Reha-Klinik Asklepios schließt früher

Der Einrichtung in Lenggries läuft das Personal davon

Der Asklepios-Konzern schließt die geriatrische Fachklinik in Lenggries bereits zum 15. April und nicht, wie bisher geplant, erst Ende Juni. Wegen Kündigungen und krankheitsbedingter Ausfälle der etwa 100 Mitarbeiter sei es von Ostern an nicht mehr möglich, einen Dienstplan für einen Rund-um-die Uhr-Betrieb aufzustellen, begründet Regional-Geschäftsführer Joachim Ramming das vorzeitige Aus. Die Fachklinik in Lenggries werde alle Patienten, die derzeit noch im Haus seien, weiterhin versorgen und dann am Karfreitag, 14. April, entlassen. "Länger kann der Betrieb leider nicht aufrecht erhalten werden."

Die meisten Mitarbeiter in Lenggries werden vom 15. April an bis zum Ende der Osterferien am 23. April freigestellt, wobei sie ihren vollen Bezüge behalten. Diese Woche wird ihnen auf noch bestehende Urlaubsansprüche angerechnet. Danach werden nur mehr jene Angestellten beschäftigt, die nötig sind, um den Betrieb der Fachklinik abzuwickeln. Diese werde man rechtzeitig kontaktieren und den weiteren Einsatz mit ihnen besprechen, so Ramming.

Alle Mitarbeiter erhalten bis zum 30. Juni ihr volles Gehalt. Dann greift der Sozialplan und der Interessensausgleich, auf den sich Geschäftsführung und Betriebsrat Anfang März geeinigt haben. Die Angestellten, denen gekündigt wurde, erhalten eine Abfindung, zudem wurde ein Härtefallfonds für sozial besonders Betroffene eingerichtet. 30 Mitarbeitern unterbreitete der Konzern ein Angebot für eine Weiterbeschäftigung in der Stadtklinik Bad Tölz.