Vor Gott und dem Gesetz sind alle Menschen gleich - deswegen haben ein Dortmunder und sein Anwalt einem Zeitungsbericht zufolge jetzt den Papst angezeigt: Joseph Ratzinger sei bei seinem Besuch in Freiburg ohne Gurt im Papamobil unterwegs gewesen.
"Anschnallen rettet Leben", wirbt die Polizei eindringlich für die Gurtpflicht im Auto. Nun könnte man beim Papst davon ausgehen, dass ohnehin ganz oben jemand seine schützende Hand über ihn hält, wenn er im Papamobil unterwegs ist, und Anschnallen damit verzichtbar wäre.
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Ohne Gurt im Papamobil: Der Papst ist wegen Missachtung der Anschnallpflicht angezeigt worden. (© Getty Images)
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Ein Dortmunder und sein Anwalt Johannes Christian Sundermann sind allerdings der Meinung, dass nicht nur vor Gott, sondern auch vor dem Gesetz alle Menschen gleich sind - und deswegen auch im Papamobil die Anschnallpflicht gilt. Sie hätten deswegen Papst Benedikt XVI. angezeigt, weil er bei seinem Besuch in Freiburg "wiederholt" ohne Gurt gefahren sei, berichtet die Westfälische Rundschau. Die Kanzlei hat den Bericht mittlerweile bestätigt.
Am 24. und 25. September 2011 sei Joseph Ratzinger "jeweils über einen Zeitraum von mehr als einer Stunde" ordnungswidrig im Papamobil unterwegs gewesen, kritisiert Anwalt Sundermann dem Bericht zufolge - und belegt das unter anderem mit Youtube-Videos. Fast ebenso prominent wie der Angezeigte sind die Zeugen, die benannt werden: Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, und Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg.
Jetzt müsse geklärt werden, ob der Papst einfach deutscher Bürger oder ein Staatsoberhaupt sei, das diplomatische Immunität genieße, sagt Sundermann. Für Nichtanlegen des Gurtes sieht der Bußgeldkatalog eine Strafe von 30 Euro vor.
Hintergrund der Anzeige ist nach Aussagen der Kanzlei ein Schreckerlebnis des Mandanten: Nach dem Papstbesuch habe sich ein Unfall mit Toten ereignet. Die Fahrzeuginsassen seien nicht angeschnallt gewesen. Der Mandant, selbst nicht Kirchenmitglied, denke aber auch an die Sicherheit des Papstes. Selbst bei Schrittgeschwindigkeit könne sich der Heilige Vater bei einem Aufprall schwer verletzen. Anschnallen wäre durchaus möglich, meinte der Anwalt. Das Papstmobil verfüge über Sicherheitsgurte.
Den Eingang der Ordnungswidrigkeitsanzeige habe der Freiburger Oberbürgermeister mittlerweile bestätigt, heißt es in dem Bericht weiter. Ob die Stadt das Geld vom Heiligen Stuhl tatsächlich einfordert, bleibt allerdings abzuwarten.
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(sueddeutsche.de/sebi/leja)
Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld
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würde ich als Staatsanwaltschaft eine Gebührenrechnung mir sofortiger Vollstreckung für Zeitaufwand des Gerichtes, der Staatsanwaltschaft, Polizei, Gutachter und sonstiges Verwaltungspersonal
in 5-stelliger Höhe stellen. Soviel Spass muss sein.
Mal was anderes in diesen unlustigen Zeiten.
Netter Gag, bei dem außer dem Gag nichts bei rauskommt. Zumindest ist außer der Presse auch noch eine Staatsanwaltschaft beschäftigt, die eh nichts zu tun hat.
... lassen offenbar auch bei völliger Ahnungslosigkeit bzgl. der aktuellen Rechtslage keine Gelegenheit aus, munter auf den Papst (und auch auf die gesamte im Papamobil mitfahrende katholische Kirche) einzuprügeln.
Ist halt blöd, wenn man mit FDP-Bashing nicht mehr ausgelastet ist und es noch so lang hin ist bis zur nächsten staatlichen Unterstützungszahlung :-(
Paging