Holocaustleugnung

Prozess um Holocaustleugnung
:38-Jährige wegen Volksverhetzung verurteilt

Eine Frau aus dem Landkreis Dachau verbreitet über Facebook ein Video weiter, in dem der Holocaust als Märchen bezeichnet wird. Vor Gericht wirkt sie teilnahmslos und erklärt, dass sie den Film vielleicht nicht bis zum Ende angeschaut hat. Doch damit kommt sie nicht durch.

Von Thomas Radlmaier

Sachbuch
:„Die Nazis waren nicht einfach alle Psychopathen“

Der britische Historiker Richard J. Evans über Hitlers Paladine, Vollstrecker und Handlanger – und die Frage, aus welchem Milieu die Führungsschicht des Dritten Reiches stammte.

SZ PlusInterview von Joachim Käppner

Razzia am Starnberger See
:Generalstaatsanwaltschaft München lässt Holocaust-Leugner verhaften

Alfred S. saß schon mehrmals im Gefängnis, weil er die Tatsache bestreitet, dass die Nazis Millionen Juden ermordet haben. In der rechtsextremen Szene gilt der 70-Jährige als prominent.

SZ PlusVon Martin Bernstein

"Marsch fürs Leben"
:Tausende demonstrieren in München für und gegen das Verbot von Abtreibungen

Obwohl Fachleute vor einer Beteiligung von Rechtsextremisten warnen, unterstützt der Regensburger Bischof die Abtreibungsgegner auf dem Königsplatz.

Von Martin Bernstein

Rechtsextreme Übergriffe
:Bilanz der Provokationen

Eingeritzte Hakenkreuze, antisemitische Gästebucheinträge, Hitlergrüße vor dem Eingangstor - die KZ-Gedenkstätte Dachau sieht sich seit jeher rechtsextremen Übergriffen ausgesetzt. Einträge aus einer schier endlosen Liste an Ungeheuerlichkeiten.

SZ PlusVon Martin Wollenhaupt

Antisemitismus
:Man wird ja wohl noch vergleichen dürfen

Wie Masha Gessen versuchte, die Holocaust-Gaza-Analogie zu retten - und warum auch das schiefging.

SZ PlusGastbeitrag von Alexander Estis

Landgericht München
:Freispruch mit Bauchschmerzen

Die bereits mehrfach verurteilte Holocaustleugnerin Sylvia Stolz aus dem Landkreis Ebersberg kommt vor dem Münchner Landgericht ohne Strafe davon. Ihre Thesen bezeichnet der Richter dennoch als "unerträglich".

SZ PlusVon Andreas Junkmann

Landgericht München
:Frau Stolz und ihre Vorurteile

Die ehemalige Anwältin und verurteilte Holocaustleugnerin Sylvia Stolz steht erneut vor Gericht. Es geht um ein Schreiben an das Münchner Finanzamt, in dem die 59-Jährige aus dem Landkreis Ebersberg einmal mehr verfassungsfeindliches Gedankengut verbreitet haben soll.

SZ PlusVon Andreas Junkmann

Film über Holocaust-Überlebenden
:"In meiner Seele ist eine unendliche Traurigkeit"

Peter Gardosch konnte auf dem Todesmarsch im April 1945 fliehen. Die Premiere des Films über sein Leben hat er nicht mehr miterlebt. Der Regisseur Max Kronawitter hat darin sein bewegtes Leben dokumentiert.

Von Peter Bierl

Veranstaltung in Poing
:"Querdenker" verharmlosen Holocaust

Zuletzt war es ruhig geworden um die Poinger "Querdenker", weg waren sie jedoch nie. Nun fallen sie mit neuen Vergleichen aus der NS-Zeit auf.

Von Franziska Langhammer

Wochen der Toleranz
:"Antisemitismus war nie weg"

Hakenkreuz-Schmierereien, Verharmlosung des Holocaust: Im Landkreis Ebersberg kommt es immer öfter zu antisemitischen Vorfällen. Wichtig sei, dass Betroffenen beigestanden wird und antisemitische Anfeindungen nicht unwidersprochen bleiben, sagt Annette Seidel-Arpacı von der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Bayern.

Interview von Franziska Langhammer

Justiz
:Leugnen zwecklos

Massaker in der Ukraine, Völkermord in Afrika: In Deutschland soll künftig die Verharmlosung aller Genozide und Kriegsverbrechen weltweit unter Strafe stehen.

Von Ronen Steinke

Antisemitismus
:Wie Bayern die Verharmlosung des Holocaust strenger verfolgt

Die Zahl der antisemitischen Ausfälle im Freistaat hat sich fast verdoppelt, trotzdem blieben viele Fälle ohne strafrechtliche Folgen. Nun schaut die Justiz genauer hin, wie sich am Beispiel des Brucker AfD-Vorsitzenden zeigt.

SZ PlusVon Thomas Radlmaier

Kampf gegen Antisemitismus
:"Absolute Maxime muss sein: hinschauen und reagieren"

Andreas Franck ist Antisemitismusbeauftragter der bayerischen Justiz. Ein Gespräch über das Querdenkermilieu, das sich als fruchtbarer Boden für antisemitisches Gedankengut erweist, Judenfeindlichkeit bei Jugendlichen und das, was ihn antreibt.

SZ PlusInterview von Helmut Zeller

Rumänien
:Verharmloser des Holocaust

Die rechtsextreme Partei AUR provoziert mit antisemitischem Gedankengut eine politische Krise in Bukarest. Die Regierung reagiert planlos, jüdische Organisationen und NS-Forscher protestieren.

Von Cathrin Kahlweit

MeinungUN
:Mit Wucht

80 Jahre nach der Wannseekonferenz: Zu Recht verurteilen die UN die Leugnung des Holocaust. Doch der Ungeist des Antisemitismus ist lebendig - weil er politischen Kräften nützt.

Kommentar von Cathrin Kahlweit

Dachau
:"Volkslehrer" scheitert mit Verfassungsbeschwerde

Das Bundesverfassungsgericht schmettert eine Beschwerde des rechtsradikalen Videobloggers Nikolai Nerling ab. Damit endet eine gerichtliche Auseinandersetzung, die vor drei Jahren in Dachau begann - und richtungsweisend für künftige Volksverhetzungs-Prozesse sein könnte.

Von Thomas Radlmaier

Verharmlosung des Holocaust
:Bis hierhin und nicht weiter

Etliche Demonstranten gegen Corona-Maßnahmen vergleichen sich mit den im Nationalsozialismus verfolgten Juden. Zunehmend aber greifen Staatsanwälte durch. Die wichtigsten Fälle.

SZ PlusVon Ronen Steinke

Dachau/Freising
:Soldatenvereine erhalten Hetzbriefe

Die antisemitische Briefkampagne, die zuletzt in den Landkreisen Dachau und Fürstenfeldbruck auftauchte, ist größer als gedacht. Die Verfasser der Hetzschreiben haben auch Soldatenvereine aus Freising ins Visier genommen.

Von Helmut Zeller

Rechtsextremismus
:Antisemitische Briefkampagne

Die Kriminalpolizei ermittelt wegen einer Serie von Hetzschriften, in denen der Holocaust geleugnet wird. In den Landkreisen Dachau und Fürstenfeldbruck gingen über Monate hinweg anonyme Hassschreiben an die Burschenvereine, mit der Aufforderung, sie zu verbreiten

Von Helmut Zeller

MeinungPreis für Zivilcourage
:"Ein Ansporn für uns alle"

Dass die Jury und Stadträte Eva Gruberová und Schüler des Gymnasiums Kirchseeon mit dem Zivilcouragepreis auszeichnen, ist vor allem deshalb gut, weil die Bedeutung ihres Handelns weit über den Vorfall in der KZ-Gedenkstätte hinausreicht.

Kommentar von Thomas Radlmaier

Dachauer Preis für Zivilcourage
:"Die Schüler haben ungewöhnlichen Mut gezeigt"

Eva Gruberová erhält den Dachauer Preis für Zivilcourage für ihr Einschreiten gegen eine Aktion des rechtsextremen Videobloggers Nikolai Nerling an der KZ-Gedenkstätte. Mit ihr wird eine Besuchergruppe des Gymnasiums Kirchseeon ausgezeichnet, die vor Gericht gegen ihn ausgesagt hat.

Von Thomas Radlmaier

Antisemitismus in München
:Die alte neue Mär von der Weltverschwörung

Längst finden sich judenfeindliche Chiffren nicht mehr nur bei Rechtsextremisten, sondern auch bei Gegnern der Corona-Schutzmaßnahmen. Die Stadt will mit einem Aktionsplan reagieren.

Von Martin Bernstein

Landgericht München
:Ein Prozess um die Würde der NS-Opfer

Der Videoblogger Nikolai Nerling will in der KZ-Gedenkstätte einen Film gegen den "Schuldkult" drehen. In der Berufungsverhandlung wird der Fall, der Dachau erschüttert hat, neu aufgerollt.

Von Thomas Radlmaier

Corona und rechte Parolen
:Das Virus schürt den Antisemitismus

Die Fachstelle RIAS registriert einen Anstieg der Vorfälle mit Bezug auf das Virus - auch in München. Bei Demos werde auch der Holocaust verharmlost.

Von Jakob Wetzel

Dachau
:Rechtsextremer "Volkslehrer" vor Gericht

Der rechtsextreme Videoblogger Nikolai Nerling wurde Ende 2019 schuldig gesprochen, bei einem Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau den Holocaust geleugnet zu haben. Am Donnerstag beginnt die Berufungsverhandlung.

Von Thomas Radlmaier

Rechtsextremismus
:Horst Mahler aus Haft entlassen

Nach zehn Jahren Haftstrafe hat der Neonazi das Gefängnis in Brandenburg unter Auflagen verlassen. Dem früheren RAF-Mitglied droht aber ein neuerlicher Haftbefehl.

Rechtsextremismus
:Was tun mit einem Unbelehrbaren?

Der Hitler-Verehrer und Holocaustleugner Horst Mahler kommt bald aus der Haft frei. Staatsanwälte fordern, er solle künftige Texte vorab der Polizei melden. Ein heikler Antrag.

Von Wolfgang Janisch

MeinungJudenhass auf Facebook
:Keine Plattform für Antisemiten zu sein, reicht nicht

Mark Zuckerberg will nach jahrelanger Kritik Holocaustleugnung auf der Plattform verbieten. Doch der Schaden ist bereits entstanden.

Kommentar von Simon Hurtz

Antisemitismus
:Warum Facebook Holocaustleugnung weltweit löschen will

Jahrelang durfte man in fast allen Ländern der Welt auf Facebook den Holocaust leugnen. Nun hat es sich Mark Zuckerberg anders überlegt - und er hat gute Gründe dafür.

Von Simon Hurtz

Antisemitismus
:Das Schweigen der Staatsanwälte im Fall Attila Hildmann

Immer aggressiver hetzt der Koch und Verschwörungstheoretiker gegen Juden. Kann die Justiz ihn nicht stoppen oder will sie nicht?

SZ PlusVon Ronen Steinke

Amtsgericht Dachau
:"Volkslehrer" wegen Volksverhetzung verurteilt

Der rechtsextreme Aktivist Nikolai Nerling und ein Unterstützer werden schuldig gesprochen, bei einem Besuch der KZ-Gedenkstätte im Februar den Holocaust geleugnet zu haben. Beide müssen eine Geldstrafe bezahlen.

Aus dem Gericht von Thomas Radlmaier

Holocaust-Leugnung
:Williamson scheitert

Der frühere Bischof Richard Williamson hat mit seiner Beschwerde gegen seine Verurteilung in Deutschland vor einem europäischen Gericht keinen Erfolg.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg
:Was hinter Zuckerbergs Aussage zur Holocaustleugnung steckt

Wer die Nazi-Verbrechen bestreite, wisse es oft nicht besser, sagt Zuckerberg. Deshalb werde Facebook diese Inhalte nicht löschen. Das löst Empörung aus - zu Recht?

Von Simon Hurtz

Auschwitz
:87-jährige Holocaust-Leugnerin muss ins Gefängnis

Das Amtsgericht Detmold verurteilt Ursula Haverbeck zu einer Haftstrafe ohne Bewährung. In einem Brief hatte sie das KZ Auschwitz verharmlost.

Revision abgelehnt
:Bischof Williamson muss zahlen

Der Holocaust-Leugner Bischof Richard Williamson hat versucht, sich gegen eine Geldstrafe zu wehren. Vergeblich. Denn das OLG Nürnberg hat seine Revision nun abgelehnt - der Bischof muss zahlen. Williamson ist vor Gericht kein Unbekannter.

Holocaust-Leugner will nach München
:Irving klagt gegen Einreiseverbot

Er ist als Nazi-Verharmloser und Holocaust-Leugner bekannt: Schon vor Jahren ist gegen den britischen Buchautor David Irving ein Einreisevebrot verhängt worden. Dagegen hat der nun geklagt - er will so bald wie möglich wieder nach München kommen.

Ekkehard Müller-Jentsch

Verfahren gegen Holocaust-Leugner Williamson
:Prozess ohne Zeugen

Der britische Bischof Richard Williamson hat den Holocaust geleugnet. Wegen Volksverhetzung will ihn die deutsche Justiz zur Rechenschaft ziehen. Doch der 73-Jährige wehrt sich dagegen. Das Verfahren geht nun schon in die fünfte Runde.

Umstrittener Bischof Williamson
:Erneut Prozess gegen Holocaust-Leugner

Der Fall hatte die katholische Kirche in eine schwere Krise gestürzt: Mehr als vier Jahre nach der Holocaust-Leugnung des britischen Bischofs Williamson wird das Regensburger Amtsgericht noch im Januar erneut verhandeln. Doch Williamson kommt wohl nicht persönlich.

Holocaust geleugnet
:Gericht erlässt Strafbefehl gegen Bischof Williamson

"Ich glaube, es gab keine Gaskammern": So ließ sich Traditionalisten-Bischof Williamson in einem Interview zitieren. Dafür droht ihm jetzt ein Prozess wegen Volksverhetzung. Das Amtsgericht Regensburg hat Strafbefehl gestellt.

Holocaust-Leugnung
:Prozess gegen Bischof Williamson wegen Verfahrensfehler gestoppt

Das Oberlandesgericht Nürnberg hat das Verfahren gegen den Holocaust-Leugner Richard Williamson vorläufig eingestellt - wegen eines Fehlers im Strafbefehl. Die Staatsanwaltschaft kann nun erneut Anklage erheben.

Peinlicher Patzer der katholischen Kirche
:Vatikan schreibt an Holocaust-Leugner

Ein spanischer Neonazi erhält einen Brief vom Vatikan, der sich wie ein höchst freundliches Unterstützerschreiben liest und prompt in der rechtsradikalen Szene gefeiert wird. Peinlich für die Apostolische Nuntiatur: Man habe nicht genau auf den Absender des Bittbriefs geschaut, heißt es dort.

Javier Cáceres, Madrid

Holocaust-Leugner und Piusbruder
:Bischof Williamson engagiert Neonazi-Anwalt

Neuer Ärger um den britischen Bischof Richard Williamson: Er setzt auf rechtsextreme Hilfe - und seine Piusbruderschaft droht mit Rauswurf. Papst Benedikt XVI. räumt derweil einen eigenen Fehler in der Causa Williamson ein - und tadelt die Kanzlerin.

Pius-Bruderschaft
:Ermittlungen gegen Williamson stocken

Der Fortgang des Verfahrens gegen den Holocaust-Leugner ist derzeit unklar. Probleme macht ein Rechtshilfeersuchen an Schweden.

Wegen Holocaustleugnung
:Strafbefehl gegen Bischof Williamson

Ein deutsches Gericht hat Strafbefehl wegen Volksverhetzung gegen Bischof Williamson erlassen. Dessen Piusbrüder verhandeln "herzlich" mit dem Vatikan .

David Irving
:Hacker attackieren Holocaust-Leugner

Linke Hacker haben das E-Mail-Konto und die Internetseite des rechtsextremen Historikers David Irving geknackt - und brisantes Material im Netz veröffentlicht.

Papst und Pius-Brüder
:Die Kirche blutet aus tausend Wunden

Ultrakonservative Freundlichkeit: Ein Jahr nach ihrer Rehabilitierung preist die Pius-Bruderschaft Benedikt XVI. - und verwertet eine päpstliche Steilvorlage.

A. Kissler

Politik kompakt
:Türkische Hardliner feiern Wahlsieg auf Zypern

Rückschlag für den Friedensprozess auf Zypern: Der Hardliner Dervis Eroglu gewinnt die Wahl im türkischen Teil der Insel. Kurzmeldungen im Überblick.

Politik kompakt
:Prozessauftakt gegen Bischof Williamson

Das Regensburger Amtsgericht muss klären, ob der Strafbefehl gegen den Holocaust-Leugner angemessen ist. Kurzmeldungen im Überblick.

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