Aber Rheinland-Pfalz läge mit so einem Bündnis voll im Trend: Denn in Bund und Ländern vollzieht sich derzeit eine Art rot-grüne Renaissance, ausgehend von der Koalition in Nordrhein-Westfalen. "Das Verhältnis dort ist definitiv ein anderes, als es jemals war", sagt Grünen-Parteichefin Roth. "Die Nähe zur SPD ist eine viel größere als zu dieser CDU/CSU." Das sieht selbst der baden-württembergische Spitzenkandidat Winfried Kretschmann so, der als Konservativer gilt. Zwar halte er nichts von "Ausschließeritis", sagt er. "Aber es riecht nicht wirklich nach Schwarz-Grün."

Anzeige

Das Thema ist nach der gescheiterten Koalition auch in Hamburg erledigt. auch dort bahnt sich eine rot-grüne Koalition an, wenn nicht SPD-Kandidat Olaf Scholz die absolute Mehrheit davonträgt. Dort können die Grünen zwar mit Zugewinnen rechnen, aber die Umfragewerte sind zuletzt schlechter geworden. Also haben sie ihre Strategie ergänzt, um ein etwas konkreteres Zehn-Punkte-Programm. So griffig wie die Wahlversprechen vom letzten Mal ist das freilich nicht: "Für Grün in der Stadt" oder "Für ein gutes Bildungssystem" steht darin, unterfüttert mit konkreten Zielen. Und das Kohlekraftwerk Moorburg taucht auf den Wahlplakaten der Grünen auch wieder auf. Nächtens werden sie anonym mit Aufklebern versehen: "Danke für Moorburg".

Sie sind jetzt auf Seite 3 von 3

  1. Die Reifeprüfung
  2. Der grüne Teppich
  3. Sie lesen jetzt "Es riecht nicht nach Schwarz-Grün"
Leser empfehlen 
Lesetipp aus der aktuellen SZ: Die Pflicht zur Kür

Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...

(SZ vom 18.02.2011/segi)