Syriens Präsident Baschar al-Assad warnt den Westen davor, sich einzumischen und schürt dazu die Angst vor einer Spaltung des Landes. Doch Assad könnte Opfer seiner eigenen Propaganda werden.
Syriens Präsident Baschar al-Assad droht dem Westen mit einem Erdbeben, mit einem zweiten Afghanistan. Er hofft, sich so einen militärischen Einmarsch vom Hals zu halten. Beim Treffen mit einem britischen Journalisten zeigt sich Assad jüngst zuversichtlich und gelöst. Syrien, sagt er, sei nicht Ägypten und nicht Libyen, und dem ist kaum zu widersprechen. Aber in einem anderen Sinn, als dies der Herrscher meint: Syriens Minderheiten korrespondieren mit ethnischen und religiösen Gruppen in den Nachbarländern, und das macht die Lage noch gefährlicher.
Syrien Assad warnt den Westen
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Israel war Syrien stets ein rhetorisch aggressiver, aber politisch stabiler Nachbar - manche seiner Gegner werfen Assad vor, dass er das eigene Volk beschießen lässt, aber dem Erzfeind Israel die Golanhöhen überlässt. Zerfällt Syrien, würde dies die Region erschüttern, warnt Assad, und auch darin ist ihm kaum zu widersprechen. Der Westen scheut vor einem militärischen Eingreifen zurück, weil dessen Folgen nicht zu kontrollieren seien. Je deutlicher allerdings der Aufstand in eine bewaffnete Auseinandersetzung hinüberzugleiten droht, desto unkontrollierbarer sind die Folgen auch ohne einen Waffengang.
Assad und sein Clan haben die Angst vor einer konfessionellen Spaltung und einem Zerfall Syriens geschürt - im drastischsten Fall könnten sie Opfer ihrer eigenen Propaganda werden. Der Westen müsste eingreifen - nicht um Syrien zu spalten, sondern um Schlimmeres zu verhindern. Das alles sind heute Gedankenspiele, aber das müssen sie nicht bleiben. Tausende schwören Assad Treue, viele möglicherweise ehrlich überzeugt. Für die Zukunft Syriens bedeutet dies jedoch erst recht neuen Konfliktstoff.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
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(SZ vom 31.10.2011/leja)
Protest gegen dritte Startbahn
"Der Westen müsste eingreifen - nicht um Syrien zu spalten, sondern um Schlimmeres zu verhindern"
Wie "gut" sowas funktioniert hat sieht man ja im Irak und Afghanistan.
Auch müsste jemand dringend Frau Sonja Zekri erklären das die Syrische Armee in der Region eine ernsthafte Macht ist und ein "Eingreifen" nicht so unbeschadet ablaufen würde wie im schwachen Lybien.
Dazu kommt das im Gegensatz zu Ghaddafi immer noch eine knappe Mehrheit der Syrer für Assad ist.
Ich empfehlen Ihnen folgenden Artikel
http://www.sueddeutsche.de/politik/libyen-milizen-raechen-sich-an-gaddafi-anhaengern-1.1177314
Darin wird deutlich beschrieben, dass derzeit in Libyen Zivilisten von Truppen der neuen Regierung terrorisiert und misshandelt werden.
Warum greift die NATO hier nicht ein? Es geht doch angeblich um den Schutz von Zivilisten!
Zudem: Die Zahlen von zivilen Opfern der NATO-Bombadierungen werden wohlweißlich verschwiegen. Denn der würde den Einsatz in ein anderes Licht rücken, was politisch natürlich nicht gewollt ist. Und in jedem Krieg gibt es zivile Opfer - alles andere ist gelogen! Auch die NATO hat Zivilisten auf dem Gewissen!
Aber ich geben Ihnen natürlich recht, dass Löcher in ehm. Gaddafi-Residenzen kein Beleg für zivile Opfer sind.
zum Wohl Israels auch gleich noch ein weiteres Land in Schutt und Asche bomben, das gegen Israels Dauerbesatzung von palästinensischen Land ist.
Und zum Teufel mit den zehntausenden oer hunderttausenden von toten Männern, Frauen und Kindern die am Ende in dem Ruinen ihrer zerbombten Häusern liegen;, wenn Israel einen Gegner ausschalten will, zählt das schliesslich alles nicht......
....eher wenige, Sie dürfen sich nicht von Bildern in der Bild-Zeitung beindrucken lassen. Dort wurden Löcher in den Dächern der Residenzen der verkommenen Gaddafi-Familie gezeigt, ohne dass man hieraus echte Opferzahlen hätte herleiten können.
Die meisten Zivilisten dürften Opfer der Gaddafi-Schergen und der angeheuerten Söldner gewesen sein. Nicht, dass diese wie in Misrata überall Häuser beschossen hätte, sondern eher dergestalt, dass bei einem Bürgerkrieg gegen bestehene Truppen eines Dikatators notgedrungen auch Bürger zu den Waffen greifen müssen, um ihn und seine Sippschaft loszuwerden.
"Die Zahl der durch die Gaddafi-Schergen getöteten Demonstranten wurde mit mehreren Hundert geschätzt, bevor die UNO bzw. der Sicherheitsrat sein Placet für einen Eingriff gab."
Und wieviele Zivilisten wurden DURCH den NATO-Einsatz getötet.
Paging