Unglück am Leipziger Flughafen Fast 49.000 Küken sterben bei Flugzeugbrand

Frachtflugzeug im Flughafen ausgebrannt.

(Foto: dpa)

An Bord einer Frachtmaschine, die in der Nacht zum Freitag am Flughafen Leipzig/Halle ausgebrannt ist, befanden sich Tausende Küken. Die Besatzung konnte sich unverletzt retten. Die Ursache des Feuers ist noch ungeklärt.

Die Besatzung konnte sich retten - für die lebende Fracht kam jede Hilfe zu spät: Fast 49 000 Küken sind beim Brand einer Frachtmaschine auf dem Flughafen Leipzig/Halle getötet worden. Das Feuer war nach Angaben der Polizei in der Nacht zum Freitag aus unbekannter Ursache kurz vor dem Start ausgebrochen. Das Flugzeug brannte trotz eines Großeinsatzes der Flughafenfeuerwehr aus. "Die Maschine ist in der Mitte durchgebrochen, man sieht nur noch ausgebrannte Trümmer", sagte ein Polizeisprecher.

Die Ermittlungen führen Experten der Polizei und der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung gemeinsam. Mit einem schnellen Ergebnis sei aber nicht zu rechnen, sagte der Sprecher.

Seinen Angaben zufolge war die Maschine am Donnerstagabend in Leipzig/Halle gelandet und mit den für die Ukraine bestimmten Küken beladen worden. Als die Besatzung ihre Maschine dann in der Nacht zurück auf das Rollfeld und in Richtung Startbahn fahren wollte, habe sie das Feuer bemerkt. Wie der Flughafen mitteilte, rückte die Werksfeuerwehr sofort mit 15 Großlöschfahrzeugen und 60 Rettern aus. Wegen des Einsatzes wurde der Flughafen zwischen 2 und 3 Uhr nachts vorübergehend gesperrt.

Die Maschine, eine Antonow 12, ist eine vergleichsweise kleine viermotorige Frachtmaschine aus früherer sowjetischer Produktion. Der Flughafen Leipzig/Halle ist nach eigenen Angaben der zweitgrößte deutsche Luftfracht-Umschlagplatz. Daneben fertigte der Airport im Jahr 2012 außerdem 2,28 Millionen Passagiere ab.