Amoklauf in New Mexico Jugendlicher erschießt fünf Menschen

In einem Haus in New Mexico soll ein 15-Jähriger fünf Menschen erschossen haben. Und wieder war die Waffe ein Sturmgewehr. Der mutmaßliche Täter ist in Haft.

Ein 15 Jahre alter Junge soll im US-Bundesstaat New Mexico drei Kinder und zwei Erwachsene erschossen haben. Die Polizei werfe dem Teenager vor, am Wochenende in einem Wohnhaus zwei Mädchen, einen Jungen, einen Mann und eine Frau mit einem halbautomatischem Sturmgewehr des Typs AR-15 getötet zu haben, berichtet der Lokalsender KOB 4.

CNN zufolge soll es sich bei den Toten um einen in der Gegend bekannten Pastor und dessen Verwandte handeln. Ein Mitarbeiter des Bernalillo County Sheriff's Department sagte, bei dem 15-jährigen mutmaßlichen Täter könnte es sich um ein Mitglied der Familie handeln. Ein Motiv ist derzeit noch unklar. Der mutmaßliche Täter ist in Haft.

Die Leichen sollen schon am Samstagabend in einer Wohnung in Albuquerque entdeckt worden sein. CNN zufolge sollen sie mehrere Schusswunden aufgewiesen haben. Beamte sprachen laut CNN von einem "entsetzlichen" Anblick. In dem großen Haus, das sich am Ende einer Straße im südwestlichen Teil der Stadt befinden soll, seien weitere Waffen sichergestellt worden.

Der Amoklauf erfolgt nur wenige Tage, nachdem US-Präsident Barack Obama ein Dekret mit 23 Sofortmaßnahmen unterzeichnet hat, welches das Waffenrecht in den Vereinigten Staaten deutlich strenger regelt. Allerdings sind es eher "weiche" Vorhaben wie etwa bessere Informationskampagnen und mehr Aufklärungsarbeit gegen Waffengewalt

Zusätzlich hat Obama zwölf Vorschläge aufgelistet, die er nur mit der Zustimmung des Kongresses durchsetzen kann, darunter ein Verbot von Sturmgewehren und von Magazinen mit mehr als zehn Patronen. Außerdem eine stärkere Überprüfung von Waffenkäufern, verstärkte Aufklärungsarbeit an Schulen und bessere Arbeitsbedingungen für Psychiater.