Wörthsee Startschuss für Tunnelsanierung

Verkehr auf der Autobahn Lindau wird auf Umfahrungen umgeleitet

Nach monatelangen Bauarbeiten rund um die Lindauer Autobahn beginnt nächste Woche die eigentliche Sanierung der beiden Tunnel in Etterschlag und Eching. Sie sollen bis Mitte nächsten Jahres sicherheitstechnisch auf den neuesten Stand gebracht werden. Damit der Verkehr Richtung München umgeleitet werden kann, sind zwei provisorische Umfahrungen südlich der beiden Tunnel angelegt worden. Die beiden Ausweichrouten sind nun fertig. In der Nacht von Freitag auf Samstag, 26. und 27. Februar, werden die ersten Autos darüber rollen - zumindest wenn das Wetter mitspielt. Andernfalls verzögert sich die Inbetriebnahme des Provisoriums noch um ein paar Tage.

Bis zum Herbst sollen die Behelfsstrecken den Verkehr an den Röhren vorbeileiten, damit drinnen ungestört gewerkelt werden kann. Aus Lärmschutzgründen, aber auch um die Sicherheit der Bauarbeiter zu gewährleisten, darf man auf den Umgehungen nur maximal 60 Stundenkilometer fahren. Die Polizei will die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung kontrollieren. Um die Auswirkungen auf den Verkehr gering zu halten, soll möglichst nachts gearbeitet werden, so die Autobahndirektion Südbayern.

Als erstes wird in der nächsten Woche die Fahrbahn im Tunnel herausgefräst, dann sollen die alten "betriebstechnischen Anlagen", also Schilder, Beleuchtung und ähnliches, abgebaut werden. Der Echinger Tunnel ist 413 Meter lang, der Etterschlager 495 Meter. Der Grund für die Sanierung sind verschärfte EU-Sicherheitsvorschriften. Nach den schweren Brandunfällen im Mont-Blanc-, Tauern- und Gotthard-Tunnel hat die Bundesregierung beschlossen, alle Tunnel im Transeuropäischen Verkehrsnetz nachzurüsten, also auch die an der A96.

Von der Baustelle betroffen ist nicht nur die Spur Richtung München, auch die in Richtung Lindau wird etwas nach rechts verlegt, damit an den Tunnelinnenwänden gearbeitet werden kann.