Wiesn-KolumneDas Oktoberfest ohne Tiere? Unvorstellbar!

Auf dem Teller, auf dem Turm oder neben einem am Tisch: Überall auf der Wiesn hat man es mit Tieren zu tun. Hier kommt der Beweis.

Lärmbeschallung, Lichteffekte und dazu stupide im Kreis gehen: Unter diesen Bedingungen arbeitet wohl niemand gerne. Gut, Rosenverkäuferinnen und Wiesnbedienungen kennen es auch kaum anders, aber diese Zustände hat die Rathaus-SPD in Bezug auf andere Wiesn-Arbeitskräfte angemahnt: die Ponys. Vergangenes Jahr wollte sie das Ponyreiten verbieten. Der Antrag scheiterte - waren das etwa schon die Vorboten der Bundestagswahl? Kein Verstoß gegen den Tierschutz, passt scho, begründete die CSU, dass alles bleiben sollte wie immer. Viele Leute wären wohl auch traurig, wenn's die Ponys nicht mehr gäbe - wer selbst als Kind dort ritt, will auch seine Kinder reiten lassen. Das Pony wird also womöglich mehr geliebt, als ihm gut tut. Aber das war ja mit der Wiesn oft genug so. Andere sagen: Wieso denn die Ponys, schaut euch erst mal an, wie es den Hendln ergeht! Nur die Ponys hat mal wieder keiner gefragt. Die hätten die Mähne geschüttelt, sich so eine Konkurrenz zwischen den Tieren verboten und wären tapfer weiter gestapft. Die Wiesn ist halt kein Ponyhof. Von Von Elisa Britzelmeier

Bild: dpa 1. Oktober 2017, 19:312017-10-01 19:31:19 © SZ.de/infu/bhi