Wörthsee Wörthsee gründet Gemeindewerk

Aufgabe des Kommunalbetriebs ist die Entwicklung der Ortsmitte

Mit der Sanierung des Kirchenwirts und der Entwicklung des gesamten Areals in der Steinebacher Ortsmitte hat die Gemeinde Wörthsee ein großes Projekt zu stemmen. Und ein teures. Damit der Haushalt deswegen nicht ständig überschuldet ist, hat der Gemeinderat am Mittwoch die Gründung des Eigenbetriebs "Gemeindewerke Wörthsee" beschlossen. Ihre Aufgabe ist zunächst "die Versorgung des Gemeindegebiets mit bezahlbaren Wohn- und Geschäftsräumen". Die Werkleitung sollte in den Händen der Rathausverwaltung liegen, schlug Kämmerer Thomas Dischner vor, Personal werde dafür nicht eigens eingestellt. Auch ein Werkausschuss wurde am Mittwoch gebildet, dem acht Gemeinderäte und Bürgermeisterin Christel Muggenthal angehören. Das Stammkapital wurde auf 2,5 Millionen Euro festgesetzt. Das ist ungefähr die Summe, die die Gemeinde für das Raabe-Areal bezahlt hat und quasi das Grundkapital.

Den Betrieb werden die Gemeindewerke erst im neuen Jahr aufnehmen. Zum einen, weil das Landratsamt in Starnberg zuerst die Satzung genehmigen muss, zum anderen läuft gerade die Ausschreibung für einen Projektsteuerer. Der Werkausschuss wird wohl erst gebraucht, wenn die Bauarbeiten beginnen.

Vier Projektsteuerer hätten sich beworben, berichtete Bürgermeisterin Muggenthal. Dabei sei einer, der für die Restaurierung des Münchner Cuvilliés-Theaters verantwortlich war. Schließlich wolle die Gemeinde den gut 100 Jahr alten Kirchenwirt sanieren. Die Angebote reichten von 200 000 bis 500 000 Euro. Der Kirchenwirt werde auch Thema der baldigen Gemeinderatsklausur sein.