Tutzing Klinik plant Ausbau

Benedictus-Krankenhaus will größere Dialyse und Notaufnahme

Neue Räume für Dialyse, Notaufnahme und Intensivstation - das Benedictus Krankenhaus in Tutzing soll großzügig erweitert werden. Der Betreiber, die Artemed-Gruppe, trat mit entsprechenden Erweiterungswünschen an die Gemeinde heran. Der Gemeinderat begrüßt das Vorhaben. Er beschloss in Absprache mit dem Kloster einen Bebauungsplan im verkürzten Verfahren für den Bereich zwischen Gröberweg, Hauptstraße und Bahnhofstraße aufzustellen.

Vor allem die Notaufnahme brauche mehr Platz, unterstrich Klinik-Geschäftsführer Simon Machnik auf Nachfrage. Sie habe eine "bemerkenswerte Entwicklung" hinter sich: "In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Zahlen verdreifacht." In Zukunft soll es von der Bahnhofstraße aus auch eine eigene Zufahrt zur Notaufnahme geben. Bislang preschen die Notarztwagen auf dem selben Weg zum Krankenhaus, auf dem Besucher und Angestellte unterwegs sind. Machnik zufolge sind zwei Bauabschnitte geplant. Zuerst soll die Dialyse, die das Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation betreibt, einen neuen, südlich des Klinikgebäudes gelegenen, ebenerdigen Anbau bekommen. Man hofft auf den Start dafür noch dieses Jahr. Im Anschluss werden Notaufnahme und Intensivstation auf der jetzigen Dialysefläche erweitert. Ein mehrgeschossiges Gebäude ist vorgesehen mit der Notaufnahme im Erdgeschoss, der Intensivstation im ersten Obergeschoss und darüber einer Station mit zehn bis zwölf Betten. Das Benedictus-Krankenhaus behandelt rund 9000 stationäre Fälle im Jahr. Auf dem Klostergrund ist neben der Klinikerweiterung ein Neubau für die bisherige Turnhalle der Benedictus-Realschule geplant.