Die australische Regierung will den Tasmanischen Teufel umsiedeln, weil ein Tumor ihn auszurotten droht - doch Kritiker warnen vor verheerenden Folgen für das Ökosystem.
Drastische Maßnahmen zur Rettung einer Tierart: Die australische Regierung will den vom Aussterben bedrohten Tasmanischen Teufel jetzt auf isolierte Inseln umsiedeln, um den Bestand zu sichern. Den Beuteltieren macht ein ansteckender Gesichtskrebs zu schaffen, der in den vergangenen zehn Jahren vermutlich rund 70 Prozent des Wildbestands ausgelöscht hat.
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Wenn Tasmanische Teufel um Aas kämpfen, stoßen sie schrille Schreie aus und ihre Ohren werden feuerrot. (© Foto: AFP)
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Als möglicher neuer Wohnort kommt zum Beispiel die Insel Maria Island vor der Ostküste Tasmaniens in Frage. Durch die Einzäunung von Flächen, in denen bisher keine Krebsfälle auftraten, sollen außerdem auf dem Festland "virtuelle Inseln" geschaffen werden.
Doch Kritiker schlagen Alarm: Die Fleischfresser hätten verheerende Auswirkungen auf das Ökosystem. Peter McGlone von der Naturschutz-Stiftung Tasmanian Conservation Trust warnt: "Die Einführung der Teufel auf eine Insel birgt immer Risiken, aber wir können entweder die Teufel retten oder die Insel."
Dass von Menschenhand eingeführte Tierarten Schwierigkeiten verursachen, kennt man in Australien. Beispiel ist die Aga-Kröte, die in den 1930er-Jahren Down Under angesiedelt wurde, um Maikäfer zu bekämpfen. Inzwischen ist die Kröte dort mangels natürlicher Feinde selbst zu einer regelrechten Landplage geworden.
Für die Rettung der Teufel könnte die Regierung das Risiko jedoch eingehen - zumal ihnen sonst das sichere Aussterben droht: Der Krebs ist ansteckend und wird übertragen, wenn sich die angriffslustigen Tiere im Kampf um Aas oder bei der Paarung gegenseitig beißen. "Er ist zu 100 Prozent tödlich. Wenn sie es bekommen, sterben sie", sagt der Sprecher des Taronga-Zoos in Sydney, Mark Williams. "Im Gesicht brechen überall Wunden auf, die Tiere können nicht mehr fressen, also verhungern sie qualvoll. Es ist eine furchtbare Krankheit."
Ein Schicksal, dass viele Australier dem Beuteltier ersparen wollen - zumal es dort Kultstatus genießt. Der teuflische Ruf der Tiere gründet auf den Erzählungen der ersten Siedler, die im 19. Jahrhundert in Tasmanien landeten. Das schrille Kreischen der Aasfresser jagte ihnen gehörigen Schrecken ein. "Diese Neuankömmlinge lagen nachts in ihren Zelten und vernahmen nervös die fremdartigen Schreie aus den dichten Wäldern der Berge und Täler", schreiben David Owen und David Pemberton in ihrem Buch über die Beuteltiere. Zudem werden die spitzen Ohren der Tiere, wenn sie erregt sind, feuerrot.
"Leben, das ist Bewegung": Felix Grützner tanzt auf Beerdingungen, um an die Verstorbenen zu erinnern und Raum für Gefühle zu schaffen. Jetzt lesen ...
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(AFP/sewo/kat/aho)
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Lieber aussterben lassen, als umzusiedeln!
YES mate :-)))
nicht zu vergessen die vielen Immigranten wie "K"öche, "K"riseure etc :-)))
Also mit Tierumsiedlungen hat Australien doch wirklich Erfahrung. Wenn das jemand richtig kann, dann die Aussies. :-D
Kaninchen, Kamele, Kröten, ... hmm, aber vielleicht geht das nur bei Tieren mit "K"?
... "Beispiel ist die Aga-Kröte" ... wir lieben cane toad golf :-)
youtube.com/watch?v=Q8PQ6Rppf0Q
youtube.com/watch?v=UzdRA3FmcIY
Nach der ersten Minute wirds richtig gut :-)
... "Beispiel ist die Aga-Kröte" ... wir lieben cane toad golf :-)
http://www.youtube.com/watch?v=Q8PQ6Rppf0Q
http://www.youtube.com/watch?v=UzdRA3FmcIY
Nach der ersten Minute wirds richtig gut :-)