Drei deutsche Fallschirmjäger starben am Karfreitag nach Gefechten mit den Taliban. Soldaten der Einheit hatten sich zuvor über mangelhafte Ausbildung beschwert.
Die Bundeswehr traf es am Karfreitag im Norden von Afghanistan. Drei deutsche Soldaten wurden bei einem Hinterhalt durch Taliban-Kämpfer erschossen. Die Soldaten waren noch nicht lange im Krisengebiet. Jetzt wird die Frage gestellt, ob die Soldaten genügen auf den Einsatz vorbereitet waren und ob die Ausrüstung den Ansprüchen eines solchen Einsatzes genügt.
Bundeswehrsoldaten der Schutzkompanie observieren während einer Patrouille oberhalb von Faisabad in Afghanistan das Gelände. (© Foto: ddp)
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Der scheidende Wehrbeauftragte des Bundestags, Reinhold Robbe (SPD) kritisierte vor dem Hintergrund der schweren Gefechte am Karfreitag Mängel bei der Ausbildung der Fallschirmjäger. Er habe die Fallschirmjäger im niedersächsischen Seedorf anlässlich ihrer Verabschiedung in den Afghanistan-Einsatz besucht, sagte Robbe der Bild-Zeitung.
Dabei hätten ihn die Soldaten darauf hingewiesen, dass es Defizite bei der Ausbildung gebe. Robbe sagte der Zeitung, er habe dies auch bei der Vorstellung seines Jahresberichts Mitte März angesprochen.
Die Fallschirmjäger hätten ihm etwa erzählt, dass sie während der Ausbildung nicht genügend Fahrzeuge der Typen Dingo und Fennek gehabt hätten. "Da werden beispielsweise Kraftfahrer in den Einsatz geschickt, die erst im Einsatzland richtig an den Fahrzeugen ausgebildet werden", sagte Robbe der Bild-Zeitung. Da es an den Fahrzeugen mangele, könnten die Soldaten auch "wichtige Gefechtssituationen" nicht ausreichend üben.
Die Grünen forderten unterdessen eine Sicherheitsanalyse für den Raum Kundus. Ohne eine solche Bestandsaufnahme gebe es "keine Möglichkeit", die Wirksamkeit des Einsatzes zu beurteilen, sagte Verteidigungsexperte Omid Nouripur der Frankfurter Rundschau. Die Wirksamkeit des Einsatzes sei wichtig, "um den Afghanen so schnell wir möglich die Verantwortung für die Sicherheit im Land übertragen zu dürfen", sagte Nouripur im Gespräch mit der Zeitung. Nun sei Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) gefordert.
Der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold sagte der Leipziger Volkszeitung, der Bundeswehreinsatz in Afghanistan dürfe nicht bei jedem tragischen Vorfall in Frage gestellt werden. Der Einsatz "bleibt sinnvoll und notwendig, in unserem Interesse, aber auch für die Menschen in Afghanistan". Allerdings müsse die Vorgehensweise ständig diskutiert und angepasst werden.
Auch Arnold bemängelte die Ausrüstung der Soldaten am Hindukusch. Der Bundeswehr fehlten Kampfhubschrauber, sagte der SPD-Politiker. Das habe er schon vor Jahresfrist angemahnt. "Es wäre wünschenswert gewesen, wenn der Verteidigungsminister mit unseren Partnern eine Lösung gesucht hätte." Nun sei aber Abhilfe in Sicht, da die Amerikaner bei der geplanten Verstärkung ihres Kontingents in Kundus auch das entsprechende Gerät wie Kampfhubschrauber mitbringen würden.
Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Ruprecht Polenz sagte im ZDF, er gehe grundsätzlich davon aus, dass die Bundeswehr-Soldaten im Einsatz gut ausgebildet und gut ausgerüstet seien: "Und ich finde, die Politik ist auch gut beraten, wenn sie sich jetzt nicht hier als Ersatz-Feldherr aufspielt, sondern sich auf das Urteil und natürlich auch auf die Forderungen der Militärs verlässt." Ihm sei nicht bekannt, dass konkrete Forderungen der Bundeswehr nach Ausrüstung bislang nicht berücksichtigt worden seien.
Der Verteidigungs-Staatssekretär Christian Schmidt (CSU): Politik und Öffentlichkeit hätten sich in den ersten Jahren des Einsatzes "etwas vorgemacht". "Wir führen eine kriegerische Auseinandersetzung", sagte er der Passauer Neuen Presse. Es gehe "nicht nur um Brunnen bohren".
Drei Fallschirmjäger aus Seedorf waren am Freitag bei stundenlangen Gefechten mit Taliban-Kämpfern getötet worden. Acht weitere Bundeswehrsoldaten wurden dabei verletzt, vier von ihnen schwer.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(AFP/APN/dpa/segi/liv)
Protest gegen dritte Startbahn
Für DIESE, und NUR für DIESE Aufgabe sollten Deutsche Soldaten ausgebildet UND ausgerüstet sein!
Das Gefasel des Wehrbeauftragten und anderer Besserwisser, die Ausbildung und die Ausrüstung für den Krieg z.B. in Afghanistan sei unzureichend, mag zutreffen, geht jedoch eindeutig an der Tatsache -und dem Verfassungs-Auftrag!- vorbei, dass eine VERTEIDIGUNGS-Armee wie die Deutsche NICHT für den Kampf gegen Einheimische Wioderstandskämpfer ausgebildet werden muss, ja vermutlich sogar garnicht ausgebildet werden DARF,
WEIL sie eine Armee zum Zweck der Verteidigung des EIGENEN Landes ist!
Die einzig relevante und zulässige Frage darf deshalb nur wie folgt lauten:
Entspricht die Ausbildung und die Ausrüstung der Bundeswehr dem VERTEIDIGUNGS-Auftrag?
Diese Frage müsste der jeweilige Wehrbeauftragte im Auftrag des Parlaments sowie die Generalität im ASuftrag der Bundesregierung wahrheitsgemäss beantworten.
Ob Ausbildung und Ausrüstung für einen Kriegseinsatz in einem Land ausreicht, das Deutschland NICHT angegriffen hat wie gegenwärtig in Afghanistan ist vollkommen IRRELEVANT!
Immerhin können die Jungs schon mal lesen und schreiben - was weit mehr ist als was ihre gegenüber können. Und deshalb wissen sie auch, dass sie in Afghanistan nichts zu suchen haben, sie könnten und müsten es wissen. das allerdings wissen die taliban besser.
Für das "schlecht ausgebildet sein" erhalten unsere Bundis 3.000 Eus steuerfrei ZUSÄTZLICH pro Monat. Davon wiederum können die taliban im JAHR nur träumen.
Sich zu schämen haben die Bundis auch noch nicht gelernt.
Es Mangelt beim Bund und das schon sehr lange,es war der Steinbruch zum Sparen. Die einen finden es richtig,die anderen nicht,dass wird sich auch nicht aendern,das Millitaer ist und war stets umstritten. Nun die Politik schickte die Soldaten in den Einsatz,etwas was noch nicht einmal vom Grundgesetz richtig abgedeckt wird. Auch hier sollte man darueber nachdenken ob man das so lassen kann,aus den Anfaenglichen Einsatz zum Schutz des Wiederaufbaues wurde ein Krieg und niemand wollte das wahrhaben,nun ist er da. Es ist nun mal so das man seine Armee dann Ausbilden und Ausruesten muss um im Kampf zu ueberleben.1990 als die Wiedervereinigung kahm und die Volksarmee aufgeloesst wurde,hat man sehr viel Ausruestung sinnlos verschrottet,zum Beispiel die Russischen Scharfschuetzengewehre ca. 8000 Gewehre an der Zahl,diese Waffen fehlen den Soldaten heute. Auch hatten wir den beruehmten Mil 24 Kampfhubschrauber uebernommen ca.40 Stueck,nur weil der Westdeutsche Heerersfliegergeneral nicht mit dem Ding klar kahm wurden sie an Ungarn verschenkt,da stehen sie noch heute herum. Nur die Soldaten in Afgahnistan haben diese gepanzerten Hubschrauber nicht. Der Tigerhubschrauber ist noch nicht Einsatzbereit,was er schon seit Jahren sein sollte,die Politik gab die Gelder nicht frei und der Hersteller war Ueberfordet und kommte nicht liefern. Auch die gepanzerten Fahrzeuge sind nicht in ausreichender Stueckzahl bestellt worden. Die Marder Schuetzenpanzer oder gar Leopard,oder die 155 mm Haubitzen sind da nicht angekommen,das haben sogar die Niederlaender hinbekommen. Die Maengelliste ist lang,nur eines sollte nie vergessen werden,die Politiker im Bundestag haben die Soldaten da hin befohlen und sonnst niemand,nun liegt es bei denen die Zustaende zu veraender oder nicht.
Es ist unglaublich: wenn ich die Kommentare hier so lese, wundere ich mich, wieviel dumpfbacken eine anspruchsvolle Zeitung wie die Süddeutsche lesen. Oder schaun die nur die Bilder?
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