Indien Tote und Verletzte bei Erdbeben in Indien

  • Der Nordosten Indiens ist von einem Erdbeben erschüttert worden.
  • Nach Angaben der indischen Meteorologiebehörde hatte das Beben im Bundesstaat Manipur eine Stärke von 6,7.
  • Mindestens acht Menschen kamen in den Trümmern ums Leben, zahlreiche Personen wurden verletzt.

Menschen rannten in Panik auf die Straße

Bei einem schweren Erdbeben im Nordosten Indiens (Bundestaat Manipur) sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen, zahlreiche wurden verletzt. Der Nachrichtensender NDTV zeigte Bilder von Menschen, die in Panik auf die Straße rannten, auf den Aufnahmen waren eingestürzte Mauern und Risse in Häuserwänden zu sehen.

"Unser Gebäude hat angefangen zu wanken, wir sind gerannt und haben versucht uns in Sicherheit zu bringen. Es war das schwerste Erdbeben, das wir in unserem Leben erlebt haben", sagte ein Mann dem Sender "Times Now". Das Epizentrum des Bebens lag nur 29 Kilometer westlich von der Landeshauptstadt Imphal, in der mehr als 250 000 Menschen leben.

Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des Bebens am Montagmorgen um 4.35 Uhr Ortszeit mit 6,7 an, das Geoforschungsinstitut in Potsdam maß 6,6. Die Erschütterungen waren auch in Myanmar, Bangladesch und Bhutan zu spüren.

Beben während des Sonnenaufgangs

"Es gab Verletzte, aber wir können noch nicht sagen, wie viele es sind, da wir noch auf Berichte aus den ländlichen Gebieten warten", erklärte J. Suresh Babu, ein ranghoher Regierungsbeamter des Bundesstaates Manipur.

Da sich das Erdbeben während des Sonnenaufgangs ereignete, seien die meisten Menschen in ihren Häusern gewesen. Es gebe in der Region aber wenige Hochhäuser, die besonders einsturzgefährdet sind. Vielmehr würden in Manipur, an der Grenze zu Myanmar, vor allem einstöckige Häuser gebaut.

Immer wieder schwere Erschütterungen in der Region

"Ich habe gemerkt, wie mein Raum sich im Gästehaus der Regierung in Siliguri bewegte", schrieb Handelsministerin Nirmala Sitharaman auf Twitter. Premierminister Narendra Modi bat Innenminister Rajnath Singh, der ebenfalls gerade in der Region ist, die Situation vor Ort zu beobachten.

Erst im April hatte ein gewaltiges Erdbeben den angrenzenden Himalaya erschüttert und in Nepal, Indien, China und Bangladesch insgesamt etwa 9000 Menschen in den Tod gerissen. Im Dezember und Oktober wurde das Dreiländereck von Afghanistan, Pakistan und Tadschikistan erschüttert.