...
Unfallstufe fünf, wa?
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