Unterdessen verzichtete der schwarz-gelbe Präsidentschaftsbewerber Christian Wulff darauf, bei der Linkspartei um Zustimmung zu werben. Der niedersächsische Ministerpräsident habe eine Einladung in die Fraktionssitzung der Linken am Dienstag unter Verweis auf einen Termin mit den Wahlleuten von Union und FDP abgelehnt, sagte ein Fraktionssprecher.
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Joachim Gauck will sich dagegen den Fragen der Linken stellen. Allerdings machte ihm der frühere Linksparteichef Oskar Lafontaine wenig Hoffnung auf die Stimmen seiner Parteifreunde. Lafontaine begründete dies mit Gaucks Haltung zum Afghanistan-Einsatz. "Wir halten zum Beispiel Krieg nicht für ein Mittel der Politik. Wenn ein Bundespräsidentschaftskandidat den Krieg zu einem Mittel der Politik erklärt, ist das seine Sache. Nur da das eine existenzielle Frage der Politik ist, können wir einen solchen Kandidaten nicht unterstützen", sagte Lafontaine am Freitag in Wiesbaden.
Guttenberg: Präsidentenwahl "keine Bewährungsprobe für die Koalition"
Angesichts der Äußerungen Biedenkopfs und von Weizsäckers versucht Karl-Theodor zu Guttenberg die aufkommende Nervosität im Koalitionslager zu beruhigen. Der Verteidigungsminister betonte, dass er in der Bundespräsidentenwahl keinerlei Bewährungsprobe für die schwarz-gelbe Koalition sehe. Die Bundesversammlung mit der Zukunft der Regierung zusammenzubringen sei "schon ziemlich verwegen", sagte Guttenberg der Passauer Neuen Presse. Die CSU will Wulff am Samstag bei einem kleinen Parteitag mit 400 Delegierten in Nürnberg Mut zusprechen. Am selben Tag stellt sich Wulff auch den baden-württembergischen Fraktionen von CDU und FDP vor. "Wir stehen geschlossen hinter Christian Wulff", sagte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt. Guttenberg erklärte, dass er mit einem deutlichen Sieg Wulffs rechne.
Union und FDP haben mit 644 Stimmen in der Bundesversammlung rechnerisch 21 Stimmen mehr als für die absolute Mehrheit nötig. Damit könnte sich Wulff bereits im ersten Wahlgang durchsetzen, falls sich die Zahl der schwarz-gelben Abweichler in Grenzen hält. Im dritten Wahlgang reicht die einfache Mehrheit.
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Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(apn/dpa/mob/segi)
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dass die Wahl des Bundespräsidenten nicht "frei" wäre.
Eine seltsame Diskussion, dass man dies betonen und darauf beharren muss.
die letzten echten Demokraten... selbstvertständlich ist die Wahl frei, es ist traurig, das man so betonen muss, es steht im Gesetz... aber bei den Wahlmännern/-frauen besteht sowieso keine Gefahr, sie sind so total abhängig von ihrer Partei, die werden auch für Wulff stimmen, wenn sie nicht dazu gezwungen werden... vorauseilender Gehorsam.