Burkina Faso Komitee bestimmt Übergangspräsidenten

Oppositionsführer, Militärführer und Vertreter der Kirche bei der Unterzeichung der Übergangscharta in Burkina Faso.

(Foto: AFP)
  • Der Diplomat Michel Kafando ist zum Übergangspräsidenten von Burkina Faso ernannt worden.
  • Kafando soll bis zu den nächsten Wahlen in einem Jahr als Staatsoberhaupt des westafrikanischen Landes fungieren.

Wahlkomitee verkündet "Konsenskandidat"

Der Diplomat Michel Kafando ist zum Übergangspräsidenten in Burkina Faso bestimmt worden. Wie ein Vertreter des Wahlkomitees, Ignace Sandwidi, in der Nacht zum Montag mitteilte, soll Kafando die Geschicke des Landes leiten, bis im November kommenden Jahres umfassende Wahlen stattfinden. Kafando sei von den vier Kandidaten letztlich der "Konsenskandidat" gewesen, sagte Sandwidi, ein Vertreter der katholischen Kirche des Landes. Diese war an den stundenlangen Diskussionen über den Interimspräsidenten beteiligt.

Massenproteste gegen Compaoré

Der vorherige Präsident von Burkina Faso, Blaise Compaoré, war Ende Oktober unter dem Druck von Massenprotesten zurückgetreten, woraufhin zunächst das Militär die Macht übernommen hatte. Am Sonntag hatten Vertreter von Streitkräften und Zivilgesellschaft in Ouagadougou eine Übergangscharta unterzeichnet, die als vorläufige Verfassung dienen soll. Sie hatten zugesagt, noch am Montag einen Übergangspräsidenten zu bestimmen zu wollen.