Blitzbesuch in Afghanistan Anschläge in Kabul
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Nur kurze Zeit nach Obamas Abreise aus Kabul wurde die afghanische Hauptstadt am Mittwochmorgen von zwei Anschlägen erschüttert. Der Sprecher des Innenministeriums sagte, es seien mindestens sechs Menschen bei einem Selbstmordanschlag auf ein von Ausländern genutztes Gästehaus getötet worden. Rauch stieg etwa aus dem auch von EU und UN genutzten Gästehaus auf, das unweit des internationalen Flughafens der afghanischen Hauptstadt gelegen ist.
US-Präsident Obama und sein Amtskollege Karsai unterzeichnen ein strategisches Abkommen über die weitere Zusammenarbeit.
(Foto: REUTERS)Der Kabuler Polizeichef Mohammed Ajub Salangi sagte, ein Selbstmordattentäter habe sich auf der Dschalalabad-Straße, an der mehrere ausländische Militärbasen liegen, mit einem Auto in die Luft gesprengt. Die Taliban bekannten sich zu einem Selbstmordanschlag auf ein ausländisches Militärlager. Ihrer Darstellung nach drangen mehrere bewaffnete Kämpfer in den Stützpunkt ein. Eine Bestätigung dafür gab es zunächst nicht.
Der Besuch des US-Präsidenten war von den Anschlägen nicht betroffen. Nach dem Treffen mit Karsai in Kabul fuhr Obama weiter nach Bagram und sprach vor gut 3000 Soldaten. "Die Schlacht ist noch nicht vorbei", erklärte er. Es stünden noch schwierige Zeiten bevor. Aber es gebe einen Silberstreif am Horizont, sagte Obama. Anschließend hielt er seine Fernsehansprache und begab sich danach mit der Präsidentenmaschine auf den Rückflug nach Washington.
Romney: Bin-Laden-Tod für Wahlkampfzwecke missbraucht
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Der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Mitt Romney, hat Amtsinhaber Barack Obama vorgeworfen, die Tötung von Al-Qaida-Chef Osama bin Laden durch ein US-Elitekommando für Wahlkampfzwecke zu missbrauchen. "Das ist eine große Enttäuschung durch den Präsidenten, dass er dies zum Gegenstand des politischen Schlagabtauschs macht, indem er suggeriert, ich hätte einen solchen Einsatz nicht angeordnet", sagte Romney dem Sender CBS am Dienstag. "Natürlich hätte ich dies getan, jeder Amerikaner hätte genau das selbe getan."
Ungeachtet dessen sei die Tötung Bin Ladens durch US-Soldaten vor einem Jahr in Pakistan ohne Zweifel ein Erfolg des Präsidenten, räumte Romney ein. Dazu gratuliere er Obama und den beteiligten Sicherheitskräften auch.
Das Wahlkampfteam von Obama hat in den vergangenen Tagen versucht, die außenpolitischen Erfolge des Präsidenten in den Mittelpunkt zu rücken - allen voran den Tod von Bin Laden am 2. Mai vergangenen Jahres. Dabei zogen enge Obama-Vertraute die Entschlossenheit Romneys in Zweifel und stellten in Frage, ob der Republikaner als Staatsoberhaupt in dieser Situation die selbe Entscheidung getroffen hätte.
Zum Zeitpunkt des Zugriffs war damals nicht klar, ob sich Bin Laden wirklich in dem Versteck in Pakistan aufhielt. Zudem erfolgte der Einsatz des Elitekommandos ohne Wissen der pakistanischen Sicherheitskräfte.