Buddhismus Dalai Lama möchte Nachfolgerin mit "attraktivem Gesicht"

Der Dalai Lama auf einer Konferenz in Oxford.

(Foto: REUTERS)
  • Der Dalai Lama schließt in einem Interview eine Frau als Oberhaupt im tibetanischen Buddhimus nicht aus. Frauen sollten ohnehin wichtigere Rollen einnehmen.
  • Dann legt er nach: Sie müsse ein hübsches Gesicht haben.

Hübsch muss sie sein

In einem Interview mit dem britischen Fernsehsender BBC hat sich der Dalai Lama über eine mögliche weibliche Nachfolge als Oberhaupt des tibetanischen Buddhismus geäußert. Er schließt eine Frau als Dalai Lama nicht aus, befürwortet das sogar - nur eine Bedingung stellt er: Optisch ansprechend sollte sie sein.

In dem knapp achtminütigen, geschnittenen Video geht es eigentlich darum, wie die EU mit muslimischen Flüchtlingen umgehen soll. Nur am Rande fragt Reporter Clive Myrie den 80-jährigen buddhistischen Meister, ob er sich eine Frau als seinen Nachfolger - genauer: als seine 15. Reinkarnation - vorstellen könne.

Frauen müssen wichtigere Rollen einnehmen

Der bejaht zunächst. Frauen seien viel besser in der Lage, Zuneigung und Mitgefühl zum Ausdruck zu bringen. "Mit all den Problemen in der Welt", sagt der Dalai Lama, "müssten Frauen viel wichtigere Rollen einnehmen." Das habe er auch schon der Redakteurin einer Pariser Frauenzeitschrift gesagt, die ihm vor etwa 15 Jahren dieselbe Frage gestellt habe.

Sie machen Witze?

Doch damit ist das Thema nicht beendet. Das Religionsoberhaupt greift freundschaftlich nach der Hand des Moderators und will noch etwas hinzufügen: Ein attraktives Gesicht müsse sie haben, sagt er lachend, sonst sei sie nicht zu viel zu gebrauchen (im Englischen sagt er wörtlich: "of not much use"). Moderator Myrie hakt noch einmal nach: "Sie machen einen Scherz?", fragt er. Nein, sagt der Dalai Lama, "it's true".

Wiedergeburt als blonde Frau

In einem Interview mit der Sunday Times hatte der Dalai Lama bereits im Mai geäußert, dass er gerne als blonde, attraktive Frau wiedergeboren werden will. Sonst würde man nicht viel Aufmerksamkeit erhalten, sagte er der Zeitung.