Von Martin Kotynek

Das Risiko, durch Yasmin-Antibabypillen von Bayer ein Blutgerinnsel zu bekommen, ist einer Untersuchung zufolge zwar so hoch wie bei anderen Pillen, jedoch höher als bisher angenommen.

Der Arzneimittelhersteller Bayer muss in der Schweiz den Beipackzettel für seine Antibabypillen der Yasmin-Produktfamilie ändern. In Deutschland und der Schweiz waren zuletzt Todesfälle von Frauen bekannt geworden, welche die Bayer-Pillen Yasmin und Yaz genommen hatten.

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Bayer Schering Pharma muss in der Schweiz den Beipackzettel für die Antibabypille Yasmin abändern. (© Foto: dpa)

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Einige der Frauen waren an einer Lungenembolie gestorben - eine bekannte, seltene Nebenwirkung von Antibabypillen, die durch die Entstehung von Blutgerinnseln, sogenannten Thromben, ausgelöst werden kann. Bei solchen Einzelfällen lässt sich jedoch kein Zusammenhang zwischen der Einnahme der Pille und der Erkrankung nachweisen.

Untersuchung angeordnet

Dennoch hatte das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic im Mai eine Untersuchung der Antibabypillen angeordnet. Demnach sei das Risiko, bei Einnahme von Drospirenon-haltigen Pillen, zu denen Yasmin, Yaz und Yasminelle gehören, ein Blutgerinnsel zu entwickeln, höher als bisher angenommen. Bislang galten sie als ähnlich risikoarm wie Pillen der zweiten Generation, die das Hormon Levonorgestrel enthalten.

Neuen Erkenntnissen zufolge liege das Thrombose-Risiko der Bayer-Pillen "etwas tiefer" als bei jenen der dritten Generation. Diese haben laut Swissmedic ein doppelt so hohes Thrombose-Risiko wie die zweite Generation.

Bayer ist weiter vom positiven Nutzen-Risiko-Profil seiner Produkte überzeugt und verweist auf Sicherheitsdaten anderer Studien. Swissmedic klärt nun mit Bayer ab, wie die Patienteninformation geändert werden muss und empfiehlt Ärzten, bei der Verschreibung von Drospirenon-haltigen Pillen Risikofaktoren besonders zu beachten.

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(SZ vom 23.10.2009/yas/ehr)