"Deepwater Horizon"-Katastrophe Halliburton zahlt 1,1 Milliarden Dollar Entschädigung

Ein Ölteppich aus der Explosion der "Deepwater Horizon"-Plattform verschmutzt die Küste am Golf von Mexiko. Das Foto stammt von 2010.

(Foto: AFP)

Vier Jahre nach der Explosion der "Deepwater Horizon"-Ölplattform zahlt das Unternehmen Halliburton Entschädigungen an Betroffene. Und spart sich damit nicht nur einen Prozess.

  • Der US-Konzern Halliburton zahlt erstmals eine Entschädigung für Betroffene der "Deepwater Horizon"-Ölkatastrophe. Damit entgeht der Konzern einer Sammelklage von Betroffenen.
  • Im August 2010 explodierte die Ölplattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko. Dabei liefen 4,9 Millionen Barrel Öl ins Wasser. Halliburton hatte die Betonmischung für den explodierten Deckel des Bohrloches geliefert

Entschädigung nach vier Jahren

Vier Jahre nach der Explosion der Ölplattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko zahlt das verantwortliche US-Unternehmen Halliburton 1,1 Milliarden Dollar an Opfer der Katastrophe. Die umgerechnet 838 Millionen Euro würden an Fischer am Golf von Mexiko und andere Betroffene ausgezahlt, teilte Halliburton mit. Der Konzern entgeht mit der Zahlung einem per Sammelklage angestrengten Prozess.

Hintergrund der Katastrophe

Die "Deepwater Horizan" war im April 2010 explodiert, dabei kamen elf Menschen ums Leben. In den darauffolgenden drei Monaten liefen 4,9 Millionen Barrel Öl ins Meer. Bis der Betreiber BP das Leck schließen konnte, dauerte es 87 Tage. Die Küsten von fünf US-Bundesstasaten wurden verseucht, der Fischfang und der Tourismus an der Golfküste schwer geschädigt. Halliburton war als Zulieferer an der Mischung des Zements für den Deckel des Bohrlochs beteiligt, aus dem das Öl ins Meer schoss. Nach der Katastrophe erstellte der Konzern im Rahmen von internen Untersuchungen Computersimulationen zu dem Deckel, der bei der Katastrophe explodiert war. Die Ergebnisse davon wurden zerstört und konnten nicht rekonstruiert werden. Der Ölkonzern BP hatte bereits 2012 angekündigt, Privatleuten und Firmen 7,8 Milliarden Dollar zu zahlen.