Schleswig-Holstein Zwei Menschen sterben nach Absturz von Bundespolizei-Hubschrauber

Die Besatzung war auf einem Nacht-Übungsflug in Schleswig-Holstein. Kurz vor dem Unglück versuchte der Pilot noch, einen Funkspruch abzusetzen.

Beim Absturz eines Hubschraubers der Bundespolizei sind am Donnerstagabend am Rande der Ortschaft Bimöhlen in Schleswig-Holstein der 33-jährige Copilot und eine weitere, 42 Jahre alte Person ums Leben gekommen. Der 31-jährige Pilot sei schwer verletzt worden und in ein Krankenhaus gebracht worden, sagte eine Polizeisprecherin.

An Bord des Hubschraubers vom Typ Eurocopter 135 befanden sich nach Angaben der Bundespolizei nur die drei Besatzungsmitglieder. Das Unglück ereignete sich gegen 20 Uhr. Der Hubschrauber stürzte auf einen Acker, etwa 20 Meter von einer Straße entfernt. Einige hundert Meter entfernt liegt nach Angaben der Polizei ein Fußballplatz, wo zum Zeitpunkt des Absturzes noch gespielt wurde.

Die Bergungsarbeiten dauerten bis in die Nacht. Mehrere Notarzt- und Krankenwagen waren im Einsatz, außerdem ein Kranfahrzeug. Inzwischen sind Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung an der Unfallstelle und untersuchen das Wrack. Erkenntnisse erhoffen sich die Ermittler von dem Datenschreiber und dem Stimmrekorder.

Bimöhlen liegt an der A7 etwa auf halber Strecke zwischen Hamburg und Kiel. Der Hubschrauber gehörte zur Fliegerstaffel Fuhlendorf in Schleswig-Holstein und befand sich nach ersten Erkenntnissen der Polizei auf einem Nacht-Übungsflug. Einem Bericht der Kieler Nachrichten zufolge soll der Pilot kurz vor dem Absturz noch einen Funkspruch abgesetzt haben, der allerdings nicht mehr verstanden wurde.