Wiesn-Momente der RedaktionAlles dreht sich - manchen viel zu schnell

Die Einen lieben das Oktoberfest, die Anderen hassen es: Zwölf Kollegen von Süddeutsche.de schildern ihre Erlebnisse auf der Wiesn. Über verwirrende Begegnungen im Morgengrauen, Mitfahrer, die einen im Karussell auslachen, und Besucher, die tatsächlich einen Vogel haben.

Manche lieben das Oktoberfest, andere hassen es abgrundtief: Zwölf Kollegen von Süddeutsche.de schildern ihre Erlebnisse auf der Wiesn. Über verwirrende Begegnungen im Morgengrauen und Mitfahrer, die einen im Karussell auslachen, und Besucher, die tatsächlich einen Vogel haben.

"Tschip Tschip", schallt es aus einem kleinen Leiterwagerl. Ein Kind mit Vogelpfeiferl? Nein, im Wagerl sitzt ein waschechter Graupapagei. Der 14-jährige Jakob genießt seinen Ausflug auf die Mittagswiesn sichtlich. Schnell bildet sich eine kleine Menschentraube um die vielleicht ungewöhnlichste Wiesnattraktion an diesem Tag.

"Wir hatten Jakob schon öfter im Urlaub dabei, im Wohnwagen. Auf die Wiesn nehme ich ihn nur unter der Woche und dann auch nur Mittags mit", sagt die Besitzerin. "Alles andere wäre Tierquälerei." Verschmust ist er, der Kleine, immer wieder gibt's ein Bussi für das Frauchen. Mit 14 Jahren sei er noch zu jung, um sich einen Schluck Bier zu genehmigen, sagt die Besitzerin scherzend. Aber Bier mag er eh nicht. Viel lieber sind ihm seine Leibspeisen Leberkäse und Weißwurst. An Guadn Jakob!

Michael Neißendorfer

Bild: Michael Neißendorfer 6. Oktober 2012, 12:022012-10-06 12:02:41 © Süddeutsche.de