Friedrich kritisiert Twitter-Profil "Bushido sät Hass"

Bekannt für seine Ausfälle: Rapper Bushido hat deshalb immer wieder Ärger bekommen. Diesmal geht es um ein Bild auf seinem Twitter-Profil.

(Foto: dpa)

Eine Welt ohne Israel - dieses Bild präsentiert Bushido auf seinem Twitter-Profil und zieht damit heftige Kritik auf sich. Jetzt hat sich auch ein alter Bekannter mahnend zu Wort gemeldet: Innenminister Hans-Peter Friedrich. Und womöglich soll dem Rapper noch der Bambi entzogen werden.

Im vergangenen Jahr posierten sie für die Fotografen noch wie gute Kumpels - jetzt hat Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich den Rapper Bushido wegen einer stilisierten Nahost-Karte auf dessen Twitter-Profil scharf kritisiert. Die Karte mit dem Schriftzug "Free Palestine" (Befreit Palästina) zeigt das Gebiet Israels in den palästinensischen Farben. "Dieses Kartenbild dient nicht dem Frieden, sondern sät Hass", sagte Friedrich der Bild am Sonntag und reagierte damit auf einen Bericht von Süddeutsche.de. Bushido müsse dieses Bild "sofort" von seiner Twitter-Seite entfernen, sonst könne er nicht länger als Beispiel für gelungene Integration dienen.

Der CSU-Politiker mahnte Bushido, sich seiner Verantwortung bewusst zu werden. Der 34-jährige Rüpelrapper hatte 2011 einen Bambi für gelungene Integration erhalten und damit eine Kontroverse ausgelöst. Die Vorsitzende der Stiftung Tribute to Bambi, Patricia Riekel, sagte der Zeitung jetzt: "Wir prüfen den Vorfall und werden dementsprechend reagieren."

Der Screenshot vom 11.01.2013 zeigt den Twitter-Account des Sängers Bushido. Das Profil-Bild zeigt eine Karte des Nahen Ostens mit dem Schriftzug 'Free Palestine'. Die Karte zeigt nicht die Westbank und den Gazastreifen, sondern die Palästinenser-Gebiete und Israel, eingefärbt mit Rot-Weiß-Schwarz, den Nationalfarben der Palästinenser. 

(Foto: dpa)

Bereits in den vergangenen Tagen war dem Rapper vorgeworfen worden, mit der Karte das Existenzrecht Israels infrage zu stellen, wie Süddeutsche.de berichtete. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Rupprecht Polenz, hielt das Bild für inakzeptabel. "Es ist ein Skandal, dass ein deutscher Musiker, der ja eine Menge Menschen erreicht, in dieser Weise das Existenzrecht Israels in Frage stellt". Tatsächlich hat Bushido auf Twitter mehr als 280.000 Follower. "Bisher waren solche Darstellungen von der Hamas und anderen extremistischen Palästinenser-Organisationen bekannt", sagte der CDU-Politiker.