LAG Uttinger profitieren

Das weithin beliebte Strandbad mit Sprungturm könnte mit Hilfe des Leader-Programms aufgemöbelt werden.

(Foto: Franz Xaver Fuchs)

Gemeinde beteiligt sich weiter am Leader-Programm

Die Gemeinde beteiligt sich weiter an den Kosten der Lokalen Aktionsgruppe Ammersee (LAG) in Rahmen des von der EU geförderten Leader-Programms. Das beschlossen die Gemeinderäte nach kontroverser Debatte bei zwei Gegenstimmen. Für die zweite Periode 2015 bis 2020 sollen die 16 LAG-Gemeinden das Management jährlich mit 78 Cent pro Einwohner finanzieren. In der ersten Periode bis 2013, als für rund 20 Projekte 875 000 Euro an Leader-Fördermitteln eingingen, waren nur 38 Cent erhoben worden. Die Verdoppelung fand Peter Noll (GAL) "bedenklich". Er bezog aber dennoch für die weitere Teilnahme Uttings an der LAG Stellung. Bürgermeister Josef Lutzenberger (GAL) erklärte die höheren Kosten damit, dass die LAG "aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt habe" und das Management nun mit 1,5 Personalstellen stärken wolle.

Florian Hoffmann und Matthias Hornsteiner (beide Ländliche Wähler) sprachen sich wiederholt gegen eine weitere Beteiligung aus: Sie fanden, "es springt für uns dabei nichts heraus". 2013 war von der LAG ein Wasserspielplatz am Uttinger Mühlbach vorgesehen gewesen. Doch Altlasten verzögern den Bau. Für die zweite Förderperiode aber läge nicht mal ein Vorschlag für ein kofinanziertes Projekt vor, kritisierte Hoffmann. Andreas Streicher (CSU) wollte sich zunächst vom Leader-Manager erläutern lassen, welche Vorhaben in Utting realisiert werden könnten.

Lutzenberger machte klar, dass die Stelle noch EU-weit ausgeschrieben werden muss und dies erst geschehen kann, wenn alle Kommunen der Finanzierung zugestimmt haben. Die Suche nach Ideen sei in den kommenden Monaten und Jahren Aufgabe der Uttinger Bürger und Gemeinderäte, unterstrich der Bürgermeister. Unter anderen wies auch Karl Sauter (CSU) darauf hin, dass "nicht nur Projekte in Utting zählen", sondern der Nutzen für die gesamte Region betrachtet werden müsse.

So profitierten Uttinger auch vom Vogelbeobachtungsturm und Schacky-Park, die in Dießen von der LAG gefördert wurden. Sauter ist sicher, dass man auch im eigenen Ort Projekte findet und erinnerte ans Strandbad. Bis zum Herbst suche man dort nach Alternativen für die umstrittene Markise, "langfristig aber besteht noch mehr Handlungsbedarf". Gerade das Bad mit dem Sprungturm sei weithin bekannt, ziehe Besucher aus der ganzen Region an und sei "super" für Leader geeignet, fand Sauter.