Weihnachtsansprache von Elisabeth II. Die Queen sagt "Thank you"

Königin Elisabeth II. war den Briten so nah wie nie - zumindest gefühlt: Erstmals wurde die traditionelle Weihnachtsansprache der Monarchin in 3-D ausgestrahlt. Die Hype um die moderne Technik ließ fast den Inhalt der Rede vergessen: Die Queen zeigte sich ihren Untertanen gegenüber dankbar.

Queen Elizabeth II. beinahe zum Anfassen: Als Bekenntnis zum digitalen Zeitalter hat die britische Königin erstmals ihre Weihnachtsansprache mit 3D-Effekt ausstrahlen lassen. In ihrer Ansprache im Buckingham-Palast dankte die Monarchin ihren Landsleuten für den Enthusiasmus bei den Feierlichkeiten zu ihrem 60. Thronjubiläum im Sommer. Während ihres Thronjubiläums habe sie eine "enorme gemeinsame Entschlossenheit" festgestellt, auch den Elementen zu trotzen, sagte die Queen in Erinnerung an das schlechte Wetter während einer Schiffsparade auf der Themse.

Die Queen würdigte zudem die Leistungen der britischen Athleten während der Olympiade in London, bei der sie Können und Einsatz bewiesen hätten. Die Zuschauer bei Olympia seien von den Athleten, deren Leistungen und ihrer Entschlossenheit inspiriert worden.

Die Ausstrahlung von Weihnachtsansprachen des Königshauses hatte 1932 mit einer Rede im Radio von König George V. begonnen. Queen Elizabeth nahm die Tradition 20 Jahre später auf und verlas ihre Ansprachen von 1957 an im Fernsehen. Die Königin verzichtet dabei auf Redenschreiber. Es ist eine der seltenen Gelegenheiten, ihre Meinung ohne Konsultationen mit der Regierung zu äußern.

Was technische Neuerungen angeht, war Queen Elizabeth in Großbritannien dieses Jahr aber nicht allein. Die Erzbischöfe von Canterbury und York versendeten erstmals ihre Weihnachtspredigten über den Kurznachrichtendienst Twitter. Beim tradtionellen Kirchgang der Königsfamilie in der St. Mary Magdelene Church in Norfolk fehlten eine Reihe Mitglieder. Prinz William verbringt die Festtage mit seiner schwangeren Frau Kate im südenglischen Dorf Bucklebury. Prinz Harry ist mit den britischen Streitkräften im Einsatz in Afghanistan.