Mysteriöser Gestank Rätsel um Suppengeruch in Köln gelöst

Warum nur riecht ganz Köln nach Suppe, fragten sich Hunderte besorgte Bewohner der Stadt. Das Rätsel um den würzigen Geruch, der die Feuerwehr stundenlang beschäftigte, ist nun gelöst - und der auf Twitter verwendete Hashtag #Maggikalypse erweist sich als gar nicht unpassend.

Im Laufe des Tages gingen bei der Feuerwehr Hunderte Anrufe besorgter Bürger ein: In Köln breite sich ein unangenehmer Geruch nach Suppenwürfeln aus.

Nach stundenlanger Suche ist nun die Quelle des als "würzig bis ätzend" beschriebenen Geruchs gefunden: Beim Brand in einem Chemiewerk etwa 30 Kilometer nördlich in Neuss sei in der Nacht der Stoff Sotolon ausgetreten, der am Dienstag große Teile Kölns mit einem Brühwürfelgeruch überzog.

Der betroffene Betrieb in Neuss stellt Aromen für die Lebensmittelindustrie her. Das Geruchsmittel Sotolon ist nach Feuerwehrangaben etwa in Liebstöckel enthalten, auch Maggi-Kraut genannt. Allerdings reagiere die menschliche Nase viel empfindlicher auf derartige Geruchsaromen als technische Messgeräte, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Bereits zuvor hatte die Feuerwehr mitgeteilt, dass keine Gesundheitsgefahr von der Geruchsquelle ausgehe. Bei Untersuchungen von genommenen Luftproben habe kein besonderer Stoff nachgewiesen werden können. Ein Hubschrauber war im Stadtgebiet unterwegs, um die Quelle des Gestanks ausfindig zu machen.

Der Fall hatte auch die User im Netz beschäftigt: Ein Blogger habe eine Google Map erstellt, um der Feuerwehr zu helfen, berichtete der Kölner Stadtanzeiger. Dort konnte jeder mit einem Google-Account Orte hinzufügen, die der unangenehme Geruch erreicht hat. Auf Twitter wird unter dem Hashtag #Maggikalypse diskutiert, einige Kölner klagten über Kopfschmerzen.