Sexuelle Übergriffe Hamburger Polizei veröffentlicht Aufnahmen von Verdächtigen aus der Silvesternacht

Dieses Bild, das die Polizei in Hamburg herausgegeben hat, zeigt zwei Männer, die im Verdacht stehen, an Silvester auf der Großen Freiheit eine 18-Jährige sexuell attackiert zu haben.

(Foto: dpa)
  • Die Hamburger Polizei hat Aufnahmen von Tatverdächtigen veröffentlicht, die in der Silvesternacht eine 18-Jährige bedrängt und sexuell genötigt haben sollen.
  • Inzwischen hat die Polizei acht Tatverdächtige ermitteln können.
  • Einige sollen einen Migrationshintergrund haben und schon länger hier leben, andere sollen als Flüchtlinge erst vor Kurzem nach Deutschland gekommen sein.

Es sind inzwischen mehr als 300 Frauen, die sich in Hamburg bei der Polizei gemeldet und angegeben haben, an Silvester nahe der Reeperbahn Opfer sexueller Übergriffe geworden zu sein. Gut 200 von ihnen haben Strafanzeige erstattet.

Jetzt fahndet die Polizei mit Videoaufnahmen nach zwei Tätern. Sie stehen im Verdacht, auf der Großen Freiheit, wo sich die meisten der in Hamburg angezeigten Taten ereignet haben, eine 18-Jährige sexuell attackiert zu haben. Das Opfer hat die beiden Männer auf einer Übersichtsaufnahme wiedererkannt, die den gesamten Straßenzug zeigt. Die Polizei hat den Ausschnitt so vergrößert, dass einzelne Personen zumindest unscharf erkennbar sind. Mit Hilfe der Aufnahmen hoffen die Beamten, die Identität der beiden Männer feststellen zu können.

Das zweite Bild zeigt einen der Verdächtigen von oben.

(Foto: dpa)

Die meisten Männer, die in Hamburg in der Silvesternacht Frauen belästigt, bedrängt und bestohlen haben sollen, werden nach übereinstimmenden Aussagen der betroffenen Frauen als "nordafrikanisch oder südländisch aussehend" beschrieben.

Inzwischen hat die Polizei acht Tatverdächtige ermitteln können. Einige sollen einen Migrationshintergrund haben und schon länger in Hamburg leben, andere sollen als Flüchtlinge erst vor Kurzem nach Deutschland gekommen sein.

Seit den Übergriffen an Silvester hat die Polizei ihre Präsenz im Vergnügungsviertel St. Pauli erheblich verstärkt. Hunderte Beamte patrouillieren an Wochenenden durch die Straßen an der Reeperbahn und kontrollieren ihnen verdächtig erscheinende Personen.