Ostseeinsel Rügen:Retter verzweifeln an Suche nach verschüttetem Kind

Bei der verzweifelten Suche nach einem verschütteten Mädchen auf Rügen haben die Rettungskräfte aufgegeben. Die Zehnjährige wurde unter Schlammassen begraben.

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Nach 20 Stunden Dauereinsatz war es traurige Gewissheit: Für das bei einem Weihnachtsspaziergang an der Steilküste Rügens verschüttete Mädchen gibt es keine Hoffnung mehr. Ein gewaltiger Küstenabbruch begrub die Zehnjährige unter sich.

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Nach 18 Stunden erfolgloser Suche schwand die Aussicht, das Kind lebend zu finden - obwohl die Helfer die ganze Nacht nach dem Mädchen gesucht und gegraben hatten.

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An einer Stelle, an der in der Nacht Suchhunde angeschlagen hatten, seien die Rettungskräfte nicht fündig geworden. Bei der bis ins Wasser reichenden Suche gerieten die Helfer selbst in Gefahr, da weitere Teile der Steilküste am Kap Arkona im äußersten Norden Rügens abzubrechen drohten.

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"Es gibt neue Risse am Hang. Wir beobachten das genau und müssen die Suche gegebenenfalls abbrechen", sagte Hartlieb kurz vor Abbruch der Bergungsarbeiten. Am Montag hatten herabstürzende Schlamm- und Geröllmassen die aus Plattenburg in Nordbrandenburg stammende Mutter und ihre beiden 10 und 14 Jahre alten Töchter erfasst. Die Mutter wurde schwer verletzt, die 14-Jährige erlitt leichtere Verletzungen. Beide kamen ins Krankenhaus.

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Die Steilküste am Kap Arkona mit seinem historischen Leuchtturm ist eines der beliebtesten Ziele für Strandspaziergänge auf Rügen. Auf Deutschlands größter Insel kommt es immer wieder zu unkontrollierten Abbrüchen an den Steilküsten im Norden und Osten. Der Fall des verschwundenen Mädchens hat einen Großeinsatz ausgelöst - hundert Helfer suchen seit der Nacht nach ihr.

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Eine vierköpfige Familie hat gesehen, wie die vor ihr laufende Frau und ihre beiden Mädchen von den Erdmassen erwischt wurden. Ein Mädchen sei daraufhin sofort die Treppe hinauf gerannt und habe die Mitarbeiter eines Künstlerhauses um Hilfe gerufen. In der Brandung suchten die Helfer danach die ganze Nacht nach der 10-Jährigen.

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Am Strand gruben Helfer ohne Unterlass, um das Mädchen zu finden.

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Doch die Bemühungen waren umsonst. Bereits am Dienstagmorgen sprachen die Helfer nicht mehr von einer Rettungsaktion, sondern von einer Bergungsaktion. Nun wurde die Suche eingestellt. Die Unglücksstelle blieb weiträumig abgesperrt.

© sueddeutsche.de/dpa/grc - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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