Großes Entsetzen: Der weltberühmte Regisseur Roman Polanski sitzt in der Schweiz im Gefängnis. Französische und polnische Politiker sind "fassungslos".
Der weltberühmte Filmregisseur Roman Polanski ("Rosemaries Baby", "Chinatown") hat in seinen Werken viele schwierige Stoffe bewältigt. Gescheitert aber ist er an eidgenössischen Polizisten. Nun sitzt der Künstler in der Schweiz in Polizeigewahrsam - in jenem Land, das ihn ehren wollte für seine Leistungen.
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Bereits 1977 stand Roman Polanski in den USA vor Gericht - festgenommen wurde er erst jetzt. (© Foto: AP)
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Polanski wurde am Samstag bei der Einreise in die Schweiz offiziell in Auslieferungshaft genommen. Nach Angaben des Justizministeriums werfen die US-Behörden Polanski sexuelle Handlungen mit Kindern vor, namentlich in einem Fall von 1977 mit der 13-jährigen Samantha Geimer in Los Angeles. Seine Festnahme wurde von dem Sprecher des Justizministeriums, Guido Balmer bestätigt. Der renommierte Filmemacher sei in "provisorischer Haft". Über seine Auslieferung an die USA werde nun im Auslieferungsverfahren entschieden.
Wo sich der 76-jährige Polanski derzeit befindet, sagte Balmer nicht. Auf die Frage, warum man den Regisseur, der in den vergangenen Jahren häufig vollkommen unbehelligt in der Schweiz war, gerade jetzt festgenommen habe, sagte der Sprecher: "Wir wussten diesmal genau, wann er einreist." Polanskis Verhaftung war nach Informationen der Los Angeles Times schon längere Zeit von der US-Justiz vorbereitet worden.
Es sei nicht das erste Mal gewesen, dass Polanski in einem Land festgenommen werden sollte, das ein Auslieferungsabkommen mit den USA abgeschlossen hat, zitiert die Zeitung die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Sandi Gibbons. Wenigstens zweimal schon seien alle erforderlichen Papiere in Los Angeles vorbereitet worden. "Aber offensichtlich bekam er Wind davon und änderte seine Reisepläne", sagte Gibbons.
Ein "verdammt schwieriger" Fall
Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski will die US-Behörden um Gnade für den in der Schweiz verhafteten Roman Polanski bitten. Er erwäge derzeit ein Ersuchen, damit der US- Präsident die Möglichkeit überprüfe, von seinem Begnadigungsrecht Gebrauch zu machen, sagte Sikorski. Das würde den Fall "ein für allemal" abschließen.
Sikorski betonte, Polen habe "das größte Recht, die Stimme zu ergreifen", weil die ursprüngliche Staatsbürgerschaft immer am wichtigsten sei. Der aus Polen stammende Regisseur hatte erst Mitte der 1970er Jahre den französischen Pass angenommen. Auch Präsident Lech Kaczynski deutete an, er wolle mit der US-Seite sprechen. Er werde wahrscheinlich in nächster Zeit eine Gelegenheit zum Meinungsaustausch haben, sagte Kaczynski. Solche Fälle seien aber "verdammt schwierig".
Polnische Filmemacher machen ebenfalls gegen die Verhaftung von Polanski mobil. In einem Schreiben an den Präsidenten Lech Kaczynski und Außenminister Radoslaw Sikorski hätten sie um eine "schnelle Intervention" gebeten, sagte der Chef der polnischen Filmemachervereinigung Jacek Bromski am Sonntag in Warschau.
"Das ist eine skandalöse Situation und ein unverständlicher Übereifer", sagte Bromski zu dem Vorfall in Zürich. Die Verhaftung könnte seiner Ansicht nach gegen das Völkerrecht verstoßen.
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FKK-Slackliner Alexander Schulz
Wieso haben Sie denn meinen Betrag zensiert? Ist es weil ich Herrn Polanski ein [Nutztier aus der Gruppe der Paarhufer; Allesfresser] genannt habe? Werde ich auch zensiert, wenn es tatsächlich um diese Tiere geht, bspw. in einem Artikel über Landwirtschaft? Ist diese Bezeichnung etwa nicht zutreffend für jemanden, der sich vorsätzlich an einer Minderjährigen vergangen hat?
Wie dem auch sei, ich schrieb: Ich kann Miss Geimer verstehen, dass sie nach so langer Zeit ihre Klage zurückzieht, um endlich Ruhe zu haben. Aber die Schuld trägt dennoch Polanski selbst, und nicht die Staatsanwaltschaft. Denn hätte er sich damals nicht aus dem Staub gemacht, sondern hätte sich einem Verfahren gestellt und sich verurteilen lassen, dann wäre ihr auch das Über-Jahrzehnte-lang-den-skandalträchtigen-Medien-ausgesetzt-sein erspart geblieben. Sie hätte schon damals damit abschließen können. Dass sie ihre Klage erst in diesem Jahr zurückgezogen hat, zeigt doch, dass sie anfangs noch auf eine gerechte Strafe gehofft hat und erst, als diese aussichtslos erschien, darauf nun verzichtet, um auch ohne Gerechtigkeit ihren Frieden zu finden.
... das es sehr wohl einen Unterschied macht wer man ist und / oder woher man kommt. Ein unbekannter Kinderschaender koennte auf so prominente Hilfe nicht bauen. Wuerden sich die selben Leute, die jetzt laut "Skandal" rufen auch Mitleid mit einem unbekannten Kinderschaender haben? Denkt mal darueber nach.....
Soso, man soll also einen Verbrecher nicht verhaften, weil man ihn schon vorher mal hätte verhaften können? Man soll einen Verbrecher laufen lassen, weil er aus einem anderen Land einreist? Ich bin mir nicht sicher, ob diese Aussagen von Ihnen als Argumente gemein waren oder als Ausdruck allgemeinen Weltschmerzes..? Irgendwie hoffe ich, dass ersteres.
Polanski hat sich ja nicht nur an einer 13 Jährigen vergangen, er hat sie ja auch mit Drogen, etc. willenlos gemacht. Dass das Opfer nun mit ihm fraternisiert ist für diesen Sachverhalt völlig unerheblich, egal wie lange die Straftat zurückliegt, er muss sich dem Gesetz stellen. Man wird ja sehen was für ein Urteil gefällt wird, man könnte annehmen, dass das Gericht die Strafe ob seines Alters zur Bewährung aussetzt(auch wenn erschwerend die lange Flucht hinzukommt).
Aber das ist ja nicht der erste Fall indem ein Filmstar bzw. Regisseur aus den USA wegen Kindesmißbrauch fliehen muss, man erinnere sich nur an Charlie Chaplin, obgleich da möglicherweise die Rechtslage noch anders war und meines Wissens gegen Chaplin nicht wegen Vergewaltigung ermittelt wurde.
... schon gar nicht, wenn sich der täter der strafverfolgung entzieht. ich kann für herrn polanski kein mitleid empfinden, deshalb bin ich auch nicht empört. er hat ein verbrechen begangen. für viele menschen ist eine vergewaltigung gleichgesetzt mit seelischem mord. dass das opfer in diesem fall offenbar zu einem "vernünftigen" leben zurückgefunden hat und herrn polanski verziehen hat, darf nicht ausschlaggebend für der bemessung der strafe sein.
abschliessend möchte ich noch sagen, dass es mich ankotzt, dass jemand aufgrund seines alters als nicht straffähig gilt. hat sich herr polanski um das alter seines opfers geschert? hat er sich einmal darüber gedanken gemacht, wie das leben des mädchens nach der vergewaltigung weitergehen soll?
meinen respekt würde herr polanski verdienen, würde er sich seiner verantwortung stellen -- so aber kann ich nur verachtung für ihn empfinden.
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