Ein spanischer Neonazi erhält einen Brief vom Vatikan, der sich wie ein höchst freundliches Unterstützerschreiben liest und prompt in der rechtsradikalen Szene gefeiert wird. Peinlich für die Apostolische Nuntiatur: Man habe nicht genau auf den Absender des Bittbriefs geschaut, heißt es dort.
Die spanischen Neonazis frohlocken. "Unterstützung vom Vatikan", heißt es auf der Homepage Libertad Pedro Varela, die für Spaniens wichtigsten Holocaust-Leugner und Volksverhetzer eintritt. Ein Link führt weiter zur Kopie eines Briefes, der die eigenhändige Unterschrift von Nuntius Renzo Fratini trägt - und sich tatsächlich wie eine Solidaritätsadresse für den inhaftierten Verleger und Buchhändler liest.
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Als Erster wurde der Rechtsextremist Pedro Varela in Spanien wegen Leugnung des Holocaust verurteilt - nun hat er freundliche Post vom Vatikan bekommen. (© picture-alliance/ dpa)
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In seinem Schreiben teilt Fratini nämlich einem "verehrten Carlos" mit, dass er seinerseits den "freundlichen Brief" erhalten habe, in dem auf die "beklagenswerte Lage" des "in Gefangenschaft" sitzenden Varela hingewiesen werde; ebenso das Schreiben, das an Papst Benedikt gerichtet war und an diesen weitergeleitet worden sei.
"Ich möchte Ihnen versichern, dass die Apostolische Nuntiatur gegenüber den Behörden ihr Interesse an diesem empfindlichen Fall gezeigt hat", fügt der Nuntius hinzu. Er könne überdies dafür bürgen, dass "der Heilige Vater ihn (Varela) in seine Gebete einschließen werde."
Der Papst betet für eine Schlüsselfigur der europäischen Neonazi-Szene? Für einen Mann, der 1996 als Erster überhaupt in Spanien wegen der Leugnung des Holocausts verurteilt und dadurch auch über die Grenzen des Landes hinaus bekannt wurde? Für einen Unverbesserlichen, der zuletzt im März 2010 wieder hinter Gitter geschickt wurde?
"Missverständliches" Schreiben
In der Apostolischen Nuntiatur in Madrid gibt man sich peinlich berührt. Ja, das Schreiben sei authentisch, bestätigt Nuntiatur-Attaché Marek Solczynski auf SZ-Anfrage. Die Formulierungen in dem Schreiben nennt er "wenig glücklich" und "missverständlich". Das Schreiben sei im Trubel vor dem Weltjugendtag, der Mitte August in Madrid stattfand, wohl so durchgerutscht; man müsse bedenken, vor jenem Datum seien in der Nuntiatur "Tausende Briefe" mit der Bitte eingegangen, sie an den Papst weiterzuleiten.
Den Absender habe man sich in diesem Fall nicht genau genug angeschaut - nun wisse man, dass es sich um eine "umstrittene" Figur handele. Von einer Unterstützung des Vatikans könne "keine Rede" sein. Es sei auch keinesfalls beabsichtigt gewesen, sich gegenüber den spanischen Behörden für Varela einzusetzen. Das sei, wie die Presseabteilung der spanischen Regierung ebenfalls bestätigt, auch zu keinem Zeitpunkt geschehen.
"Leben, das ist Bewegung": Felix Grützner tanzt auf Beerdingungen, um an die Verstorbenen zu erinnern und Raum für Gefühle zu schaffen. Jetzt lesen ...
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(SZ vom 07.09.2011/leja)
Bundespräsident Gauck in Israel
""dass ich schrieb, dass sich z.B. die EKD sehr damit auseinander setzt, dass der Widerstand während des 3. Reiches sehr bedenklich war - das ist bis heute Thema in der Kirche! ""
Ich ahne ja, wie Sie diesen Satz oben meinen. Aber er ist ein deutlicher Beleg für Ihre Art, sich auszudrücken. Evtl fällt es Ihnen ja selbst auf...
Zuerst zum Mod:
Bevor Sie den Text löschen, sollten Sie ihn evtl 2x lesen und bei Fragen oder evtl Missverständnissen mal kurz nachfragen.
Nun zur Nachdenklichen:
"Respekt und Glückwunsch, dass Sie 2,1 Milliarden Christen weltweit kennen und davon 57,1 Millionen in Deutschland, für die allesamt das Wort "Nächstenliebe" ein Fremdwort ist, die sich auch nicht an das von Ihnen aufgeführte Gebot "Du sollst nicht töten" halten. Kaum einer von ihnen darf sich also - weil Sie alle kennen - als Christ bezeichnen! "
Falsch. Nächstenliebe war selbst zu Jesu Zeiten kein Akt, der dorf oder gar glaubensübergreifend wirken sollte. Nächstenliebe war beschränkt auf die kleine Sippe, die man um sich herum hatte.
Gleiches für das Gebot "Du sollst nicht töten". Das Gebot besagt lediglich, daß man in seinem trauten Kreise bitte keine Massaker anrichten solle, woanders das aber schon dürfe. Christen dürfen töten. Und sie tun das auch. Massenweise. Der letzte größere Konflikt, der Krieg im Irak, war auch getrieben von Bushs überbordendem Hang zum Evangelikalismus. Nicht umsonst war das erste "zivile", was mit in das Land zog, nicht das Rote Kreuz, sondern ein Haufen evangelikaler Missionare, die sich mehr oder weniger daran freuten, Ungläubige schon jetzt, also nicht erst in 60 Jahren, brennen zu sehen. Lynndie England ist nur die Spitze des Eisbergs.
"Bringen Sie mir doch bitte Thesen, die mir klar machen können, was an der THEOLOGIE Luthers so verachtenswert ist. "
Netter Versuch eines Schachzugs. Zu diesem Punkt gibt es 2 Sichtweisen:
Die erste:
Luther übernahm seinen überbordenden Antisemitismus letztlich aus den katholischen Lehren. Man könnte auch sagen: Luther plagiierte und zwar unreflektiert. Judenfeindlichkeit war zu Luthers Zeit eine Art Zeitgeist, wie es heute Apple und Iphone sind. Nur ändert dies grundsätzlich nichts an Tatsache, daß Luther ein Antisemit war, der in seinem "Sieben-Punkte-Plan" quasi zum Progrom gegen Juden aufrief.
Eben weil Luther letztlich unreflektiert Antisemitismus plagiierte und diesen predigte und in seinen Schriften verbreitete, dürfte relativ klar sein, wie Luthers Theologie gegenüber Juden aussah.
Die zweite:
Aber evtl sollte man das in einem etwas anderen Licht sehen: Als Luther mit der Reformation so richtig loslegte, war er evtl noch voller Hoffnung, durch die Reformation die Juden zu bekehren (btw, der Begriff "Judenmissionierung" und dessen Hintergründe ist Ihnen ja klar, oder). Dummerweise erwiesen sich die Juden als ihrem Glauben treu. Interessant ist die Tatsache, daß die Judenfeindlichkeit Luthers nach der Reformation immer weiter gesteigert wurde. Ich denke, Luther war schlicht in seinem Stolz verletzt. Und auf dieser Stolzverletzung aufbauend, hetzte er verbal ein ganzes Volk und wünschte dessen Ausradierung. Er hetzte seine Glaubensgenossen zum Judenhass auf, vorgebend, sein - also Luthers - Judenhass begründe sich auf die Bibel.
So oder so: Luther begründete seinen Judenhass nach außen (intersubjektiv) mit seinem Verständnis der Bibel. Zumindest nach außen hin muss es also so geschienen haben, als wäre der Judenhass Teil von Luthers Theologie. Der einzige, der aufzeigen könnte, wie es in Luther aussah, war Luther selbst.
Manchmal sprechen halt einfach die Taten...
Lesen Sie E. Friedell, da stehen genug Sachen über Luthers Theologie drinnen, die ich hier nicht auflisten will. Ich und aggressiv? Das wirken aber eher Sie - siehe vorhin, um es ein wenig böse auszudrücken: Getroffene Hunde bellen.
Aber es scheint normal bei Fanatikern zu sein, jeden Unfug zu verteidigen, die der jeweilige Gründer von sich gegeben hat, ggf. sie zu relativieren.
Und mich zu einer Aussage zu bewegen, wie ich mich verhalten hätte? Haben Sie das gemacht? Ja, zuerst mitmachen - wie gesagt hat keine Religion bisher irgendein Grauen aufhalten können - und dann rumjammern. Aber wenn ich mich recht entsinne, steht auch was über diese Heu.chler in der sog. "heiligen Schrift". TuMas
- die "Bischöfe" der antisemitischen Pius-X-Brüder sich rehabilitiert worden, selbst der Holocaust-Leugner Richard Williamson
siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Williamson
- Wiederzulassung der tridentinischen Mese
- der Papst betet wieder für den Untergang des Judentums (Zitat): „Oremus et pro Iudaeis. Ut Deus et Dominus noster illuminet corda eorum, ut agnoscant Iesum Christum salvatorem omnium hominum. [Oremus. Flectamus genua. – Levate.]
Omnipotens sempiterne Deus, qui vis ut omnes homines salvi fiant et ad agnitionem veritatis veniant, concede propitius, ut plenitudine gentium in Ecclesiam Tuam intrante omnis Israel salvus fiat. Per Christum Dominum nostrum. Amen.“
Deutsch: „Lasst uns auch beten für die Juden, auf dass Gott, unser Herr, ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus erkennen, den Retter aller Menschen. Allmächtiger ewiger Gott, Du willst, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. Gewähre gnädig, dass beim Eintritt der Fülle aller Völker in Deine Kirche ganz Israel gerettet wird. Durch Christus, unseren Herrn. Amen.“
Dies beweist, daß der Papst selbst antisemitische Gebete spricht: er betet dafür, daß alle Juden zum Katholizismus konvertieren, was praktisch den Untergang des Judentums bedeutet.
siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Karfreitagsf%C3%BCrbitte_f%C3%BCr_die_Juden
- Hofierung der rechtsradikalen "Pius-X-Brüder" und des extrem ultraerzkonservativen "Opus Dei"
- A. Hitler, seine Nazis und Kriegsverbrecher sind bis heute nicht exkommuniziert!
- ...
Damit ist bewiesen, dass dieser Brief kein Versehen war, sondern volle Absicht.
Mögen sich die Verantwortlichen und der Papst nicht nur dafür gewaltig schämen!
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