Wo soll der Staat sparen? Bei Kindern, Rentnern oder Hartzern? In Zeiten der Krise geht es darum, den Haushalt zu sanieren und den Beitrag der Zahlungskräftigen zu nutzen. Das ist Ausdruck rechtschaffenen Wirtschaftens.
Wo soll der Staat sparen? Bei den Kindern, den Rentnern oder den Hartzern? Bei den Alten oder bei den Jungen? Soll er bei den Kindergärten sparen, bei den Universitäten, beim Straßenbau oder bei der Bundeswehr? Die Spardebatte hat begonnen - und Politiker gehen beim Sparen mit merkwürdigem Beispiel voran.
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Die Spardebatte hat begonnen - und Politiker gehen beim Sparen mit merkwürdigem Beispiel voran. (© ddp)
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Zuvorderst der Bundespräsident. Horst Köhler spart sich das Nachdenken; er schwadroniert beim Besuch der deutschen Soldaten in Afghanistan von der Freiheit der Handelswege, die militärisch verteidigt werden müssten. Die Bundeskanzlerin hat das Sparen auch begonnen: Sie hat es sich erspart, der Bevölkerung die Milliardenhilfen für Griechenland und den Euro plausibel zu erklären. Und der FDP-Chef Westerwelle erspart es sich rundweg, sein Reden und Denken der Wirtschafts- und Finanzkrise anzupassen; er spricht im Präsens und denkt im Imperfekt. Kurzum: In Zeiten größter Herausforderungen zeigt das Spitzenpersonal des Staates intellektuelle Sparsamkeit. Damit kommt das Land nicht weit.
Die Politik braucht konzeptionelle Kraft und fiskalische Phantasie: Man kann sich jede Spardebatte sparen, wenn nicht zugleich eine Steuerdebatte geführt wird. Nein, keine Debatte über eine Mehrwertsteuererhöhung; etwas Falscheres und Ungerechteres als die Erhöhung dieser Massensteuer könnte man dem Land und der Konjunktur kaum antun. Es muss um Vermögensteuern gehen, Reichensteuern, Erbschaftsteuern, Transaktionssteuern und Gewinnsteuern, also um die Realisierung des Verfassungssatzes "Eigentum verpflichtet". Wenn die Politik den gesetzlichen Anspruch auf einen Kindergartenplatz streicht, Bibliotheken zusperrt, an der Altenpflege spart, wenn sie auch noch den Armen den Gürtel enger schnallt, ohne zuvor den Spitzenreichtum der Gesellschaft abzuschöpfen - dann spielt sie russisches Roulette mit dem inneren Frieden.
Deutschland leistet sich ein Steuersystem, das es sich nicht mehr leisten kann: Es betreibt nämlich Reichtumspflege. Vornehmlich die Arbeitnehmer, also Arbeiter und Angestellte, finanzieren den Staat. Der Gesetzgeber des letzten Jahrzehnts hat den Staat in einen Lohnsteuerstaat verwandelt; der deutsche Staat ist ein Arbeitnehmer-Schröpfer. Im Jahr 2008 machten die Steuern vom Einkommen 41,6 Prozent der Gesamteinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden aus.
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Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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Man sollte die Beamten und Politiker die Prestige Objekte bauen wie der Tunnel im Osten der niemand in einer Hunderttausend Personen Gemeinde braucht,oder Das Opernhaus in Hamburger Hafen zur Verantwortung ziehen.Der Bund der Steuerzahler wird jedes Jahr eine Liste zusammenstellen können.Beamtenpensionen,ein Loch ohne Boden in die unsere Politiker das Steuergeld versenken.Die Möglichkeiten sind ungeheuer.
Der ganze Staat verfährt nach dem Motto"Wir haben es vom behalten und nicht vom ausgeben".Der Staat sollte erst einmal bei sich selber anfangen bevor er sich wieder dem Opfer Bürger zuwendet.Wir geraten sonst in eine Steuer Falle so das der Bürger nicht mehr abzuzocken ist mangels Masse.Militär,(gestern im TV) überflüssige Behörden mit Millionen Etat`s,Beteiligung der Banken,Beendigung der Förderung von Atomkraft Anlagen und Forschung dazu über die EU Beiträge und direkt usw..Es soll und sollte aber wie immer der Bürger zahlen.Das war auch von Anfang an so vorgesehen.Der Bürger ist das Opfer Nummer eins.Die Streichliste wird ein Opfergang des "normal Bürgers".
..ich bin aufrichtig froh darüber, dieses Thema einmal in einem Medium mit Reichweite lesen zu dürfen. Wir haben ein Einnahmenproblem und das wird nur durch eine echte Reform des Steuersystems zu beheben sein. Irrsinnige Sparmaßnahmen, die unsere Gesellschaft langfristig zerstören und keinen Deut an der Verschuldungssituation verändern, haben nichts mit der vielzitierten "Realpolitik" zu tun, sondern sind Auswüchse eines geradezu religiös Anmutenden Dogmatismus.
Anstatt medizinische Fakultäten zu schließen, den Staat in die totale Handlungsunfähigkeit zu sparen und die Binnenkonjunktur effektiv abzuwürgen, würde allein die Besteuerung großer Vermögen auf durchschnittlichem, europäischen Niveau ausreichen, um mehr als das Doppelte der geforderten 10 Milliarden jährlich EINZUNEHMEN. Unfassbar.
Angesichts dieser bemerkenswerten Klarsicht stellt sich mir, -so wie Jochen Hoff vom Duckhome-Blog- die Frage: Wird Heribert Prantl schon vom Verfassungsschutz beobachtet?
Warum sparen wenn die Reichen immer reicher werden und die Armen, welche ja unseren Staat finanzieren, immer ärmer werden. Viel Sinnvoller wäre es mal am Grundstein des Systems etwas zu verändern.
Weiß jemand wie viele Porsche Cayenne auf Privatpersonan in Deutschland zugelassen sind? Soweit ich weiß nicht einmal 10 Stück. Warum wird auf Luxusfahrzeuge nicht eine Luxussteuer erhoben S-Kalsse, 7ner, Porsche generell, A8 und und und ... diese Dinge könnte mann ohne weiteres mit Sondersteuern belegen, denn die die 100.000€ und mehr für Fahrzeuge sprich in diesem Fall Statussymbole ausgeben, können auch ohne weiteres 20% mehr zahlen. Nur sollte es dann auch keine Abschreibungsmöglichkeiten mehr geben. Das spült Geld in die leeren Kassen.
Beim Gesundheitswesen kann man das ähnlich regeln. Lebensmittel die Gesund sind und die Gesundheit fördern sollte man mit 7% besteuern und ungesunde Dinge mit 19%. Es kann nicht sein das ungesundes Zeugs das unsere Krankenkassen imens belastet günstiger zu haben ist als gesunde Nahrung. Auch hier hätte es den riesen Vorteil das sich gerade die die über wenig Geld verfügen auch Gesund ernähren könnten und nicht so sehr die Kassen belastet.
Es gibt noch viele solcher Beispiele wo mit wenig viel erreicht werden kann. Nur leider hat in unserer Gesellschaft keiner mehr den Mut etwas in gang zu bringen weil jeder nur an seinen Vorteil denkt. Bzw. wenn man mal etwas äußert einem diese Äußerungen gleich zum Verhängniss werden.
Genau so sieht´s mal aus! Dafür labern aber die Unfähigsten unter den Polit-Clowns immer am aller liebsten von" Leistung muss sich wieder lohnen" und "Mehr Netto vom Brutto" :-(( Mal sehen wie lange sich "der kleine Mann" von diesen Lügenbaronen noch für dumm verkaufen lässt... Besten Gruß, Balldieb
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