Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung hat Teheran einen Atomsprengkopf entwickelt. Beim Bau geholfen hat ein früherer Sowjet-Wissenschaftler.
Iran hat nach Informationen der Süddeutschen Zeitung mit Hilfe eines Wissenschaftlers aus einem früheren sowjetischen Nuklearwaffenlabor das Design für einen fortgeschrittenen Atomsprengkopf entwickelt.
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Die Archiv-Aufnahme zeigt den Shahab-3-Raketen-Test im November 2006. (© Foto: AP)
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Westliche Geheimdienste und Diplomaten bestätigten entsprechende Informationen aus einem Papier, das den Kenntnisstand der Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA in Wien zusammenfasst; die Süddeutsche Zeitung konnte das Papier einsehen. Nach Einschätzung der Inspektoren würde der Sprengkopf funktionieren.
Es handelt sich demnach um ein sogenanntes Zwei-Punkt-Implosionssystem. Anders als ältere Modelle benötigt dieser Sprengkopf nur zwei spezielle Zünder, sogenannte Exploding Bridgewires (EBWs).
Dadurch ließ sich der Durchmesser soweit verringern, dass er klein genug wäre, um mit der iranischen Mittelstreckenrakete Shahab-3 abgeschossen zu werden. Iran hat gegenüber der IAEA eingeräumt, Experimente zur synchronen Zündung von mehreren EBWs vorgenommen zu haben.
Iran hat offenbar mindestens einen Versuch gemacht, ob der Implosionsmechanismus funktioniert. Dazu wurde nach Erkenntnissen der IAEA-Inspektoren ein Diagnosesystem mit einer speziellen Hochgeschwindigkeitskamera benutzt. Der Wissenschaftler, dessen Identität der SZ bekannt ist, hat nachweislich ein solches System mitentwickelt.
Iran wäre ohne die Hilfe des Mannes nach Einschätzung der IAEA-Inspektoren zu dieser Leistung wahrscheinlich nicht in der Lage gewesen. Er soll von Mitte der neunziger Jahre bis zum Jahr 2000, möglicherweise auch bis 2002 für Iran gearbeitet haben.
Die IAEA-Experten urteilen, dass Iran aufgrund der Hilfe des Mannes "ausreichend Informationen besitzt, um einen funktionsfähigen nuklearen Sprengsatz nach dem Implosionsprinzip zu entwickeln und zu bauen, der auf hochangereichertem Uran als Brennstoff für die Kernspaltung basiert".
Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Freitagsausgabe der Süddeutschen Zeitung.
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(SZ vom 05.02.2010/dmo)
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DieFfrage sollte lauten hat er oder kann er so etwas bauen. Wie man allgemein weiss,ist es nicht so schwer so etwas zu bauen. Nur ob die Informationen richtig oder falsch sind,dass kann man nun wirklich nicht sagen. Warum zu offt in der Geschichte wurden die Menschen und Voelker mit gefaelschten Meldungen in die Irre gefuehrt und belogen. So wie ein altes Sprichwort sagt,wer einmal Luegt den glaubt man nicht. Zumindest ist man sehr zurueckhaltent bei solchen Berichten. Auch weiss man sehr genau in Teheran,wer mit so etwas droht und die Drohung wahrmacht,hat hinterher die Folgen zu tragen.
Wirklich? Könnte sein oder auch nicht sein. Tatsache ist, dass viele Staaten viele Atomsprengköpfe enwickelt haben und bereit halten. Gibt es böse und gute Atomsprengköpfe? Sind die russischen Köpfe böse, die pakistanischen und chinesischen böser und die nordkoreanischen ganz böse, die amerikanischen und britischen indes gut sowie die französischen besser und die isrealischen noch "besser" oder doch vielleicht umgekehrt? Wer am lautesten Propaganda betreibt, mag ja mehr Menschen erreichen, aber zu glauben, dass deshalb mehr Menschen auf sie hereinfallen, bleibt ein naiver Glaube. Ich denke beim Lesen an das berühmte "deja vu". War da nicht schon mal was?
Ahmadinedschad hat doch eingelenkt was soll da noch passieren ist doch alles bestens.
Keine Atomsprengköpfe kein Krieg im Iran von Seiten der USA-Israel.
Die Hauptsache ist doch das die USA und Israel ihre Atomsprengköpfe im Zaum halten.
"Iran hat gegenüber der IAEA eingeräumt, Experimente zur synchronen Zündung von mehreren EBWs vorgenommen zu haben"
Erst lesen dann schreiben hilft oft.
Sehe ich anders, das komplexeste an einer miniaturisierten (raketentaugliche) Kernwaffe ist sicher nicht das Uran, dies kann der Iran leicht herstellen. Die Anlagen existieren, wurden aber bisher nicht zu Hochanreicherung genutzt.
Paging