Dem Dalai Lama gelingt es, auf der ganzen Welt Stadien und Kongresssäle zu füllen - mit Themen, die die Massen normalerweise wenig begeistern.
Natürlich war damals alles anders. Er war der Dalai Lama, Seine Heiligkeit, wiedergeboren, gottgleich, abgeschirmt von der Realität, eingebettet von einer Kultur, die sich abzuschirmen verstand. Auch damals war in Tibet nicht alles perfekt, es gab furchtbare Armut, es gab aristokratische Familien, die das Land im Griff hatten, aber es war ihre eigene Welt in ihrem eigenen Land.
Auch diesmal wieder schafft es der Dalai Lama, Stadien und Hallen zu füllen. (© Foto: AP)
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Noch waren die Tibeter in Tibet, noch war der Dalai Lama nicht geflohen vor den Chinesen. Noch war nicht das Jahr 1959.
Die Reisen des Dalai Lama waren damals gigantische Ereignisse. Wenn er von seinem Sommerpalast in den Potala in Lhasa zog, gefolgt von Hunderten Bediensteten, Leibwächtern, Beratern und Mönchen, waren die Straßen voller Menschen.
In seiner Biographie erinnert sich der Dalai Lama an die einschüchternde Stille, die ihn in seiner Sänfte umgab, wenn er durch die Straßen getragen wurde, er erinnert sich an die Tränen der Ergriffenheit. Lange her.
Er ist auch heute noch der Dalai Lama, aber wenn er jetzt verreist, gibt es keine Tränen mehr und seine Begleiter tragen nur ein kleines Köfferchen hinter ihm her. Die Breitenwirkung seiner Reisen aber übertrifft bei weitem die von damals.
Er ist ein Weltstar, wo auch immer er auftritt, sind die Tickets meist nach ein paar Stunden ausverkauft. Und das, obwohl seine Lehrstunden extrem anspruchsvoll sind: In Hamburg vergangenes Jahr interpretierte er tagelang die "400 Verse über die Übungen auf dem Weg zur Erleuchtung". Nicht das, womit man normalerweise Stadien füllt.
Der Dalai Lama aber füllt Stadien und Hallen und Kongresssäle. Auch diesmal wieder, wenn er vom 16. bis zum 19. Mai Bochum, Mönchengladbach, Nürnberg, Bamberg und schließlich Berlin besucht. Diesmal wird er über Themen sprechen wie: "Menschenrechte und Globalisierung" - "Frieden und Menschenrechte" - "Die Menschenrechte als Verpflichtung" - "Religion: Friedensstifter oder Kriegstreiber?" Themen, die ihm am Herzen liegen, heißt es.
Doch es soll konkreter werden, vor allem bei den wenigen politischen Gesprächen. So wird der Dalai Lama im Ruhrgebiet Bundestagspräsident Norbert Lammert treffen, ebenso die Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen und Hessen, Jürgen Rüttgers und Roland Koch (alle CDU). In Berlin kommt er dann mit Vertretern des Bundestagsausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe zusammen.
Am Ende seines Besuchs will er auf einer Solidaritätskundgebung für Tibet sprechen, symbolträchtig vor dem Brandenburger Tor. Er will den Augenblick nutzen, solange die Welt noch auf Tibet schaut.
So gesehen ist es wie damals: Eine Reise des Dalai Lama ist immer mehr als nur eine Reise.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(SZ vom 13.05.2008/sonn)
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Lesen Sie ggf. dies:
'Hu Jia und Zeng Jinyan hatten Informationen über Fälle von Bürgerrechtlern gesammelt und sich für diese eingesetzt. Zum Beispiel für Yang Chunlin, der sich für die Rechte von enteigneten Bauern in seiner Heimat im Nordosten Chinas stark gemacht hatte. Weil er in einer Petition »Menschenrechte, keine Olympischen Spiele« gefordert und etwa 10.000 Unterschriften gesammelt hatte, wurde Yang am 24. März zu fünf Jahren Haft verurteilt. Wie Hu Jia wurde er der Anstiftung zum Umsturz der Staatsgewalt schuldig gesprochen. Auch für Ye Guozhu hatten sich Hu und seine Frau engagiert. Ye sitzt seit 2004 eine vierjährige Haftstrafe wegen Unruhestiftung ab. Er hatte seine Wohnung und sein Restaurant wegen eines Bauvorhabens ohne jegliche Entschädigung verloren. Als Ye eine Demonstration gegen Zwangsräumungen in Peking anmelden wollte, wurde er verhaftet.'
Zusätzliches und weitere unter- zweigeteilt in Browser kopieren:
www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/AlleDok/
E5AEE3331D10852FC125744000475406?Open
Sie sollten auch die allgemeine politische Lage berücksichtigen. Das Zeitfenster, in dem die Pekinger Führung ein Interesse an Komprimissen haben kann, ist kurz- bis zum Tag der Abschlußfeier der olympischen Spiele. Danach ändert ich der Kontext fundamental. Daher die Intensität der momentanen Debatte.
@woksoll Sie sollten sich nicht mit einem Überschwall an Infos überschütten, die niemand mehr verarbeiten kann. Sonst werden Sie das nächste Opfer der Modernisierung a la Karl-Heinz Bohrer und der Destruktiviät der Moderne...
das sind die drei bekanntesten Fälle.
Ausgerechnet Sie wollen sie nicht kennen.
Hu Jia ist China bekanntester Bürgerrechtler. Zum Ehrenbürger von Paris ernannt.
Wu Lihong hat jahrelang um die Sauberkeit des Taihu See gekämpft. Dabei verlor seinen Job, seine Gesundheit, weil zusammen geschlagen und wurde dafür noch ins Gefängnis gesteckt. Obwohl jetzt Massnahmen ergriffen wurden.
Rechtsanwalt Chen Guangcheng vertrat Bäuerinnen, die zur Zwangsabtreibung gezwungen wurden.
Und gerade haben wir ein Paradebeispiel der netten freundlichen Chinesin gesehen. Warum stellen Sie alle Fragen zweimal.
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alles klar. hab' schon gelesen. alles im GRÜNen Bereich. Vielen Dank.
Wir schauen heut' abend die Sendung, o.k.?
seit Tagen, verehrter woksoll wird Ihnen fundiert das Gegenteil bewiesen. Sie sind weder juristisch noch faktisch im Recht. Besser wird auch nicht durch ihre etwas der Logik entbehrenden Verbalattacken gegen D.L.
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