Israels Ministerpräsident Netanjahu stoppt den Bau des umstrittenen Bibelparks im arabischen Osten Jerusalems - palästinensische Anwohner hatten heftig protestiert.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den umstrittenen Abriss von 22 Häusern im arabischen Ostteil Jerusalems vorerst gestoppt. Die Stadtverwaltung solle sich mehr Zeit nehmen, um mit den Bürgern eine Einigung zu erreichen, teilte das Büro des Ministerpräsidenten am Dienstag in Jerusalem mit.
Bild vergrößern
Modell des umstrittenen Bauprojekts "King's Garden" mit dem Tempelberg und der al-Aksa-Moschee im Hintergrund. (© Foto:)
Anzeige
Die Stadtverwaltung will nach dem Abriss in dem Gebiet südlich der Altstadt von Jerusalem einen Bibelpark errichten. Der Überlieferung nach sollen dort vor 3000 Jahren König Salomo sein Hohelied und König David Psalme geschrieben haben. Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat stellte das Projekt "Garten des Königs" am Dienstag in Jerusalem vor.
Angesichts der ohnehin aufgeheizten Atmosphäre in den Palästinensergebieten und Ostjerusalem hatten Anwohner wie auch Kommentatoren vor neuen Krawallen und Ausschreitungen gewarnt. "Wir werden niemals gehen. Wenn sie (die Israelis) darauf bestehen, wird es viel Ärger geben und möglicherweise auch gewalttätig", sagte ein Sprecher des Einwohnerkomitees.
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas forderte die arabischen Länder auf, zu handeln: "Sie müssen Jerusalem als islamische und christliche Hauptstadt der Araber betrachten, die es zu bewahren gilt." Der künftige Status von Jerusalem soll erst in Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern geklärt werden.
Die Palästinenser werfen der Stadtverwaltung vor, mit neuen Projekten wie dem Gartenpark den Status quo im besetzten arabischen Ostteil Jerusalems zugunsten Israels ändern zu wollen. Das israelische Kabinett hatte 1980 Jerusalem zur ungeteilten und ewigen Hauptstadt Israels erklärt. Der UN-Sicherheitsrat bezeichnete diese Entscheidung später als "null und nichtig".
Araber als "illegale Anwohner" bezeichnet
Der von Bürgermeister Barkat vorgestellte Plan sieht vor, dass in dem arabischen Stadtteil al Bustan (Garten) 22 der 88 Häuser abgerissen werden. Auf 3000 Quadratmeter Land sollen dann in einer Gartenlandschaft Geschäfte, Restaurants, Souvenirläden sowie Apartmenthäuser entstehen. Barkat kündigte nach dem Eingreifen Netanjahus einen Dialog mit Einwohnern an, um neue Ideen in den Plan aufzunehmen. Danach solle die Planungsbehörde in der Stadtverwaltung entscheiden.
Barkat bezeichne die jetzt in dem Stadtteil al Bustan lebenden rund 1500 Araber als "illegale Anwohner", weil die Häuser ohne Genehmigung gebaut worden seien. Die betroffenen Familien sollten nach dem Abriss ihrer Häuser umgesiedelt werden.
Dagegen verweist ein Bürgerkomitee darauf, dass die Familien Eigentümer des Grund und Bodens seien. Außerdem habe die Stadtverwaltung von Jerusalem generell keine Baugenehmigungen ausgestellt, so dass die Familien für Kinder und Kindeskinder illegal bauen mussten. Die Stadtverwaltung sei auch nicht bei Baubeginn eingeschritten. Sie habe auch Steuern und Abgaben für die Häuser kassiert.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
- Thema
- Benjamin Netanjahu RSS
(dpa/jab)
Protest gegen dritte Startbahn
Bitte beachten Sie unsere netiquette und unsere AGB
"Ein starkes Israel ist notwendig."
Für wen, die Zionisten?, für dne Rest der Welt nicht.
"Israel sollte die Siedlungen nicht zurücknehmen."
Sollte dann Ihrer (nicht vorhandenen) Logik nach ein Bankräuber siene Beute ungestraft auch beghalten dürfen?.
"Gegen die Ausbreitung der Feinde in der Umgebung Israels wird das Land sonst langfristig nichts machen können."
Das was Israel seit 1948 tut ist der Grund warum dessen Feinde immer mehr werden, nicht nur in der Umgebung, sondern weltweit.
"Ein starkes Israel ist wichtig für die friedliche Weltgemeinschaft."
Israel ist die größte Gefahr für den Weltfrieden, neben den USA, das sehen wir seit Jahrzehnten live.
"Erst wenn die arabische Welt die Existenz ohne wenn und aber anerkennt, wird es Frieden geben"
Es liegt das Angebot der Arabischen Liga schon siet dem Jahr 2002 vor, mit dem Angebot das alle Mitglieder incl. der Iran Israel anerkennen, wenn es sich auf die Grenzen von 1967 zurückzieht und einen PAlästinensrestaat zulässt.
Drei Mal darf man nun raten wer bis heute darauf nichteinmal reagiert hat (Israel) und somit alleine vershculdet eine historische Chance auf Frieden zerstört.
Israel sollte die Siedlungen nicht zurücknehmen.
Gegen die Ausbreitung der Feinde in der Umgebung Israels wird das Land sonst langfristig nichts machen können. Ein starkes Israel ist wichtig für die friedliche Weltgemeinschaft. Erst wenn die arabische Welt die Existenz ohne wenn und aber anerkennt, wird es Frieden geben.
Bitte beachten Sie unsere netiquette und unsere AGB
Die Überschrift klingt ja hier nach einer humanitären Grosstat. Allerdings erfahren wird dann nur wenige Zeilen später, dass der Abriss der arabischen Häuser und die Vertreibung der palästinensischen Bewohner selbstverständlich nur vorerst gestoppt ist... Die Stadtverwaltung soll mehr Zeit erhalten...
Donnerwetter!!! Aber auch der Siedlungstopp funktioniert ja ähnlich wortmalerisch. Es wird weiter gebaut was schon geplant ist, natürliches Wachstum der Siedlungen und Ostjerusalem ist natürlich von all den Siedlungsstopp Plänen ausgenommen. Ja und nach Ablauf dieses unglaublichen israelischen Zugeständnisses, haben ja die israelischen Politker schon zugesagt wird wieder die Bauttätigkeit ungebremst aufgenommen.
Selbstverständlich erwartet und fordert Israel im Gegenzug für diese "Einschränkung" von den Palästinensern Angebote....
Aber das unglaublichste an diesem neuen "Projekt" ist die selbstverfasste Begründung:
"Der Überlieferung nach sollen dort vor 3000 Jahren König Salomo sein Hohelied und König David Psalme geschrieben haben. Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat stellte das Projekt "Garten des Königs" am Dienstag in Jerusalem vor."
Weder der unglaublich reiche und phantastisch gebildete Salomo hat irgend eine archiologische Spur hinterlassen, auch in der Geschichtsschreibung der angrenzenden Völker wird dieser unglaubliche König nie erwähnt... Warum wohl???
Paging